Gassi mit dem Welpen: wie oft, wie lange und was tun, wenn er nicht will
Mit deinem Welpen gehst du vom ersten Tag an raus, anfangs aber nur kurz und nah am Haus. Ein Spaziergang muss in eine Wachphase passen, mit 8 bis 10 Wochen sind das 30 bis 60 Minuten für alles zusammen. Bleibt er stehen, ist er meist müde, unsicher oder zu weit weg von zu Hause.
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Auf dieser Seite
- Wie oft und wie lange sollte ich mit meinem Welpen Gassi gehen?
- Ab wann darf ich mit meinem Welpen spazieren gehen?
- Wie lange darf ein Welpe spazieren gehen? Die Übersicht nach Alter
- Treppen, Toben, Ballspiele: was die Gelenke belastet
- Mein Welpe will nicht Gassi gehen: woran liegt das?
- Was hilft, wenn der Welpe stehen bleibt?
- Wie viel Neues verträgt ein Welpe auf dem Spaziergang?
- Leine, Geschirr und Rückruf: was dein Welpe beim Gassi lernt
- Wie viel Zeit brauche ich am Tag für meinen Welpen?
Wie oft und wie lange sollte ich mit meinem Welpen Gassi gehen?
Beim Welpen gibt es zwei Arten von Gassi. Zum Lösen muss er sehr oft raus, mit 8 bis 10 Wochen etwa alle ein bis zwei Stunden und nach jedem Schlafen, Fressen und Spielen. Diese Runden dauern nur ein paar Minuten und gehören zur Stubenreinheit. Den Takt nach Alter findest du auf der Seite Welpe stubenrein bekommen.
Der eigentliche Spaziergang, bei dem dein Welpe die Welt erkundet, ist etwas anderes. In den ersten Wochen reichen davon ein bis zwei kurze Runden am Tag. Der britische Royal Kennel Club nennt bis zu zwei. Kurz heißt: Die Runde muss in eine Wachphase passen. Mit 8 bis 10 Wochen ist ein Welpe am Stück etwa 30 bis 60 Minuten wach, und in diese Zeit fallen auch Lösen, Fressen und Spielen. Für den Spaziergang selbst bleiben also eher zehn als dreißig Minuten.
Wichtiger als die Uhr ist dein Welpe. Setzt er sich hin, trottet nur noch hinter dir her oder knabbert plötzlich an allem, ist er meist müde. Dann ist die Runde zu Ende, auch wenn sie erst fünf Minuten gedauert hat. Eine Stellungnahme der LMU München nennt für Welpen mit acht Wochen einen Schlafbedarf von 18 bis 20 Stunden am Tag.
Ab wann darf ich mit meinem Welpen spazieren gehen?
Sobald er bei dir eingezogen ist. Nach der Tierschutz-Hundeverordnung darf ein Welpe erst mit über acht Wochen von der Mutter getrennt werden, er kommt also frühestens dann zu dir. Die ersten Ausflüge sind aber keine Spaziergänge im üblichen Sinn, sondern ein paar Minuten im Garten, vor dem Haus oder in einer ruhigen Seitenstraße.
Dafür gibt es einen guten Grund. Die LMU München beschreibt in einer Stellungnahme von 2024, dass Welpen ungefähr ab der sechsten Woche eine starke Bindung an ihren vertrauten Ort haben. Nach den dort zitierten Verhaltensbiologen Gansloßer und Kitchenham dauert diese Phase etwa bis zur 14. Woche, und der bekannte Ort gibt dem Welpen Sicherheit. Neues lernt er deshalb am besten in der Nähe seines Zuhauses und in seinem eigenen Tempo.
Und was ist mit den Impfungen?
Vollen Impfschutz hat ein Welpe erst nach mehreren Impfungen. Wann die fällig sind, legt deine Tierarztpraxis fest. Trotzdem soll er bis dahin nicht drinnen bleiben. Der US-Tierärzteverband für Verhaltensmedizin AVSAB hält es für den Standard, Welpen schon vor der letzten Impfung an die Welt zu gewöhnen. Seine Begründung: Mit dem Schutz von der Mutter, der ersten Impfung und vernünftiger Vorsicht ist das Risiko einer Ansteckung klein im Vergleich zur Gefahr, die von späteren Verhaltensproblemen ausgeht.
- Hundewiesen und Orte mit vielen fremden Hunden meidest du, bis deine Tierarztpraxis grünes Licht gibt. Dazu rät auch die AVSAB.
- Kontakt nur zu Hunden, die du kennst und von denen du weißt, dass sie gesund und geimpft sind.
- Nach einer Impfung bleibt die Runde kurz. Die LMU München schreibt, dass Welpen danach besonders viel Ruhe brauchen. Worauf du danach achten sollst, sagt dir deine Tierarztpraxis.
- Frag deine Tierarztpraxis, was in eurer Gegend gilt. Sie kennt den Impfplan deines Welpen.
Wie lange darf ein Welpe spazieren gehen? Die Übersicht nach Alter
Eine feste, wissenschaftlich belegte Minutenzahl gibt es nicht. Die bekannteste Faustregel lautet: fünf Minuten pro Lebensmonat, bis zu zweimal am Tag. Die bekannteste Quelle dafür ist der britische Royal Kennel Club. Er nennt sie selbst nur eine Faustregel und gibt keine Studie dazu an. Gemeint ist der richtige Spaziergang, nicht die kurze Runde zum Lösen und nicht das Spielen im Garten.
| Alter | Am Stück wach (alles zusammen) | Spaziergang nach der 5-Minuten-Regel | Worauf du achtest |
|---|---|---|---|
| 8 bis 10 Wochen (etwa 2 Monate) | etwa 30 bis 60 Minuten | etwa 10 Minuten, bis zu zweimal am Tag | Garten und Straße vor dem Haus, Treppen tragen, keine Hundewiese |
| 11 bis 14 Wochen (etwa 3 Monate) | etwa 45 bis 60 Minuten | etwa 15 Minuten, bis zu zweimal am Tag | neue Orte in kleinen Schritten, Treppen weiter tragen, nach der Impfung ein ruhiger Tag |
| 15 bis 18 Wochen (etwa 4 Monate) | etwa 60 bis 75 Minuten | etwa 20 Minuten, bis zu zweimal am Tag | Leine und Rückruf draußen üben, wilde Ballspiele weglassen |
| 19 bis 24 Wochen (etwa 5 Monate) | etwa 75 bis 90 Minuten | etwa 25 Minuten, bis zu zweimal am Tag | Strecken langsam verlängern, bei großen Rassen Springen und Toben begrenzen |
Lies die Minuten als Obergrenze für gute Tage, nicht als Pflicht. Lange Märsche überfordern Welpen, schreibt auch der Royal Kennel Club. Spielen im Garten und Erkunden in der Wohnung zählen nicht als Spaziergang, sind aber genauso wichtig. Freies Spiel nennt der Kennel Club die wichtigste Form der Bewegung für Welpen, weil sie dabei von selbst aufhören, wenn sie müde sind.
Die Tierschutz-Hundeverordnung verlangt übrigens ausdrücklich, dass Auslauf zu Rasse, Alter und Gesundheit des Hundes passt. Ein Doggenwelpe braucht also etwas anderes als ein junger Jack Russell.
Treppen, Toben, Ballspiele: was die Gelenke belastet
Eine Studie der Norwegischen Tierärztlichen Hochschule hat 501 Hunde der Rassen Neufundländer, Labrador Retriever, Leonberger und Irischer Wolfshund von der Geburt bis zum Röntgen der Hüften begleitet (Krontveit und andere, 2012). Welpen, die bis zum Alter von drei Monaten Treppen gelaufen sind, hatten häufiger eine Hüftdysplasie. Welpen, die in dieser Zeit draußen ohne Leine laufen konnten, hatten seltener eine.
Die Forschenden empfehlen deshalb für diese Rassen: bis drei Monate keine Treppen, dafür Bewegung draußen auf weichem, leicht unebenem Boden. Für kleine Rassen haben wir keine vergleichbare Studie gefunden. Trag deinen Welpen trotzdem hinunter, wenn es geht. Das spart dir oft auch eine Pfütze im Treppenhaus.
Der Royal Kennel Club rät außerdem, ohne dafür Studien zu nennen: Treppen frühestens ab 12 Wochen und bei großen Rassen später, kein Springen aus der Höhe und keine Spiele mit scharfen Wendungen, etwa wildes Ballwerfen. Ein Welpe, der Gras, Waldboden und kleine Hügel in seinem Tempo erkundet, bewegt sich dagegen so, wie es die norwegische Studie empfiehlt.
Mein Welpe will nicht Gassi gehen: woran liegt das?
Viele Welpen setzen sich nach ein paar Metern hin und rühren sich nicht mehr. Das kommt in den ersten Wochen oft vor und ist fast nie Sturheit. Meist steckt einer dieser Gründe dahinter:
- Er ist zu weit weg von zu Hause. Junge Welpen hängen an ihrem vertrauten Ort, das beschreibt die LMU München. Oft sieht das so aus: Vom Haus weg bleibt er stehen, auf dem Heimweg läuft er flott.
- Er ist müde. Ein Welpe, der gerade gespielt hat oder lange wach war, hat keine Kraft mehr für Neues. Er legt sich hin oder will getragen werden.
- Ihm ist etwas unheimlich. Autos, Fahrräder, Mülltonnen, laute Stimmen. Achte auf eine eingezogene Rute, angelegte Ohren, Ducken, Zittern oder den Blick zurück zur Haustür.
- Leine und Geschirr sind neu. Viele Welpen bleiben stehen, wenn sie zum ersten Mal Zug am Körper spüren. Das ist kein Ungehorsam, sondern Unsicherheit.
- Das Wetter passt ihm nicht. Welpen können ihre Körpertemperatur noch schlecht halten, schreibt die LMU München. Hitze und Kälte setzen ihnen schneller zu als erwachsenen Hunden, und Regen mögen viele gar nicht.
- Es tut etwas weh. Ein Splitter in der Pfote, heißer Asphalt im Sommer, eine Zerrung vom Toben. Humpelt er, leckt er auffällig an einer Pfote oder will er auch drinnen nicht laufen, gehört das in die Tierarztpraxis.
Löst sich dein Welpe draußen nicht, weil ihm dort etwas Angst macht, und pinkelt dann drinnen, findest du dazu mehr im Ratgeber Welpe pinkelt nach dem Spaziergang in die Wohnung.

Was hilft, wenn der Welpe stehen bleibt?
Die LMU München zitiert dazu den Fachautor Appleby (2017): Darf ein Welpe sich Neuem in seinem eigenen Tempo nähern und sich auch wieder zurückziehen, verknüpft er es mit der Zeit mit etwas Gutem. Wird er dazu gezwungen, macht ihm das Angst. Für die Praxis heißt das:
- Nicht ziehen. Wer seinen Welpen an der Leine weiterzerrt, bringt ihm bei, dass Spaziergänge unangenehm sind.
- Warten und schauen lassen. Bleib stehen oder geh in die Hocke und lass ihn gucken. Oft läuft er nach einer Weile von selbst weiter.
- Jeden mutigen Schritt belohnen. Ein Stück Futter oder ein fröhliches Wort, sobald er sich wieder bewegt.
- Den Heimweg nutzen. Weil der vertraute Ort Sicherheit gibt, laufen viele Welpen nach Hause gern. Ein Trick aus der Praxis, für den es keine Studie gibt: Trag deinen Welpen ein kleines Stück vom Haus weg und lass ihn den Weg zurück selbst laufen.
- Kürzer machen. Drei Minuten, die gut enden, bringen mehr als zwanzig mit Zerren.
- Uhrzeit und Ort wechseln. Eine ruhige Seitenstraße am frühen Morgen ist für einen unsicheren Welpen leichter als die Hauptstraße am Nachmittag.
Wie viel Neues verträgt ein Welpe auf dem Spaziergang?
Spaziergänge sind für deinen Welpen vor allem Lernen. Die AVSAB nennt die ersten drei Lebensmonate die wichtigste Zeit, um Menschen, Tiere, Geräusche und Orte kennenzulernen. Die LMU München betont aber auch, dass Welpen sich stark voneinander unterscheiden: Während der eine noch entspannt schnuppert, braucht der andere schon Ruhe.
Auf der Runde heißt das: Ein neuer Eindruck reicht. Ein Bus aus sicherer Entfernung, ein Stück Kiesweg, ein Nachbar, der sich in die Hocke setzt und wartet, bis dein Welpe von selbst kommt. Lass ihn schauen, statt ihn hinzuführen. Was ein Welpe in den ersten Wochen kennenlernen sollte, steht im Abschnitt Prägephase auf der Seite Welpe erziehen.
Fremde Hunde an der Leine sind für viele Welpen zu viel. Ein kurzer Kontakt mit einem ruhigen Hund, den du kennst, bringt mehr als fünf hektische Begegnungen. Wird es eng, machst du einfach einen Bogen. Dein Welpe muss nicht jeden Hund begrüßen.

Leine, Geschirr und Rückruf: was dein Welpe beim Gassi lernt
Gewöhne deinen Welpen zuerst drinnen an Geschirr und Leine, für ein paar Minuten beim Spielen oder Fressen. Draußen lernt er dann, dass es an lockerer Leine weitergeht und Ziehen nichts bringt. Wie das in kleinen Schritten geht, steht im Ratgeber Hund zieht an der Leine.
Stachelhalsbänder und andere schmerzhafte Mittel sind bei Ausbildung, Erziehung und Training von Hunden nach der Tierschutz-Hundeverordnung verboten. Auch ein Leinenruck hat bei einem Welpen nichts verloren. Er macht ihm Angst vor genau dem, was er gerade lernen soll.
Junge Welpen laufen dir meist von selbst hinterher. Nutze das und sag dein Rückrufsignal genau dann, wenn er ohnehin auf dich zuläuft. Wie es danach weitergeht, liest du im Ratgeber Rückruf üben. Ohne Leine darf er nur dort laufen, wo es sicher und erlaubt ist. Die Leinenpflicht regeln Bundesländer und Gemeinden unterschiedlich.
Wie viel Zeit brauche ich am Tag für meinen Welpen?
Die Tierschutz-Hundeverordnung schreibt für Welpen bis 20 Wochen mindestens 4 Stunden Umgang mit einer Betreuungsperson am Tag vor. Das ist nicht reine Spazierzeit, sondern alles, was du mit ihm machst: Lösen, Spielen, Üben, Kuscheln, Bürsten. Der Spaziergang ist nur ein kleiner Teil davon.
Dazu verlangt die Verordnung für jeden Hund ausreichend Auslauf im Freien und regelmäßigen Kontakt zu anderen Hunden. Wie viel ausreichend ist, legt sie nicht in Minuten fest. Für einen Welpen heißt es: oft, kurz, nah am Haus, und mit jeder Woche ein bisschen mehr.
Quellen
- Tierschutz-Hundeverordnung: § 2 TierSchHuV, Allgemeine Anforderungen an das Halten, Auslauf, vier Stunden Umgang für Welpen bis 20 Wochen, Trennung vom Muttertier, Verbot schmerzhafter Mittel. Geprüft am 13.10.2026.
- Ludwig-Maximilians-Universität München, Lehrstuhl für Tierschutz, Verhaltenskunde, Tierhygiene und Tierhaltung, PD Dr. Dorothea Döring: Gutachterliche Stellungnahme zur Verwendung von Hundewelpen bei Veranstaltungen (15.05.2024), Seite 2 zur Gewöhnung im eigenen Tempo (nach Appleby 2017), Seiten 3 und 4 zur Ortsbindung (nach Gansloßer und Kitchenham 2024), Seiten 5 und 6 zu Ruhe nach Impfungen, Temperatur und Schlafbedarf. Geprüft am 13.10.2026.
- American Veterinary Society of Animal Behavior (AVSAB): Position Statement on Puppy Socialization (2008, englisch). Sozialisierung vor der letzten Impfung, Hundeparks meiden, tierärztlicher Rat bei Angst. Geprüft am 13.10.2026.
- Krontveit, R. I., Nødtvedt, A., Sævik, B. K., Ropstad, E., Trangerud, C.: Housing- and exercise-related risk factors associated with the development of hip dysplasia, American Journal of Veterinary Research 73 (2012), S. 838 bis 846 (englisch). Gelesen wurde die Zusammenfassung der Autoren, der Volltext war nicht frei abrufbar. Geprüft am 13.10.2026.
- The Royal Kennel Club: Dog walking (englisch). Fünf Minuten pro Lebensmonat bis zu zweimal am Tag, Treppen, Springen, freies Spiel. Die Seite nennt keine Studien. Geprüft am 13.10.2026.
- Tierschutzgesetz: § 11 TierSchG, Erlaubnis für das Ausbilden von Hunden. Geprüft am 13.10.2026.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Wie oft muss ich mit meinem Welpen Gassi gehen?
Zum Lösen sehr oft, mit 8 bis 10 Wochen etwa alle ein bis zwei Stunden und nach jedem Schlafen, Fressen und Spielen. Richtige Spaziergänge reichen anfangs ein- bis zweimal am Tag, kurz und in der Nähe des Hauses.
Wie lange darf ein Welpe spazieren gehen?
Eine belegte Zahl gibt es nicht. Verbreitet ist die Faustregel des britischen Royal Kennel Club: fünf Minuten pro Lebensmonat, bis zu zweimal am Tag. Mit drei Monaten wären das etwa 15 Minuten. Wird dein Welpe vorher müde, ist die Runde früher zu Ende.
Was ist die 5-Minuten-Regel, und stimmt sie?
Sie besagt: pro Lebensmonat fünf Minuten Spaziergang, bis zu zweimal am Tag. Der Royal Kennel Club nennt sie selbst nur eine Faustregel und gibt keine Studie dazu an. Sie taugt als Obergrenze für gute Tage, nicht als Pflichtprogramm.
Ab wann darf ich mit meinem Welpen spazieren gehen?
Sobald er bei dir eingezogen ist, anfangs aber nur ein paar Minuten im Garten oder vor dem Haus. Junge Welpen hängen stark an ihrem vertrauten Ort. Größere Ausflüge kommen nach und nach dazu.
Darf ich mit meinem Welpen vor der letzten Impfung raus?
Ja, mit Vorsicht. Der Tierärzteverband AVSAB hält es für wichtig, Welpen schon vor der letzten Impfung an die Welt zu gewöhnen. Meide aber Hundewiesen und Orte mit vielen fremden Hunden, bis deine Tierarztpraxis grünes Licht gibt.
Mein Welpe will nicht Gassi gehen. Was kann ich tun?
Nicht ziehen, sondern warten, schauen lassen und jeden mutigen Schritt belohnen. Mach die Runde kürzer und wähle ruhige Wege und Uhrzeiten. Humpelt er oder will er auch drinnen nicht laufen, lass ihn in der Tierarztpraxis anschauen.
Warum läuft mein Welpe nach Hause, aber nicht vom Haus weg?
Junge Welpen haben eine starke Bindung an ihren vertrauten Ort, der ihnen Sicherheit gibt. Vom Haus weg fühlen sie sich unsicher, nach Hause laufen sie gern. Trag ihn ein kleines Stück weg und lass ihn den Rückweg selbst laufen.
Soll ich meinen Welpen tragen, wenn er nicht mehr laufen will?
Ja, wenn er müde ist oder etwas Bedrohliches direkt auf ihn zukommt, etwa ein fremder Hund. Tragen beendet dann eine Überforderung, Sturheit belohnst du damit nicht. Ist er nur kurz unsicher, hilft es meist mehr, zu warten und ihn selbst entscheiden zu lassen.
Darf mein Welpe Treppen laufen?
Besser nicht in den ersten drei Monaten. In einer norwegischen Studie mit vier großen Rassen hatten Welpen, die bis drei Monate Treppen gelaufen sind, häufiger eine Hüftdysplasie. Trag ihn, wenn es geht.
Wie lange darf ein Welpe mit 4 Monaten laufen?
Nach der Faustregel des Royal Kennel Club etwa 20 Minuten am Stück, bis zu zweimal am Tag. Dazu kommen kurze Runden zum Lösen und Spielen im Garten. Für die Regel gibt es keine Studie, achte deshalb vor allem auf deinen Welpen.

