Läufigkeit der Hündin: wann, wie lange und was du beachten musst

Eine Hündin ist im Schnitt gut zweieinhalb Wochen läufig und wird etwa alle sieben Monate wieder läufig. Die erste Läufigkeit kommt bei kleinen Hündinnen oft mit sechs bis sieben Monaten, bei großen deutlich später. Gefährlich wird es selten in der Läufigkeit selbst, sondern in den Wochen danach: Eitriger Ausfluss, Fieber oder viel Durst gehören sofort in die Tierarztpraxis.

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Auf dieser Seite
  1. Wie lange ist eine Hündin läufig?
  2. Welche Phasen hat der Zyklus der Hündin?
  3. Wann wird eine Hündin zum ersten Mal läufig?
  4. Wie oft wird eine Hündin läufig?
  5. Woran erkennst du, dass deine Hündin läufig ist?
  6. Wann ist eine läufige Hündin fruchtbar?
  7. Was musst du im Alltag mit einer läufigen Hündin beachten?
  8. Was ist eine Scheinträchtigkeit?
  9. Was ist eine Gebärmutterentzündung nach der Läufigkeit?
  10. Wann musst du mit deiner Hündin in die Tierarztpraxis?
  11. Sollte ich meine Hündin kastrieren lassen?

Wie lange ist eine Hündin läufig?

Im Schnitt etwa 18 Tage, also gut zweieinhalb Wochen. Die Läufigkeit besteht aus zwei Phasen, die nach dem MSD Veterinary Manual, einem tiermedizinischen Nachschlagewerk, jeweils etwa neun Tage dauern. Beide können aber deutlich kürzer oder länger sein: die erste zwischen zwei Tagen und drei Wochen, die zweite zwischen drei Tagen und drei Wochen.

Was ist die Läufigkeit? Läufig nennt man eine Hündin in der Zeit, in der ihre Scham anschwillt, sie Ausfluss hat und Rüden anzieht. Fachlich sind das die beiden Zyklusphasen Proöstrus und Östrus. So beschreibt es das MSD Veterinary Manual. Andere Wörter dafür sind Hitze oder Brunst. Danach folgen zwei weitere Phasen, in denen du von außen kaum etwas bemerkst.

Für den Alltag heißt das: Rechne mit etwa drei Wochen, in denen deine Hündin an die Leine gehört und Rüden fernbleiben sollten. Dauert die Läufigkeit sechs Wochen oder länger, ist das nicht mehr normal. Mehr dazu weiter unten.

Welche Phasen hat der Zyklus der Hündin?

Der Zyklus der Hündin hat vier Phasen: Proöstrus, Östrus, Metöstrus und Anöstrus. Läufig ist sie nur in den ersten beiden. Die Tabelle zeigt die Dauer nach dem MSD Veterinary Manual und was du in jeder Phase siehst.

Durchschnittswerte nach dem MSD Veterinary Manual. Jede Hündin hat ihren eigenen Rhythmus.
PhaseDauerWas du siehstRüden
Proöstrus (Vorbrunst)etwa 9 Tage, zwischen 2 Tagen und 3 WochenDie Scham schwillt an und wird fest, blutiger Ausflusswerden angezogen, die Hündin lässt sie aber noch nicht aufreiten
Östrus (Brunst, Standhitze)etwa 9 Tage, zwischen 3 Tagen und 3 WochenWeniger Ausfluss, oft hell bis strohfarben, die Scham wird weichDie Hündin ist deckbereit, in dieser Phase hat sie ihren Eisprung
Metöstrus (auch Diöstrus)ohne Trächtigkeit etwa 2 MonateDer Ausfluss hört auf, die Scham wird langsam wieder kleinerDie Hündin wehrt Rüden wieder ab
Anöstrus (Ruhephase)normalerweise 1 bis 6 MonateNichts AuffälligesDie Hündin ist für Rüden nicht interessant

Der Eisprung kommt nach dem MSD Veterinary Manual im Östrus, etwa zwei bis drei Tage nach einem Hormonanstieg, den man nur im Blut messen kann. Hündinnen haben ihren Eisprung auch dann, wenn sie nicht gedeckt werden. Deshalb folgt auch ohne Deckung ein Metöstrus von etwa zwei Monaten, in dem die Hormone ähnlich verlaufen wie bei einer Trächtigkeit.

Wann wird eine Hündin zum ersten Mal läufig?

Kleine Hündinnen werden oft mit 6 bis 7 Monaten zum ersten Mal läufig, mittelgroße mit 7 bis 9 Monaten und große mit 12 bis 16 Monaten. Das sagt die Tiermedizinerin Margret Casal von der University of Pennsylvania gegenüber dem American Kennel Club. Manche Hündinnen sind schon mit vier Monaten so weit, andere erst nach dem zweiten Geburtstag.

Erste Läufigkeit nach Casal (American Kennel Club). Für sehr große Hunde nennt die Quelle keinen eigenen Wert.
Größe der HündinErste Läufigkeit oft
klein, unter 10 kgmit 6 bis 7 Monaten
mittel, 10 bis 25 kgmit 7 bis 9 Monaten
groß, 25 bis 40 kgmit 12 bis 16 Monaten
sehr groß, über 40 kgmit 12 bis 16 Monaten oder später

Die erste Läufigkeit kann unregelmäßig verlaufen, sagt Casal. Schau deshalb rund um das Alter aus der Tabelle ab und zu auf die Scham und auf Blutflecken auf der Decke. Auch ein Rüde, der sich auf dem Spaziergang plötzlich sehr für deine Hündin interessiert, ist ein Hinweis.

Die erste Läufigkeit fällt mitten in die Pubertät. Was sich in dieser Zeit sonst noch ändert und wie lange die Phase nach Größe dauert, steht auf der Seite Pubertät beim Hund. War deine Hündin mit zwei Jahren noch nie läufig, sprich es bei der nächsten Untersuchung in der Tierarztpraxis an. Ist sie noch ein Welpe, hilft dir bis dahin die Seite Welpe erziehen mit einem Wochenplan nach Alter.

Wie oft wird eine Hündin läufig?

Meist zweimal im Jahr. Nach dem MSD Veterinary Manual liegen im Schnitt sieben Monate zwischen zwei Läufigkeiten, normal sind Abstände von vier bis 13 Monaten. Manche große Rassen wie die Deutsche Dogge werden nur alle neun bis zwölf Monate läufig. Basenjis und Tibet-Doggen haben laut Casal nur eine Läufigkeit im Jahr.

Eine Pause in den Wechseljahren gibt es bei Hündinnen nicht. Mit dem Alter kann die Läufigkeit laut Casal aber schwächer ausfallen. Auch eine ältere Hündin, die nicht kastriert ist, wird also weiter läufig, und genau in diesem Alter steigt das Risiko für eine Gebärmuttervereiterung.

Schreib dir den ersten Tag jeder Läufigkeit auf, im Kalender oder in einer Notiz auf dem Handy. Nach zwei, drei Läufigkeiten kennst du den Rhythmus deiner Hündin und kannst Urlaub, Hundepension oder Kurse besser planen. Außerdem fällt dir dann eher auf, wenn sich etwas ändert.

Woran erkennst du, dass deine Hündin läufig ist?

Die deutlichsten Zeichen sind eine geschwollene Scham und blutiger Ausfluss. Beides beschreiben das MSD Veterinary Manual und Casal als Beginn der Läufigkeit. Dazu kommen Veränderungen im Verhalten, die von Hündin zu Hündin sehr unterschiedlich sind.

  • Geschwollene Scham und Blut. Am Anfang ist der Ausfluss meist blutig rot. Später wird er weniger und heller, oft rosa oder gelblich.
  • Viel Lecken. Viele Hündinnen lecken sich in dieser Zeit häufiger an der Scham.
  • Häufiger pinkeln, vor allem in der Nähe von Rüden.
  • Rüden werden aufdringlich. Am Anfang reagiert deine Hündin oft abwehrend, wenn sie ihr zu nahe kommen.
  • Rute zur Seite. In der fruchtbaren Phase halten viele Hündinnen die Rute seitlich, wenn ein Rüde kommt, und bleiben stehen.
  • Verändertes Verhalten. Unruhe, Jaulen, mehr Anhänglichkeit, Nestbau, Aufreiten oder weniger Appetit sind möglich.
  • Der Rückruf klappt schlechter. In der fruchtbaren Phase hat deine Hündin anderes im Kopf.

Manche Hündinnen zeigen nur sehr leise Zeichen, schreibt der American Kennel Club. Wenn Rüden plötzlich auffällig an deiner Hündin interessiert sind, ist das oft der erste Hinweis. Ein kurzer Blick auf die Scham schafft dann Klarheit.

Wann ist eine läufige Hündin fruchtbar?

In der zweiten Phase der Läufigkeit, dem Östrus. Einen festen Tag, ab dem es gefährlich wird, gibt es nicht, weil schon der Proöstrus zwischen zwei Tagen und drei Wochen dauern kann. Behandle deine Hündin deshalb vom ersten Tropfen Blut bis zum Ende der Läufigkeit so, als könnte sie trächtig werden.

Nach Casal müssen die Eizellen der Hündin nach dem Eisprung noch etwa zwei Tage reifen, bevor sie befruchtet werden können. Wer züchten will, lässt den richtigen Zeitpunkt deshalb in der Tierarztpraxis bestimmen. Dort wird nach dem MSD Veterinary Manual meist alle zwei Tage Blut abgenommen oder ein Abstrich gemacht.

Ein Läufigkeitshöschen hält die Wohnung sauber, schützt aber nicht vor einem Deckakt. Darauf weist der American Kennel Club ausdrücklich hin. Ist ein Rüde trotzdem zum Zug gekommen, ruf sofort in deiner Tierarztpraxis an. Was dann möglich ist, hängt davon ab, wie viel Zeit seitdem vergangen ist. Nach dem MSD Veterinary Manual werden übrigens 60 Prozent der ungewollt gedeckten Hündinnen gar nicht trächtig. Das klärt die Praxis vorher.

Was musst du im Alltag mit einer läufigen Hündin beachten?

Vor allem eines: Deine Hündin gehört draußen an die Leine, auch wenn ihr Rückruf sonst gut sitzt. Der American Kennel Club rät außerdem, Hundewiesen und Hundetagesstätten zu meiden, ruhigere Strecken zu wählen und die Hündin nie allein im Garten zu lassen.

Spaziergang

  • Andere Zeiten, andere Wege. Geh früher oder später als sonst und meide die Runden, auf denen viele Rüden unterwegs sind.
  • Abstand halten. Kommt euch ein Rüde entgegen, wechsle die Straßenseite oder dreh um. Sag dem anderen Halter kurz, dass deine Hündin läufig ist.
  • Kürzere Runden, mehr Nasenarbeit. Wenn die Spaziergänge kurz ausfallen, beschäftige deine Hündin zu Hause. Ideen stehen im Ratgeber Denkspiele für Hunde.
  • Keine Freilauf-Experimente. Der Rückruf ist in dieser Zeit unzuverlässig. Wie du ihn danach wieder aufbaust, zeigt der Ratgeber Rückruf üben.

Hundewiese, Hundeschule, Pension

Auf die Hundewiese geht ihr in den drei Wochen nicht. Bei Hundeschule, Hundetagesstätte und Pension fragst du vorher nach, ob läufige Hündinnen kommen dürfen. Dabei hilft es, wenn du den Rhythmus deiner Hündin kennst und früh Bescheid gibst.

Zu Hause

  • Lebt ein Rüde im Haushalt, der nicht kastriert ist, müssen die beiden in der Läufigkeit sicher getrennt sein. Schon eine offene Tür kann reichen.
  • Decken waschbar halten. Leg über Sofa und Hundebett eine Decke, die du oft waschen kannst. Ein Läufigkeitshöschen hält zusätzlich Flecken fern.
  • Ruhe und Routine. Ist deine Hündin anhänglicher als sonst, gib ihr Nähe. Will sie ihre Ruhe, sorg dafür, dass alle in der Familie und andere Tiere das respektieren. So beschreibt es auch der American Kennel Club.
  • Weniger Training. Neue Übungen verschiebst du auf die Zeit nach der Läufigkeit.

Zieht deine Hündin in dieser Zeit stärker an der Leine, weil draußen alles spannend riecht, findest du Übungen dafür im Ratgeber Hund zieht an der Leine.

Ein weißer Samojede läuft an lockerer Leine neben seinem Menschen durch einen Park im Herbst.

Was ist eine Scheinträchtigkeit?

Was ist eine Scheinträchtigkeit? So nennt man es, wenn eine Hündin nach der Läufigkeit Zeichen einer Trächtigkeit zeigt, obwohl sie nicht trächtig ist. Nach dem MSD Veterinary Manual ist das bei jeder Hündin, die nicht trächtig wurde, am Ende des Metöstrus körperlich angelegt. Wie stark man es sieht, ist aber sehr unterschiedlich: Manche Hündinnen zeigen gar nichts, andere sehr deutliche Zeichen.

Weil der Metöstrus ohne Trächtigkeit etwa zwei Monate dauert, zeigt sich eine Scheinträchtigkeit meist rund zwei Monate nach der Läufigkeit. Ausgelöst wird sie laut MSD Veterinary Manual vor allem durch den schnellen Abfall des Gelbkörperhormons Progesteron und durch Prolaktin, das Hormon für die Milchbildung.

Anzeichen

  • Unruhe oder weniger Aktivität
  • Nestbau und Mutterverhalten, etwa gegenüber Stofftieren
  • Lecken am Bauch
  • Gereiztheit bis hin zu Aggression
  • Weniger Appetit
  • Angeschwollenes Gesäuge, Gewichtszunahme, manchmal Milch

Die meisten Zeichen verschwinden nach dem MSD Veterinary Manual ohne Behandlung wieder. Drück keine Milch aus dem Gesäuge. Das regt die Milchbildung nur weiter an, warnt das Nachschlagewerk.

Frisst deine Hündin nicht mehr oder wirkt sie krank, lass sie in der Tierarztpraxis anschauen. Dort lässt sich auch klären, ob sie nicht doch trächtig ist und ob hinter den Zeichen eine Gebärmuttervereiterung steckt, die in denselben Wochen auftreten kann.

Ein kleiner Hund mit langem Fell liegt mit halb geschlossenen Augen auf einer blauen Decke.

Was ist eine Gebärmutterentzündung nach der Läufigkeit?

Gemeint ist hier die Gebärmuttervereiterung, fachlich Pyometra: eine lebensbedrohliche Infektion, bei der sich die Gebärmutter mit Bakterien und Eiter füllt. So beschreibt es das Canine Health Center der Cornell University. Sie ist ein Notfall und muss schnell behandelt werden.

Sie tritt in den Wochen nach der Läufigkeit auf. Cornell nennt einen bis zwei Monate danach, die Tierärztliche Fakultät der University of Illinois zwei bis drei Monate, Casal über den American Kennel Club meist innerhalb von zwölf Wochen. Betroffen sind vor allem Hündinnen mittleren und höheren Alters, die nicht kastriert sind und schon mehrere Läufigkeiten hatten.

Warnzeichen

  • Ausfluss aus der Scheide, cremefarben, gelblich, blutig oder übel riechend
  • Viel Durst und häufiges Pinkeln
  • Mattigkeit, wenig Appetit
  • Erbrechen
  • Fieber
  • Ein dicker oder schmerzhafter Bauch
  • Blasses Zahnfleisch, Schwäche bis zum Zusammenbrechen

Wichtig: Fehlender Ausfluss heißt nicht, dass alles in Ordnung ist. Ist der Muttermund geschlossen, bleibt der Eiter in der Gebärmutter. Nach Cornell sind die Hündinnen dann sogar meist schwerer krank. Viel Durst nach der Läufigkeit ist deshalb für sich allein schon ein Grund, in die Tierarztpraxis zu gehen.

Der Tierarzt Gary Brummet von der University of Illinois nennt das Risiko einer Gebärmuttervereiterung als einen der Punkte, die Halter bei der Entscheidung über eine Kastration abwägen. Wie diese Entscheidung für deine Hündin ausfällt, besprichst du mit deiner Tierarztpraxis.

Wann musst du mit deiner Hündin in die Tierarztpraxis?

Die Läufigkeit selbst ist keine Krankheit und braucht in aller Regel keine Behandlung. Bei diesen Zeichen solltest du aber nicht abwarten:

Die Zeichen in den Wochen nach der Läufigkeit passen zu einer Gebärmuttervereiterung, wie sie Cornell und die University of Illinois beschreiben. Die Grenze von sechs Wochen kommt aus dem MSD Veterinary Manual: Halten die Zeichen von Proöstrus und Östrus mindestens so lange an, spricht man von einer Dauerläufigkeit. Eine häufige Ursache sind Zysten am Eierstock. Das lässt sich nur in der Praxis klären, unter anderem per Ultraschall.

Sag in der Praxis gleich dazu, wann deine Hündin zuletzt läufig war. Dafür lohnt sich der Kalender aus dem Abschnitt oben.

Sollte ich meine Hündin kastrieren lassen?

Das lässt sich nicht allgemein beantworten, und diese Seite gibt dazu keine Empfehlung. Fest steht: Eine kastrierte Hündin wird nicht mehr läufig. Ob und wann eine Kastration für deine Hündin sinnvoll ist, entscheidest du mit deiner Tierarztpraxis. Die Tierärztin Laurence Sawyer von der Tufts University nennt dafür im American Kennel Club unter anderem Alter, Rasse, Größe und die Neigung zu bestimmten Krebs- und Gelenkerkrankungen.

Rechtlich fällt die Kastration in Deutschland unter das Amputationsverbot nach § 6 Tierschutzgesetz. Das Gesetz erlaubt Ausnahmen: wenn der Eingriff im Einzelfall nach tierärztlicher Indikation geboten ist, und wenn er eine unkontrollierte Fortpflanzung verhindern soll oder, soweit tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen, der weiteren Nutzung oder Haltung des Tieres dient. Den Eingriff muss eine Tierärztin oder ein Tierarzt vornehmen.

Auch der Zeitpunkt im Zyklus spielt eine Rolle. Nach dem MSD Veterinary Manual kann ein Eingriff im Metöstrus eine Scheinträchtigkeit auslösen. Das Nachschlagewerk nennt deshalb die Ruhephase als Zeitpunkt. Was die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz zur Kastration vor der Geschlechtsreife und bei Verhaltensproblemen schreibt, steht auf der Seite Pubertät beim Hund.

Quellen

  • MSD Veterinary Manual, Pet Owner Version, Autumn P. Davidson (University of California, Davis): Management of Reproduction in Dogs, Dauer von Proöstrus, Östrus, Metöstrus und Anöstrus, Abstand zwischen den Läufigkeiten, Eisprung, Bestimmung des Deckzeitpunkts, Anteil der ungewollt gedeckten Hündinnen ohne Trächtigkeit (englisch). Geprüft am 13.10.2026.
  • MSD Veterinary Manual, Professional Version, Clare M. Scully (Louisiana State University): Pseudopregnancy in Small Animals, Ursache, Anzeichen und Verlauf der Scheinträchtigkeit, Gesäuge nicht ausmelken, Zeitpunkt eines Eingriffs im Zyklus (englisch). Geprüft am 13.10.2026.
  • MSD Veterinary Manual, Professional Version, Clare M. Scully (Louisiana State University): Follicular Cysts in Small Animals, Dauerläufigkeit ab sechs Wochen, Zysten am Eierstock als häufige Ursache (englisch). Geprüft am 13.10.2026.
  • MSD Veterinary Manual, Professional Version, Clare M. Scully (Louisiana State University): Cystic Endometrial Hyperplasia and Pyometra Complex in Small Animals, Anzeichen der Gebärmuttervereiterung, betroffenes Alter (englisch). Geprüft am 13.10.2026.
  • Cornell University College of Veterinary Medicine, Richard P. Riney Canine Health Center: Pyometra, Definition, Zeitraum nach der Läufigkeit, Warnzeichen, offener und geschlossener Muttermund (englisch). Geprüft am 13.10.2026.
  • University of Illinois, College of Veterinary Medicine, Gary Brummet: Infection in Dog’s Uterus Is Serious Business (15.08.2017), Zeitraum nach der Läufigkeit, Durst als Warnzeichen, Abwägung bei der Kastration (englisch). Geprüft am 13.10.2026.
  • American Kennel Club, Gemma Johnstone mit Dr. Margret Casal (University of Pennsylvania), Dr. Susanne Hughes und Dr. Laurence Sawyer (Tufts University): Dogs in Heat, erste Läufigkeit nach Größe, Rassen mit einer Läufigkeit im Jahr, Anzeichen, Alltag, Läufigkeitshöschen kein Schutz, Zeitraum einer Gebärmuttervereiterung, Faktoren für die Entscheidung über eine Kastration (englisch). Geprüft am 13.10.2026.
  • Tierschutzgesetz: § 6 TierSchG, Amputationsverbot und Ausnahmen. Geprüft am 13.10.2026.

Fragen und Antworten

Häufige Fragen

Wie lange ist eine Hündin läufig?

Im Schnitt gut zweieinhalb Wochen, rechne für den Alltag mit drei. Die beiden Phasen der Läufigkeit dauern jeweils etwa neun Tage, können aber zwischen wenigen Tagen und drei Wochen liegen. Hält die Läufigkeit sechs Wochen oder länger an, lass deine Hündin untersuchen.

Wann wird eine Hündin zum ersten Mal läufig?

Kleine Hündinnen oft mit 6 bis 7 Monaten, mittelgroße mit 7 bis 9 Monaten, große mit 12 bis 16 Monaten. Manche sind schon mit vier Monaten so weit, andere erst nach dem zweiten Geburtstag. War deine Hündin mit zwei Jahren noch nie läufig, sprich es in der Tierarztpraxis an.

Wie oft wird eine Hündin läufig?

Meist zweimal im Jahr, im Schnitt alle sieben Monate. Abstände von vier bis 13 Monaten sind normal. Manche große Rassen und Basenjis werden nur einmal im Jahr läufig.

Woran erkenne ich, dass meine Hündin läufig wird?

An einer geschwollenen Scham und blutigem Ausfluss. Dazu kommen oft häufiges Lecken und Pinkeln, Unruhe, mehr Anhänglichkeit und Rüden, die sich plötzlich sehr für deine Hündin interessieren.

Wann ist eine läufige Hündin fruchtbar?

In der zweiten Phase der Läufigkeit, dem Östrus. Weil die erste Phase sehr unterschiedlich lang ist, gibt es keinen sicheren Tag. Halte Rüden von Anfang bis Ende der Läufigkeit fern.

Darf ich mit meiner läufigen Hündin spazieren gehen?

Ja, aber an der Leine, auf ruhigeren Wegen und mit Abstand zu Rüden. Hundewiesen und Hundetagesstätten meidest du in dieser Zeit, und im Garten bleibt deine Hündin nicht allein.

Was ist eine Scheinträchtigkeit und wann tritt sie auf?

Die Hündin zeigt Zeichen einer Trächtigkeit, ohne trächtig zu sein: Nestbau, Mutterverhalten gegenüber Stofftieren, angeschwollenes Gesäuge, manchmal Milch. Sie zeigt sich meist rund zwei Monate nach der Läufigkeit und geht in der Regel von selbst vorbei.

Schützt ein Läufigkeitshöschen vor einer Trächtigkeit?

Nein. Es hält die Wohnung sauber, verhindert aber keinen Deckakt. Ist ein Rüde zum Zug gekommen, ruf sofort in deiner Tierarztpraxis an.

Hört die Läufigkeit im Alter auf?

Nein, Hündinnen haben keine Wechseljahre. Die Läufigkeit kann im Alter schwächer werden, aber eine ältere Hündin, die nicht kastriert ist, bleibt läufig. Gerade dann steigt das Risiko für eine Gebärmuttervereiterung.

Wann muss ich mit meiner Hündin wegen der Läufigkeit zum Tierarzt?

Geh sofort in die Tierarztpraxis, wenn deine Hündin in den Wochen nach der Läufigkeit eitrigen oder übel riechenden Ausfluss hat, auffällig viel trinkt, Fieber hat, erbricht, nicht frisst oder matt wirkt. Lass sie zeitnah untersuchen, wenn die Läufigkeit sechs Wochen oder länger anhält oder wenn ein Rüde sie ungewollt gedeckt hat. War sie mit zwei Jahren noch nie läufig, sprich es bei der nächsten Untersuchung an.