Kostenloser Futterplan · mit Gewichtskurve

Welpen füttern: wie oft und wie viel, dein Futterplan mit Gewichtskurve

Ein Welpe frisst bis etwa 12 Wochen viermal am Tag, danach dreimal und ab einem halben Jahr zweimal. Wie viel, hängt von seinem Gewicht heute und seinem Endgewicht ab. Der Plan rechnet daraus einen Startwert und sagt dir, wann der Wechsel auf Erwachsenenfutter passt.

Brauner Welpe frisst aus einem Metallnapf

Wie alt ist dein Welpe?

In Wochen. Zwei Monate sind etwa 9 Wochen, ein halbes Jahr etwa 26.

Wochen
  • Wenige Minutenmeist ein Klick pro Antwort
  • 0 Euroerster Teil sofort, der Rest per Freischaltung
  • GewichtskurveGewicht und Tagesmenge für die nächsten Wochen
  • Offene Regelnjede Regel mit Herkunft nachlesbar

So geht es

So funktioniert dein Plan

  • Kurze Fragen

    Alter, Gewicht, erwartetes Endgewicht, euer Futter, Leckerli und wie dein Welpe frisst. Nur das Gewicht tippst du ein, sonst reicht ein Klick.

  • Rechnung nach FEDIAF

    Der Startwert kommt aus der Formel der FEDIAF für Welpen, das Endgewicht aus ihren Wachstumskurven. Bis 11 Wochen gibt es vier Mahlzeiten, ab 12 Wochen drei, ab 26 Wochen zwei. Alle Regeln stehen weiter unten.

  • Tierarztpraxis zuerst, wenn nötig

    Bei Durchfall, Erbrechen, Fressverweigerung oder Gewichtsverlust steht der Hinweis ganz oben, vor allen Mengen.

  • Neue Menge per E-Mail

    Mahlzeiten und Startwert siehst du sofort. Mit Vorname und E-Mail-Adresse schaltest du den vollständigen Plan frei, dazu kommen ein Wiegezettel und eine Nachricht, sobald sich Mahlzeiten oder Tagesmenge ändern. Jederzeit abbestellbar.

Beispiel

So sieht dein Plan aus

Beispiel: Lotta, eine Hündin mit 14 Wochen und 8,5 kg, wird ausgewachsen 15 bis 27,5 kg schwer und bekommt Trockenfutter. Gerechnet mit denselben Regeln wie dein Plan.

Der Futterplan für Lotta: 3 Mahlzeiten am Tag

Mahlzeiten und Tagesmenge

Mit 14 Wochen bekommt Lotta 3 Mahlzeiten am Tag. Startwert für den Tag: etwa 970 kcal, das sind bei eurem Trockenfutter etwa 240 bis 275 g. Fang mit diesem Wert an und prüf jede Woche Gewicht und Figur.

  • Steht auf der Packung eine Fütterungstabelle, vergleich sie mit diesem Wert. Beides sind Startwerte, entscheidend ist, wie sich Gewicht und Figur entwickeln.
  • Frisches Wasser steht jederzeit bereit, nicht nur zu den Mahlzeiten.
Die Uhrzeiten kannst du an euren Tag anpassen, wichtig sind gleichmäßige Abstände. Leckerli gehen vom Tagesrahmen ab, höchstens etwa 95 kcal.
MahlzeitUhrzeitMenge
1. Mahlzeit07:0080 bis 90 g
2. Mahlzeit12:3080 bis 90 g
3. Mahlzeit18:0080 bis 90 g

Per E-Mail bekommst du zusätzlich:

  • Einen Wiegezettel zum Ausdrucken mit der Gewichtskurve bis zum ersten Geburtstag
  • Eine Nachricht, sobald sich die Zahl der Mahlzeiten ändert, mit der neuen Tagesmenge
  • Eine Erinnerung, wenn der Wechsel auf Erwachsenenfutter ansteht

Was bei euch auffällt

  • Bisher gibt es vier Mahlzeiten. Mit 14 Wochen reichen drei. Die Tagesmenge bleibt gleich, nur die Portionen werden größer.
  • Beim Training gibt es viele Leckerli. Das ist gut für das Lernen, aber schnell mehr als 95 kcal. Nimm einen Teil der Mahlzeit als Belohnung und zieh ihn vom Napf ab.
  • Kauartikel aus Rinderhaut haben viel Energie, ein handtellergroßes Stück etwa 100 kcal. Bei Lotta ist das schon mehr als der ganze Leckerli-Rahmen. Große Stücke können außerdem im Magen liegen bleiben, gib sie nur unter Aufsicht.
  • Lotta schlingt. Teil die Mahlzeit auf ein Futterspielzeug oder eine Schnüffelmatte auf, dann frisst sie langsamer und hat etwas zu tun.
Zwei Welpen fressen gemeinsam aus einem Napf

Bei Lotta ergibt das 3 Mahlzeiten mit zusammen etwa 970 kcal. Darunter stehen bei ihr noch 4 weitere Abschnitte: die Gewichtskurve mit Datum, wann sich die Fütterung ändert, Leckerli und Kauartikel und wie du die Menge anpasst.

Eigenen Plan berechnen

Wie oft am Tag muss ein Welpe fressen?

Bis etwa 12 Wochen viermal, danach dreimal und ab einem halben Jahr zweimal am Tag. So steht es in der Fütterungstabelle des MSD Veterinary Manual, eines tierärztlichen Nachschlagewerks: vier Mahlzeiten mit 6 bis 12 Wochen, drei mit 3 bis 6 Monaten und zwei mit 6 bis 12 Monaten. Erwachsene Hunde kommen mit ein oder zwei Mahlzeiten aus.

Die Regel im Plan. Mit dem Alter ändert sich die Zahl der Mahlzeiten, die Tagesmenge wird nur anders verteilt.
AlterMahlzeiten am Tag
8 bis 11 Wochen4 Mahlzeiten
12 bis 25 Wochen3 Mahlzeiten
ab 26 Wochen2 Mahlzeiten

Welpen haben einen kleinen Magen und brauchen für das Wachstum viel Energie. Mehrere kleine Portionen sind deshalb leichter zu verdauen als eine große. Fest steht die Zahl trotzdem nicht: Annette Liesegang vom Institut für Tierernährung der Universität Zürich hält für die meisten Junghunde zwei Mahlzeiten mit fester Zeitbegrenzung für ausreichend, Zwergrassen bis etwa sechs Monate bis zu drei. Wichtiger als die genaue Zahl sind feste Zeiten und eine Menge, die zum Wachstum passt.

Ein Welpe darf in Deutschland erst mit über acht Wochen von der Mutter getrennt werden, so die Tierschutz-Hundeverordnung. Deshalb beginnt der Plan bei 8 Wochen. Frisches Wasser muss nach derselben Verordnung jederzeit bereitstehen, nicht nur zu den Mahlzeiten.

Wie viel Futter braucht ein Welpe am Tag?

Das hängt vor allem von zwei Zahlen ab: wie viel dein Welpe heute wiegt und wie schwer er ausgewachsen wird. Je näher er seinem Endgewicht kommt, desto weniger Energie braucht er pro Kilogramm. Ein Welpe mit 14 Wochen und 8,5 kg, der ausgewachsen etwa 19 kg wiegen wird, braucht nach der Formel der FEDIAF etwa 970 kcal am Tag. Bei einem Trockenfutter mit 350 bis 399 kcal je 100 g sind das 240 bis 275 g.

Die meisten Ratgeber verweisen auf die Packung oder nennen einen Anteil am Körpergewicht. Der Plan auf dieser Seite ist ein Futterrechner mit Wachstumskurve: Er schätzt aus Alter, Gewicht und Größenklasse das Endgewicht, rechnet daraus einen Startwert in kcal und teilt ihn auf die Mahlzeiten auf. Kennst du den Energiegehalt deines Futters, stehen dort auch Gramm.

Die Formel stammt aus einer Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München (Klein und Kollegen, 2019). Das Team hat die Futteraufnahme von 493 Welpen aus Privathaltung ausgewertet. Die Welpen fraßen deutlich weniger, als die ältere Empfehlung des US-amerikanischen National Research Council vorsah: mit 8 bis 17 Wochen 78 Prozent, mit 17 bis 26 Wochen 83 Prozent davon. Die FEDIAF, der europäische Verband der Heimtiernahrungsindustrie, hat die Formel in ihre Leitlinien übernommen.

Jede Formel liefert nur einen Mittelwert. Die FEDIAF schreibt selbst, dass der Energiebedarf einzelner Hunde stark schwankt und Halter die Menge anpassen müssen, wenn der Hund zu- oder abnimmt. Der Startwert ist deshalb genau das: ein Start. Ob er passt, zeigen dir Waage und Rippen.

Und die Angabe auf der Packung?

Die Fütterungstabelle auf der Packung gilt für genau dieses Futter und ist ebenfalls ein Startwert. Steht dort eine Menge für Alter und Endgewicht, vergleich sie mit dem Plan. Liegen beide nah beieinander, nimm die Packungsangabe. Liegen sie weit auseinander, prüf, ob du Alter und Endgewicht richtig abgelesen hast, und frag im Zweifel in der Tierarztpraxis.

Was ist Welpenfutter, und warum braucht ein Welpe es?

Welpenfutter ist ein Alleinfutter, das für das Wachstum gedacht ist. Die FEDIAF legt dafür eigene Mindest- und Höchstwerte für Nährstoffe fest, getrennt für das frühe Wachstum unter 14 Wochen und das spätere ab 14 Wochen. Auf der Packung steht dann, dass es sich für Welpen oder für das Wachstum eignet.

Am wichtigsten ist das Kalzium. Zu viel davon schadet laut FEDIAF der Entwicklung der Knochen bei großen Rassen, vor allem im frühen Wachstum. Deshalb gibt es für Welpenfutter großer Rassen eine strenge Obergrenze. Die Universität Zürich warnt aus demselben Grund vor Mineralpulver: Ein gutes Welpenfutter enthält genug Kalzium und Phosphor, zusätzliche Gaben nützen nichts, sondern schaden.

Bei großen Rassen spielt auch die Energie eine Rolle. Zu viel Futter macht große Welpen nicht unbedingt dick, aber es beschleunigt das Wachstum. Das kann Fehlentwicklungen an Hüfte, Ellenbogen und Gelenkknorpel begünstigen, schreibt die Universität Zürich. Die FEDIAF folgert daraus: Welpen sollten nie nach Belieben fressen. „Etwas zu wenig Futter ist besser als etwas zu viel“, heißt es bei Liesegang.

So rechnet der Plan: die Regeln im Überblick

Der Plan rechnet mit festen Regeln, nicht mit einer KI. Nach dem Energiegehalt des Futters fragt er nur, wenn du Trocken- oder Nassfutter gibst. Wo eine Regel sich auf eine Quelle stützt, steht sie dabei. Wo wir selbst entschieden haben, steht das auch.

RegelWert im PlanHerkunft
Startwert für den Tag(254,1 minus 135 mal heutiges Gewicht geteilt durch Endgewicht) mal heutiges Gewicht hoch 0,75, in kcalFEDIAF Nutritional Guidelines 2025, Tabelle VII-8b, für Welpen von 8 Wochen bis 1 Jahr, nach Klein und Kollegen (2019), LMU München
Endgewichtaus Größenklasse und Wachstumskurve, begrenzt auf die Klasse. Bei „Weiß ich nicht“ die Klasse, deren Kurve zum heutigen Gewicht passtKurven: FEDIAF, Tabelle VII-8a. Die Schätzung ohne Angabe ist unsere eigene Umsetzung
Äußere Grenzen der Klassen1 kg und 90 kgFEDIAF nennt als Spanne der Endgewichte etwa 1 kg (Chihuahua) bis 90 kg oder mehr (Bernhardiner)
Mahlzeiten am Tagvier bis einschließlich 11 Wochen, drei ab 12 Wochen, zwei ab 26 WochenMSD Veterinary Manual: 4 mit 6 bis 12 Wochen, 3 mit 3 bis 6 Monaten, 2 mit 6 bis 12 Monaten. Den Wechsel auf 3 legt der Plan auf die 12. Woche, wie im Stubenrein-Plan
Gramm am TagStartwert geteilt durch kcal je 100 g, mal 100, auf 5 g gerundetRechnung. Für die offenen Antworten rechnet der Plan mit 300 bzw. 500 kcal (Trockenfutter) und 60 bzw. 160 kcal (Nassfutter) als äußerem Wert, das ist eine eigene Annahme
Leckerli und Kauartikelhöchstens 10 Prozent vom StartwertErnährungsteam der Tierklinik der Tufts University (2016)
Zunahme2 bis 4 g pro Tag je kg Endgewicht, in den ersten fünf MonatenAnnette Liesegang, Institut für Tierernährung der Universität Zürich (1999)
Napf wegnehmennach 20 bis 30 MinutenLiesegang, Universität Zürich (1999)
Erwachsenenfutterfrühestens mit 12 Monaten, bei einem Endgewicht über 47,5 kg mit 18 MonatenTufts University (2016): nicht vor 12 Monaten, bei Riesenrassen kann das Wachstum bis 18 Monate dauern
Menge anpassenetwa 10 Prozent weniger, wenn die Rippen kaum zu fühlen sindeigene Faustregel ohne Quelle
Sofort zur Tierarztpraxisbei Erbrechen oder Durchfall öfter als ein- oder zweimal, wenn der Welpe nicht frisst oder trinkt, schlapp ist, Blut dabei ist oder er Gewicht verliertTexas A&M University (2022). Gewichtsverlust ist eine eigene Ergänzung

Die Regeln stehen so im Programmcode des Plans. Eine fachliche Prüfung durch eine Tierärztin steht noch aus.

Wie lange braucht ein Welpe Welpenfutter?

Mindestens bis zum Alter von 12 Monaten, bei sehr großen Rassen bis etwa 18 Monate. Das Ernährungsteam der Tierklinik der Tufts University rät, keinen Welpen vor dem ersten Geburtstag auf Erwachsenenfutter umzustellen. Kleinere Hunde und auch die meisten großen wie der Labrador können mit 12 Monaten wechseln. Bei Riesenrassen wie Deutscher Dogge oder Mastiff kann das Wachstum bis 18 Monate dauern.

Andere Quellen setzen die Grenzen ähnlich. Nach dem MSD Veterinary Manual sind die meisten Hunde mit 9 bis 12 Monaten erwachsen, große und sehr große Rassen brauchen fast zwei Jahre. Die Universität Zürich schreibt, dass die meisten Hunde mit etwa einem Jahr fast ihr Endgewicht haben, Deutsche Doggen aber erst mit etwa zwei Jahren.

Der Plan nennt dir deshalb einen Monat, ab dem der Wechsel frühestens passt. Wechseln musst du dann nicht sofort. Wenn du wechselst, misch das neue Futter über etwa eine Woche unter das alte, so wie im Ratgeber Futterumstellung beschrieben. Erwachsenenfutter hat oft weniger Energie je 100 g, die Grammzahl ändert sich also.

Wie schnell sollte ein Welpe zunehmen?

In den ersten fünf Monaten etwa 2 bis 4 g pro Tag für jedes Kilogramm, das er später wiegen wird. Diese Faustregel nennt Annette Liesegang von der Universität Zürich. Wird ein Hund 15 kg schwer, sind das 30 bis 60 g am Tag, also etwa 210 bis 420 g pro Woche.

Wie weit ein Welpe in welchem Alter sein sollte, zeigen die Wachstumskurven der FEDIAF. Sie gelten vom Absetzen mit 8 Wochen bis zum ersten Geburtstag und hängen vom Endgewicht ab. Kleine Hunde wachsen schneller aus, große langsamer.

Anteil am Endgewicht laut Wachstumskurve der FEDIAF, gerundet. Mit diesen Kurven schätzt der Plan das Endgewicht und die Gewichte der nächsten Wochen.
Endgewicht12 Wochen17 Wochen26 Wochen52 Wochen
bis 7 kg48 %61 %77 %100 %
7 bis 15 kg43 %56 %72 %97 %
15 bis 27,5 kg38 %52 %69 %97 %
27,5 bis 47,5 kg36 %49 %64 %90 %
über 47,5 kg29 %41 %57 %82 %

Die Kurven sind Mittelwerte. Ein einzelner Welpe liegt mal darüber, mal darunter. Entscheidend ist, dass das Gewicht gleichmäßig steigt. Bleibt es zwei Wochen lang fast gleich, oder steigt es plötzlich sprunghaft, ist das ein Grund, genauer hinzuschauen.

Woran erkenne ich, ob mein Welpe die richtige Menge bekommt?

An zwei Dingen: Das Gewicht steigt gleichmäßig, und die Rippen sind gut zu fühlen, aber nicht zu sehen. Die Weltvereinigung der Kleintierärzte (WSAVA) beschreibt die ideale Figur so: Die Rippen lassen sich unter einer dünnen Fettschicht ertasten, von oben ist hinter den Rippen eine Taille zu sehen, von der Seite ist der Bauch hochgezogen.

  • Wiegen: einmal pro Woche, am selben Tag zur selben Uhrzeit. Kleine Welpen auf der Küchenwaage, größere mit dir zusammen auf der Personenwaage, dein Gewicht ziehst du ab.
  • Rippen fühlen: mit flacher Hand über den Brustkorb streichen. Sind die Rippen kaum zu spüren, ist es zu viel. Sind sie von Weitem zu sehen, ist es eher zu wenig.
  • Anpassen: Sind die Rippen kaum zu fühlen, gibt der Plan etwa 10 Prozent weniger. Das ist eine eigene Faustregel. Sind sie zu sehen, sprich mit der Tierarztpraxis, bevor du deutlich mehr fütterst. Würmer oder eine Erkrankung können dahinterstecken.
  • Napf wegnehmen: Was nach 20 bis 30 Minuten übrig ist, kommt weg, so empfiehlt es die Universität Zürich. Ein Napf, der den ganzen Tag voll steht, macht jede Rechnung wertlos.

Lässt dein Welpe regelmäßig etwas übrig, ist die Portion vielleicht zu groß. Schlingt er hastig, ist er nicht zwingend hungrig. Ein Futterspielzeug oder eine Schnüffelmatte bremst ihn und beschäftigt ihn nebenbei.

Wie viele Leckerli darf ein Welpe am Tag bekommen?

Höchstens so viele, dass sie 10 Prozent der Tagesenergie ausmachen. Diese Grenze nennt das Ernährungsteam der Tierklinik der Tufts University. Bei einem Startwert von 970 kcal sind das etwa 95 kcal für Leckerli und Kauartikel zusammen.

Das ist schneller erreicht, als man denkt. Ein handtellergroßes Stück Kauartikel aus Rinderhaut hat laut Tufts etwa 100 kcal, manche Kauknochen deutlich mehr. Getrocknete Kauartikel wie Ochsenziemer enthalten oft mehr Energie, als Halter vermuten. Große Stücke können außerdem im Magen liegen bleiben. Gib Kauartikel deshalb nur, wenn du dabei bist.

Gerade in den ersten Monaten übst du viel mit deinem Welpen. Nimm dafür einen Teil der Mahlzeit und gib ihn als Belohnung. Dann bekommt dein Welpe nicht mehr, als im Plan steht, und lernt trotzdem. Auch ein Kauspielzeug kannst du mit einem Teil der Mahlzeit füllen.

Trockenfutter, Nassfutter oder selbst gekocht: was ändert sich?

Die Energie am Tag bleibt gleich, die Grammzahl ändert sich stark. Nassfutter besteht zum großen Teil aus Wasser und liefert je 100 g viel weniger Energie als Trockenfutter. Deshalb fragt der Plan nach dem Energiegehalt deines Futters und rechnet erst dann in Gramm.

Den Energiegehalt findest du auf der Packung, oft als „Energie“ oder „umsetzbare Energie“ in kcal oder MJ je 100 g oder je kg. Ein MJ sind rund 239 kcal. Steht nichts dabei, frag beim Hersteller nach. Die Tierklinik der Tufts University rät sogar, bei Leckerli auf Anbieter zu verzichten, die den Energiegehalt nicht nennen können.

Bei selbst gekochtem Futter und BARF reicht eine Energiezahl nicht. Bei Welpen müssen Kalzium, Phosphor und Vitamin D genau stimmen, sonst leidet das Wachstum der Knochen. Lass die Ration von einer Tierärztin mit Schwerpunkt Ernährung berechnen und im Wachstum anpassen. Mehr dazu steht im Ratgeber Barfen für Anfänger.

Welpe frisst nicht oder hat Durchfall: wann zur Tierarztpraxis?

Erbricht ein Welpe oder hat er Durchfall, und das öfter als ein- oder zweimal, frisst oder trinkt er nicht, wirkt er schlapp, ist Blut dabei oder verliert er Gewicht, ruf noch am selben Tag in der Tierarztpraxis an. Welpen trocknen sehr schnell aus, schreibt die Tierärztliche Fakultät der Texas A&M University. Ist dein Welpe noch nicht vollständig geimpft, ist Eile besonders wichtig, weil Parvovirose bei Welpen ohne Behandlung innerhalb von 24 Stunden zum Tod führen kann.

Der Plan gibt dir diesen Hinweis ganz oben, wenn du angibst, dass dein Welpe öfter Durchfall hat, kaum frisst oder abgenommen hat. Am Futter änderst du bis zum Termin nichts. Ein paar Tage etwas weicherer Kot nach einem Futterwechsel kommen dagegen häufig vor. Dann bleibst du bei der letzten Stufe der Umstellung und hältst Leckerli knapp.

Quellen

Plan, Tierarztpraxis oder Online-Kurs: was passt zu dir?

Für einen gesunden Welpen mit Fertigfutter reichen ein Startwert, die Waage und ein Blick auf die Rippen meist aus. Kochst du selbst, barfst du oder stimmt etwas mit Gewicht oder Verdauung nicht, ist die Tierarztpraxis der bessere Weg.

Preise unterscheiden sich stark nach Praxis und Anbieter. Wir nennen deshalb keine Durchschnittswerte.
Plan auf dieser SeiteErnährungsberatung in der TierarztpraxisOnline-Kurs
Kostenkostenlosje nach Praxisje nach Anbieter, als Einzelkurs oder im Abo
Zeitaufwandein paar Minuten, meist ein Klick pro AntwortTermin, oft mit Fragebogen vorabfrei einteilbar
Was du bekommstMahlzeiten mit Uhrzeit, Startwert in kcal oder Gramm, Gewichtskurve, Datum für das Erwachsenenfuttereine berechnete Ration, auch für selbst gekochtes Futter und BARFGrundwissen zur Hundeernährung
Schaut jemand auf deinen Welpen?neinjanein
Passt gut, wenndu Fertigfutter gibst und wissen willst, ob die Menge stimmtdu selbst kochst, barfst oder Gewicht und Verdauung Sorgen machendu dich gründlich einlesen willst

Unser Plan kennt deinen Welpen nur aus deinen Antworten und rechnet mit Mittelwerten. Eine Tierärztin sieht und tastet ihn. Den Kurs haben wir noch nicht selbst durchgearbeitet.

Wenn du das Futter wechseln willst, hilft dir der Ratgeber Futterumstellung. Was dein Welpe sonst in den ersten Wochen lernt, zeigt der Welpen-Wochenplan.

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Online-Kurs zur Hundeernährung

Wenn du dich mehr mit Hundeernährung beschäftigen willst. Ob der Kurs eigens auf Welpen eingeht, haben wir nicht geprüft. Eine Rationsberechnung in der Tierarztpraxis ersetzt er nicht.

Themenkurs Ernährung

von Conny Sporrer (hundetraining.me)

Online-Kurs mit Grundwissen zur Hundeernährung. Ersetzt keinen Tierarztbesuch.

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Dein Plan

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Gleiche Fragen, gleiche Regeln. Fang mit dem Alter an, nach ein paar kurzen Fragen hast du Mahlzeiten, Startwert und Gewichtskurve.

Wie alt ist dein Welpe?

In Wochen. Zwei Monate sind etwa 9 Wochen, ein halbes Jahr etwa 26.

Wochen

Fragen und Antworten

Häufige Fragen

Wie oft muss ein Welpe am Tag fressen?

Bis etwa 12 Wochen viermal, danach dreimal und ab einem halben Jahr zweimal am Tag. Das entspricht der Fütterungstabelle des MSD Veterinary Manual. Die Tagesmenge bleibt beim Wechsel gleich, sie wird nur auf weniger Mahlzeiten verteilt.

Wie viel Futter braucht ein Welpe am Tag?

Das hängt vom heutigen Gewicht und vom Endgewicht ab. Der Plan rechnet nach der Formel der FEDIAF einen Startwert in kcal aus und mit dem Energiegehalt deines Futters auch in Gramm. Ob er passt, zeigen Waage und Rippen in den nächsten Wochen.

Wie lange bekommt ein Welpe Welpenfutter?

Mindestens bis zum Alter von 12 Monaten. Bei sehr großen Rassen kann das Wachstum bis 18 Monate dauern, dann bleibst du länger beim Welpenfutter für große Rassen. So rät es das Ernährungsteam der Tufts University.

Ab wann bekommt ein Welpe nur noch zwei Mahlzeiten?

Im Plan ab 26 Wochen, also mit etwa einem halben Jahr. Das MSD Veterinary Manual nennt zwei Mahlzeiten für Hunde von 6 bis 12 Monaten. Manche Fachleute halten zwei Mahlzeiten schon früher für ausreichend, außer bei Zwergrassen.

Darf der Futternapf den ganzen Tag stehen?

Nein. Welpen sollten nie nach Belieben fressen, schreibt die FEDIAF, weil zu viel Energie das Wachstum beschleunigt. Gib feste Mahlzeiten und nimm den Napf nach 20 bis 30 Minuten weg.

Wie viele Leckerli darf ein Welpe bekommen?

Leckerli und Kauartikel zusammen höchstens 10 Prozent der Tagesenergie. Übst du viel, nimm einen Teil der Mahlzeit als Belohnung. Ein handtellergroßes Stück Kauartikel aus Rinderhaut hat schon etwa 100 kcal.

Wie schnell sollte ein Welpe zunehmen?

In den ersten fünf Monaten etwa 2 bis 4 g pro Tag je Kilogramm späteres Gewicht, so eine Faustregel der Universität Zürich. Wichtiger als die genaue Zahl ist, dass das Gewicht gleichmäßig steigt.

Braucht mein Welpe zusätzlich Kalzium oder Mineralpulver?

Nein, nicht bei einem Fertigfutter für Welpen. Es enthält genug Kalzium und Phosphor. Zusätzliche Gaben schaden eher, vor allem bei großen Rassen. Bei selbst gekochtem Futter und BARF lässt du die Ration in der Tierarztpraxis berechnen.

Wann muss ich mit meinem Welpen zur Tierarztpraxis?

Erbricht ein Welpe oder hat er Durchfall, und das öfter als ein- oder zweimal, frisst oder trinkt er nicht, wirkt er schlapp, ist Blut dabei oder verliert er Gewicht, ruf noch am selben Tag in der Tierarztpraxis an.

Stimmt die Fütterungsangabe auf der Packung?

Sie ist ein Startwert für genau dieses Futter, so wie der Wert aus dem Plan. Vergleich beide. Liegen sie weit auseinander, prüf Alter und Endgewicht und richte dich danach, wie sich Gewicht und Figur entwickeln.