Kostenloser Test · mit Rassegruppen

Welcher Hund passt zu mir? Der Test: Rassegruppen mit ehrlicher Begründung

Welcher Hund zu dir passt, hängt vor allem von deiner Zeit, den Stunden allein, deiner Erfahrung und deiner Wohnung ab. Der Test vergleicht deine Antworten mit neun Rassegruppen und zeigt dir die zwei oder drei, die passen, mit Begründung, Beispielrassen und ehrlichem Hinweis, wenn es gerade schwierig ist.

Zwei Hunde, ein Corgi und ein kleiner Mischling, laufen nebeneinander auf einem Weg

Wie wohnst du?

  • Wenige Minutenein Klick pro Antwort
  • 0 Euroerster Teil sofort, der Rest per Freischaltung
  • 9 Rassegruppennach den Gruppen der FCI
  • Offene Regelnjede Regel mit Herkunft nachlesbar

So geht es

So funktioniert der Test

  • Kurze Fragen

    Wohnung, Zeit, Alleinsein, Erfahrung, Kinder, was du vorhast, Wasser, Größe, Freilauf, Sommer oder Winter und Allergie. Jede Antwort ist ein Klick.

  • Abgleich mit dem Zuchtzweck

    Jede Gruppe hat feste Werte für Bewegung, Ersthalter, Freilauf, Aufgaben, Wachsamkeit, Hitze, Kälte und Wasser. Deine Antworten verschieben sie nach oben oder unten. Alle Werte stehen weiter unten.

  • Ehrlich, auch wenn es schwierig ist

    Sprechen wenig Zeit und lange Abwesenheit gegen einen Hund, sagt dir das Ergebnis das offen. Bei Allergie steht der Hinweis ganz oben.

  • Gruppen sofort, mehr per E-Mail

    Die passenden Gruppen mit Links zu ihren Rassen siehst du sofort. Mit Vorname und E-Mail-Adresse schaltest du den vollständigen Plan frei, mit Begründung und einer Liste für die Zeit vor dem Einzug.

Beispiel

So sieht dein Ergebnis aus

Beispiel: erster eigener Hund, Wohnung mit Grün in der Nähe, ein bis zwei Stunden Zeit am Tag, Schulkinder im Haus, Wunsch nach Wanderungen und einem mittelgroßen Hund. Gerechnet mit denselben Regeln wie dein Test.

Am besten passen: Apportier-, Stöber- und Wasserhunde, Gesellschafts- und Begleithunde sowie Deutsche Spitze

Diese Rassegruppen passen am besten

Die Gruppen sagen, wofür die Rassen ursprünglich gezüchtet wurden. Der einzelne Hund kann ruhiger oder lebhafter sein als seine Rasse. Lern ihn vor dem Einzug kennen. Bei jeder Gruppe führt ein Link zu allen ihren Rassen.

GruppeTypischBeispiele in deiner GrößeDarauf achten
Apportier-, Stöber- und Wasserhunde (FCI-Gruppe 8). Alle Rassen dieser Gruppe ansehenGezüchtet, um eng mit dem Jäger zusammenzuarbeiten. Meist menschenbezogen, gut zu motivieren und gern beschäftigt.Englischer Cocker Spaniel und Lagotto RomagnoloSie wollen nicht nur spazieren gehen, sondern etwas tun: suchen, tragen, apportieren. Viele haben trotzdem Jagdinteresse. Frag beim Züchter, wofür die Elterntiere eingesetzt werden, und lern sie kennen, wenn es geht.
Gesellschafts- und Begleithunde (FCI-Gruppe 9). Alle Rassen dieser Gruppe ansehenGezüchtet, um mit Menschen zusammenzuleben. Meist anhänglich und anpassungsfähig, auch in der Stadt.KleinpudelBei manchen Rassen dieser Gruppe gibt es zuchtbedingte Gesundheitsprobleme, etwa Atemnot bei sehr kurzer Nase. Frag nach den Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere. Viele Rassen brauchen regelmäßige Fellpflege.
Deutsche Spitze (FCI-Gruppe 5, Sektion 4). Alle Rassen dieser Gruppe ansehenGezüchtet als Wächter für Haus und Hof. Laut Standard aufmerksam, lebhaft, sehr anhänglich und leicht zu erziehen, ohne Jagdtrieb.Mittelspitz, Großspitz und WolfsspitzSpitze melden viel, und Fremden gegenüber sind sie laut Standard von Natur aus misstrauisch. Gewöhn deinen Spitz früh und freundlich an Besuch und Geräusche im Haus. Beim Zwergspitz frag nach Untersuchungen der Kniescheiben bei den Elterntieren.

Per E-Mail bekommst du zusätzlich:

  • Steckbriefe der Beispielrassen aus deinen Gruppen
  • Fragen, die du einem Züchter oder Tierheim stellen solltest
  • Eine Checkliste für die ersten Tage mit dem neuen Hund

Warum diese Gruppen

  • Deine Zeit pro Tag reicht für das Bewegungsbedürfnis, das die Apportier-, Stöber- und Wasserhunde meist mitbringen.
  • Für einen ersten Hund stehen Gruppen weiter oben, die meist gern mit Menschen zusammenarbeiten und Fehler leichter verzeihen.
Ein Husky und ein heller Hund spielen im Schnee

In diesem Beispiel stehen Apportier-, Stöber- und Wasserhunde, Gesellschafts- und Begleithunde und Deutsche Spitze oben. Darunter folgen 2 weitere Abschnitte: Mischling und Tierheim und was du vor dem Einzug klären solltest.

Eigenen Plan berechnen

Wie finde ich heraus, welcher Hund zu mir passt?

Fang bei deinem Alltag an, nicht bei der Rasse. Am meisten entscheiden diese Punkte: Wie viel Zeit hast du an einem normalen Werktag? Wie lange wäre der Hund allein? Wie viel Erfahrung bringst du mit? Wie wohnst du? Und was willst du mit deinem Hund unternehmen? Erst danach lohnt der Blick auf Rassen.

Der Test auf dieser Seite macht genau das: einen Abgleich deines Alltags mit dem Zuchtzweck der Rassegruppen. Er nennt dir keine einzelne Rasse, sondern zwei bis drei Gruppen, die zu dir passen, mit Begründung und mit dem, worauf du achten solltest. Zu jeder Gruppe führt ein Link auf eine eigene Seite mit ihren Rassen.

Was eine Rasse ausmacht, steht in ihrem Standard. Laut dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) beschreibt dieser Standard den Idealtyp einer Rasse in Aussehen und Verhalten. Die Fédération Cynologique Internationale (FCI), der Weltverband, dem der VDH angehört, erkennt derzeit 353 Rassen an und ordnet sie zehn Gruppen zu.

Warum Gruppen statt Einzelrassen? Innerhalb einer Rasse unterscheiden sich Hunde stark, und viele Hunde, die ein Zuhause suchen, sind Mischlinge. Der ursprüngliche Zweck sagt trotzdem viel: Ein Hund, der jahrhundertelang selbstständig Füchse aus dem Bau treiben sollte, entscheidet auch beim Spaziergang gern selbst. Ein Hund, der Herden lenken sollte, achtet genau auf alles, was sich bewegt.

Welche Rassegruppen gibt es, und wofür wurden sie gezüchtet?

Die FCI unterscheidet zehn Gruppen, vom Hütehund bis zum Windhund. Der Test rechnet mit neun eigenen Gruppen. Laufhunde und Vorstehhunde sind zusammengefasst, weil beide für die Jagd mit der Nase gezüchtet wurden. Die FCI-Gruppe 5 ist dagegen geteilt: Der Deutsche Spitz ist laut Standard leicht zu erziehen und hat keinen Jagdtrieb. Zum Rest der Gruppe gehören Schlittenhunde wie der Husky und Jagdhunde wie der Shiba. Dachshunde, also Dackel, bilden bei der FCI eine eigene Gruppe, kommen im Test aber nicht als eigene Empfehlung vor.

Zweck der Gruppen nach der Übersicht des VDH, gekürzt. Die Beispiele sind eine Auswahl aus dem Test, keine vollständige Liste.
FCI-GruppeUrsprünglicher Zweck laut VDHGruppe im TestBeispiele im Test
1 Hüte- und TreibhundeHüten und Treiben von NutzviehHüte- und TreibhundeShetland Sheepdog, Welsh Corgi Pembroke, Border Collie, Australian Shepherd, Deutscher Schäferhund
2 Pinscher und Schnauzer, Molosser, Sennenhundevielseitige Haus- und Hofhunde, große schwere Hunde, Schweizer BauernhundePinscher, Schnauzer, Molosser und SennenhundeZwergschnauzer, Mittelschnauzer, Boxer, Berner Sennenhund, Neufundländer
3 TerrierFüchse und Dachse aus dem Bau treibenTerrierBorder Terrier, West Highland White Terrier, Jack Russell Terrier, Airedale Terrier
4 DachshundeArbeit unter der Erde, Stöbern, Suche nach verletztem Wildnicht im TestDackel
5 Spitze und Hunde vom UrtypUrrassen, nordische Schlitten-, Jagd- und WachhundeDeutsche Spitze (Sektion 4) und Nordische und asiatische Spitze (übrige Sektionen)Zwergspitz, Kleinspitz, Mittelspitz, Großspitz, Wolfsspitz; Shiba, Siberian Husky, Eurasier, Alaskan Malamute
6 Laufhunde und SchweißhundeWild über lange Strecken verfolgen, verletztes Wild findenLaufhunde und VorstehhundeBeagle, Basset Hound, Magyar Vizsla, Deutsch Kurzhaar
7 Vorstehhundedem Jäger Wild anzeigen, ohne Laut zu gebenzusammen mit Gruppe 6
8 Apportier-, Stöber- und Wasserhundesuchen und bringen, Wild aufstöbern, Arbeit am WasserApportier-, Stöber- und WasserhundeEnglischer Cocker Spaniel, Lagotto Romagnolo, Labrador Retriever, Golden Retriever
9 Gesellschafts- und Begleithundedem Menschen Gesellschaft leisten und ihn begleitenGesellschafts- und BegleithundeMalteser, Havaneser, Bichon Frisé, Zwergpudel, Kleinpudel, Königspudel
10 WindhundeBeute auf Sicht überholenWindhundeItalienisches Windspiel, Whippet, Galgo Español, Greyhound

Die Einteilung ist keine Wertung. Sie hilft dir, die richtige Frage zu stellen: Passt das, wofür dieser Hund gezüchtet wurde, zu meinem Leben? Ein Beagle, der eine Spur in der Nase hat, hört dich vielleicht nicht mehr. Ein Malteser, der den ganzen Tag bei dir sein will, leidet eher, wenn er oft allein ist.

So rechnet der Test: Werte und Regeln im Überblick

Jede Gruppe hat im Test acht grobe Werte: Bewegungsbedarf, Eignung für Ersthalter, wie leicht Freilauf meist gelingt, Freude an Aufgaben, Wachsamkeit sowie Hitze, Kälte und Wasser. Die ersten fünf sind unsere Einschätzung nach dem ursprünglichen Zuchtzweck. Eine Studie, die Rassegruppen so vergleicht, kennen wir nicht. Hitze, Kälte und Wasser stützen sich auf Fell und Verwendungszweck in den FCI-Standards der Beispielrassen und auf eine britische Studie zum Hitzschlag.

Die Werte stehen so im Programmcode des Tests. Der einzelne Hund kann davon deutlich abweichen.
GruppeBewegungFür ErsthalterFreilaufAufgabenWachsamHitzeKälteWasser
Gesellschafts- und Begleithundeweniggutmeist leichtmittelmittelgemischtmitteleinzelne Rassen
Apportier-, Stöber- und Wasserhundemittelgutmittelvielweniggemischtgut geschütztZuchtzweck
Hüte- und Treibhundevieleher für Erfahrenemittelvielmittelgemischtgut geschütztkein Zuchtzweck
Terriermittelmitteloft schwierigmittelvielkeine Besonderheitmittelkein Zuchtzweck
Laufhunde und Vorstehhundevieleher für Erfahreneoft schwierigvielmittelkeine Besonderheitmitteleinzelne Rassen
Windhundemittelmitteloft schwierigwenigweniggemischtfriert leichtkein Zuchtzweck
Deutsche Spitzemittelmittelmeist leichtmittelvielempfindlichgut geschütztkein Zuchtzweck
Nordische und asiatische Spitzemitteleher für Erfahreneoft schwierigwenigmittelempfindlichgut geschütztkein Zuchtzweck
Pinscher, Schnauzer, Molosser und Sennenhundemittelmittelmittelmittelvielgemischtmitteleinzelne Rassen

Deine Antworten verschieben die Gruppen nach oben oder unten. Der Test nutzt dafür feste Regeln und keine KI, gleiche Antworten ergeben immer dasselbe Ergebnis. Wo sich eine Regel auf eine Quelle stützt, steht sie dabei. Wo wir selbst entschieden haben, steht das auch.

RegelWas sie bewirktHerkunft
GrößeGruppen ohne Beispielrasse in deiner Wunschgröße fallen heraus. Klein heißt im Test unter 10 kg, mittel 10 bis 25 kg, groß darüber.Einteilung der Größen: eigene Festlegung ohne Quelle
Zeit gegen BewegungBraucht eine Gruppe mehr Bewegung, als deine Zeit am Tag hergibt, rutscht sie nach unten. Je größer der Abstand, desto weiter.Auslauf richtet sich nach Rasse, Alter und Gesundheit (Tierschutz-Hundeverordnung § 2). Die Stufen je Gruppe sind unsere Einschätzung
ErfahrungOhne eigenen Hund rutschen Gruppen, die eher für Erfahrene sind, deutlich nach unten. Gruppen, die meist gern mit Menschen zusammenarbeiten, steigen.eigene Faustregel ohne Quelle
Was du vorhastGemütlich: Gruppen mit wenig Bewegungsbedarf steigen. Sport: ausdauernde Gruppen steigen. Training und Suchspiele: Gruppen mit viel Freude an Aufgaben steigen.Zuchtzweck der Gruppen laut VDH, Gewichtung eigene Festlegung
FreilaufIst dir Freilauf sehr wichtig, rutschen Gruppen mit starkem Jagdtrieb deutlich nach unten, bei „wäre schön“ ein wenig. Gruppen, bei denen Freilauf meist leicht gelingt, steigen etwas.Laufhunde haben laut VDH einen ausgeprägten Jagdtrieb, Windhunde jagen auf Sicht. Dem Deutschen Spitz fehlt der Jagdtrieb laut FCI-Standard. Gewichtung eigene Festlegung
StadtwohnungSehr wachsame Gruppen und Hütehunde rutschen nach unten.eigene Faustregel ohne Quelle
Sommer oder WinterSommertyp: Gruppen mit sehr dichter Unterwolle, also Deutsche Spitze und nordische Hunde, rutschen nach unten, Gruppen ohne besonderes Risiko bei Hitze steigen leicht. Wintertyp: Windhunde rutschen nach unten, Gruppen mit dichter Unterwolle steigen leicht. Beides: keine Wirkung.Hunde mit sehr dickem Fell sind bei Hitze besonders gefährdet (Landestierschutzbeauftragte Brandenburg 2024). Hunde über 50 kg hatten in einer britischen Studie ein höheres Risiko für einen Hitzschlag (Hall und Kollegen 2020). Kurzhaarige Windhunde brauchen im Winter manchmal einen Mantel (Bundestierärztekammer 2014). Gewichtung eigene Festlegung
WasserBoot oder Board: Gruppen mit Rassen für die Arbeit im Wasser steigen, die Apportier-, Stöber- und Wasserhunde am deutlichsten. Schwimmen: diese Gruppe steigt etwas. Nicht wichtig: keine Wirkung.Labrador Retriever, Lagotto Romagnolo und Neufundländer sind laut FCI-Standard Wasserhunde, der Magyar Vizsla ist im Wasser brauchbar. Gewichtung eigene Festlegung
KinderÄndert die Reihenfolge nicht. Du bekommst dafür eigene Hinweise zu Aufsicht und Rückzugsort.eigene Festlegung
ErgebnisDie zwei Gruppen mit den meisten Punkten, eine dritte nur, wenn sie knapp dahinter liegt. Bei Gleichstand gilt die Reihenfolge der Tabelle oben.eigene Festlegung
Ehrlicher HinweisMehr als sechs Stunden allein und höchstens zwei Stunden Zeit am Tag: Das Ergebnis sagt offen, dass es gerade schwierig ist.Ein Hund braucht mehrmals täglich Umgang mit seiner Betreuungsperson (Tierschutz-Hundeverordnung § 2). Die Grenze von sechs Stunden ist unsere Faustregel
AllergieBei „Ja“ oder „Weiß ich nicht“ steht ein Hinweis ganz oben: keine Rasse ist allergenfrei.Allergieinformationsdienst (Helmholtz Munich)

Eine fachliche Prüfung durch eine Hundetrainerin oder Tierärztin steht noch aus. Den ersten Teil deines Ergebnisses siehst du sofort, den vollständigen Plan schaltest du mit Vorname und E-Mail-Adresse frei.

Wie viel Zeit braucht ein Hund am Tag?

Mehr, als die meisten vorher denken: Spaziergänge, Beschäftigung, Pflege und Training kommen zusammen. Eine feste Stundenzahl für alle Hunde gibt es nicht. Die Tierschutz-Hundeverordnung schreibt vor, dass ein Hund ausreichend Auslauf im Freien bekommt und mehrmals täglich ausreichend lange Umgang mit seiner Betreuungsperson hat. Auslauf und Kontakte richten sich nach Rasse, Alter und Gesundheit.

Für Welpen nennt dieselbe Verordnung eine Zahl: Bis zum Alter von 20 Wochen braucht ein Welpe mindestens vier Stunden am Tag Umgang mit einer Betreuungsperson. Wer einen Welpen holt, plant die ersten Monate also mit Urlaub, Homeoffice oder Hilfe aus der Familie.

Rechne mit einem normalen Werktag, nicht mit dem Wochenende oder dem Urlaub. Hast du an den meisten Tagen weniger als eine Stunde, passen im Test vor allem Gruppen mit wenig Bewegungsbedarf. Hütehunde und Jagdhunde brauchen nicht nur lange Runden, sondern auch Aufgaben für den Kopf, sonst suchen sie sich selbst welche.

Wie lange darf ein Hund allein bleiben?

Ein festes Stundenlimit für erwachsene Hunde steht nicht im Gesetz. Die Tierschutz-Hundeverordnung verlangt aber Umgang mehrmals am Tag, und ein Hund, der allein ist, muss das erst lernen. Der Test zieht eine eigene Grenze: Mehr als sechs Stunden allein an jedem Arbeitstag sind für die meisten Hunde zu lang.

Musst du lange aus dem Haus, kläre vorher, wer mittags mit dem Hund rausgeht: Familie, Nachbarn, ein Hundesitter oder eine Hundetagesstätte. Frag auch, ob du den Hund mit zur Arbeit nehmen darfst. Kommen wenig Zeit und lange Abwesenheit zusammen, sagt dir der Test das offen, statt dir trotzdem eine Rasse vorzuschlagen.

Wie ein Hund Schritt für Schritt lernt, allein zu bleiben, zeigt der Plan Hund alleine lassen.

Welcher Hund passt zu Anfängern, zu Familien und in die Stadtwohnung?

Für Anfänger passen oft Hunde, die gern mit Menschen zusammenarbeiten und Fehler verzeihen. Im Test sind das vor allem die Gesellschafts- und Begleithunde und die Apportier-, Stöber- und Wasserhunde. Woran du einen Hund für Ersthalter erkennst, auch beim Mischling, steht im Ratgeber Anfängerhunde.

Mit Kindern zählt mehr der einzelne Hund als die Rasse: ruhig, freundlich, nicht zu zart und nicht zu stürmisch. Hund und kleine Kinder bleiben nie unbeaufsichtigt zusammen, und der Hund braucht einen Platz, an dem ihn niemand stört. Mehr dazu im Ratgeber Familienhunde.

In der Stadtwohnung sind die Quadratmeter weniger wichtig als Bewegungsbedarf und Wachsamkeit. Ein Hund, der jedes Geräusch im Treppenhaus meldet, macht in einem hellhörigen Haus schnell Ärger. Deshalb stehen sehr wachsame Gruppen im Test bei einer Stadtwohnung weiter unten. Welche Rassen als gelassen gelten, zeigt der Ratgeber Ruhige Hunderassen.

Klein, mittel oder groß: welche Größe passt zu mir?

Die Größe hängt an deinem Alltag: Kannst du den Hund tragen, wenn er verletzt ist? Passt er ins Auto? Kommst du mit ihm an der Leine zurecht, wenn er zieht? Der Test teilt in drei Klassen: klein unter 10 kg, mittel 10 bis 25 kg und groß darüber. Die Grenzen haben wir selbst gesetzt, eine einheitliche Einteilung gibt es nicht.

Die Größe hat auch mit der Lebenserwartung zu tun. In einer britischen Studie mit über 580.000 Hunden (McMillan und Kollegen, 2024) wurden kleine Rassen im Mittel 12,7 Jahre alt, mittelgroße 12,5 und große 11,9 Jahre. Große Hunde kosten außerdem mehr Futter, und Behandlungen in der Tierarztpraxis sind oft teurer.

Rassen mit Gewicht und Größe nach FCI-Standard stehen in den Ratgebern Kleine Hunderassen und Große Hunderassen. Hast du im Test eine dieser Größen gewählt, verlinkt dein Ergebnis die passende Seite.

Gibt es Hunde für Allergiker?

Völlig allergenfreie Hunde gibt es nicht. Das schreibt der Allergieinformationsdienst von Helmholtz Munich. Die Annahme, es gebe allergenarme Rassen, ließ sich in mehreren Studien nicht bestätigen. Wie viel Allergen ein Hund abgibt, schwankt zwischen Rassen, zwischen Rüden und Hündinnen und oft von Tier zu Tier.

Der Rat dort ist schlicht: ausprobieren, und zwar mit genau dem Hund, der einziehen soll. Mach lange Spaziergänge mit ihm und lass ihn, wenn möglich, für kurze Zeit bei dir übernachten. Lass dich außerdem vorher in einer allergologischen Praxis beraten. Im Test steht der Hinweis dazu ganz oben, sobald du „Ja“ oder „Weiß ich nicht“ wählst.

Welche Rassen wenig haaren und was Studien darüber sagen, steht im Ratgeber Hunde, die nicht haaren.

Hund aus dem Tierschutz oder vom Züchter: was passt zu dir?

Beides kann passen. Bei einem erwachsenen Hund aus dem Tierheim vor Ort musst du am wenigsten raten, weil du seinen Charakter schon kennenlernst. Wünschst du dir einen Welpen, dessen Eltern und Herkunft du kennst, ist ein Züchter in einem Zuchtverein der richtige Weg. Bei einem Hund aus dem Auslandstierschutz musst du am meisten selbst prüfen.

Schutzgebühren und Preise unterscheiden sich stark, deshalb nennen wir keine Beträge.
Tierheim vor OrtAuslandstierschutzZüchter im Zuchtverein
Was du über den Hund weißtDie Pflegerinnen und Pfleger kennen ihn aus dem Alltag, du lernst ihn bei mehreren Besuchen kennenje nach Verein wenig, oft nur Fotos, es sei denn, er lebt schon in einer Pflegestelle oder einem Tierheim in DeutschlandEltern, Abstammung und Befunde der Eltern. Wie der Welpe als erwachsener Hund wird, zeigt sich erst mit der Zeit
Alterjedes Alter, je nachdem, welche Hunde gerade ein Zuhause suchenaus einem anderen EU-Land bei der Einreise mindestens 15 WochenWelpe, Abgabe frühestens mit über acht Wochen
KostenSchutzgebühr, die einen Teil der Kosten des Tierheims decktSchutzgebühr, je nach VereinKaufpreis, den der Züchter festlegt
Ablauf und WartezeitFragebogen, Gespräch, mehrere Treffen und Spaziergänge. Sofort mitnehmen geht in den meisten Tierheimen nichtBeratung, Kennenlernen, Besuch bei dir zu Hause und der Transport brauchen ZeitWelpen gibt es nur, wenn gerade ein Wurf da ist oder erwartet wird. Welcher Züchter Welpen hat, weiß der Zuchtverein
Worauf du achtestehrliche Auskunft, auch über Schwächen, schriftlicher VertragErlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz, Tests auf Reisekrankheiten in einem Fachlabor, Rücknahme im VertragBesuch vor Ort mit Mutterhündin, Mitgliedschaft im Zuchtverein, Befunde der Eltern, Kaufvertrag

Wenn du einen Welpen vom Züchter holst

  • Kauf vor Ort und sieh dir die Mutterhündin und den Ort an, an dem die Welpen aufwachsen.
  • Frag nach dem Zuchtverein. In den Vereinen des VDH braucht jeder Zuchthund eine Zuchtzulassung, und ein Zuchtwart nimmt jeden Wurf ab.
  • Lass dir die Befunde der Eltern zeigen, etwa Röntgenbilder der Hüften, wenn die Rasse dafür anfällig ist.
  • Bietet jemand an, den Welpen zu liefern, oder fehlen Fotos der Mutterhündin, ist das ein Warnzeichen für illegalen Handel.

Eine Mitgliedschaft im Verein ist ein gutes Zeichen, aber keine Garantie. Wie du eine seriöse Zucht erkennst und was in den Kaufvertrag gehört, steht im Ratgeber Welpen kaufen.

Wenn du einen Hund aus dem Tierschutz holst

  • Sag erst zu, wenn du den Hund bei mehreren Treffen kennengelernt hast, nicht schon nach Fotos.
  • Übergaben am Flughafen, auf einem Parkplatz oder an einer Raststätte sind ein Warnzeichen.
  • Ein Verein, der Hunde aus dem Ausland vermittelt, braucht eine Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz.
  • Achte auf einen schriftlichen Vertrag, in dem steht, dass der Verein den Hund zurücknimmt, wenn es nicht passt.

Nimm dein Testergebnis mit und erzähl, welche Gruppen bei dir oben stehen. Was du den Verein fragen solltest und welche Papiere ein Hund aus dem Ausland braucht, steht im Ratgeber Hund aus dem Tierschutz.

Und Rassehund oder Mischling? Ein Rassehund aus einer guten Zucht ist in Größe und Wesen etwas besser vorherzusagen. Ein Mischling vereint Eigenschaften mehrerer Gruppen und ist schwerer einzuschätzen, aber nicht schlechter. In der Studie von McMillan und Kollegen lebten Rassehunde im Mittel 12,7 Jahre, Mischlinge 12,0 Jahre. Die Unterschiede zwischen einzelnen Rassen waren deutlich größer.

Was ist Qualzucht, und welche Rassen betrifft sie?

Qualzucht heißt: Es wird so gezüchtet, dass die Nachkommen erblich bedingt Schmerzen, Leiden oder Schäden haben. Das verbietet § 11b des Tierschutzgesetzes. Gemeint sind etwa Körperteile oder Organe, die für den artgemäßen Gebrauch untauglich oder umgestaltet sind, oder eine Haltung, die nur unter Schmerzen möglich ist.

Bei Hunden geht es oft um sehr kurze Nasen. Hunde mit kurzem, rundem Kopf lebten in der Studie von McMillan und Kollegen im Mittel 11,2 Jahre, Hunde mit mittellanger Schnauze 12,8 Jahre. Das heißt nicht, dass jeder Hund einer solchen Rasse krank ist. Es heißt aber: Achte bei der Wahl darauf, dass dein Hund frei atmen kann, und frag nach den Untersuchungen der Elterntiere.

Der Test empfiehlt keine einzelne Rasse. Bei den Gesellschafts- und Begleithunden, zu denen auch Mops und Französische Bulldogge gehören, steht der Hinweis auf Atemnot direkt in der Gruppenkarte.

Was solltest du vor dem Einzug klären?

Vor allem drei Dinge: wer den Hund tagsüber versorgt, ob du ihn halten darfst und was er kostet. Im vollständigen Plan steht eine Liste, die zu deinen Antworten passt. Die wichtigsten Punkte für alle:

  • Mietvertrag. Wohnst du zur Miete, sprich vorher mit deinem Vermieter und lass dir die Erlaubnis schriftlich geben.
  • Sachkunde. Manche Bundesländer verlangen einen Nachweis. In Niedersachsen legen Ersthalter den theoretischen Teil vor dem Einzug ab und den praktischen im ersten Jahr. Wer in den letzten zehn Jahren mindestens zwei Jahre ohne Unterbrechung einen Hund hatte, braucht ihn dort nicht.
  • Haftpflicht. Auch das regelt das Bundesland. In Niedersachsen ist sie für jeden Hund Pflicht, der älter als sechs Monate ist, egal wie groß er ist.
  • Kosten. Neben dem Kaufpreis laufen Futter, Tierarzt, Hundesteuer und Versicherung über das ganze Hundeleben mit. Im Mittel sind das gut zwölf Jahre, oft mehr.
  • Betreuung. Wer kümmert sich, wenn du krank bist oder verreist?

Was beim Einzug sonst noch gebraucht wird, steht im Ratgeber Welpe Erstausstattung. Bist du noch unsicher, ob ein Hund überhaupt in dein Leben passt, hilf in einem Tierheim erst einmal als Gassigeher.

Quellen

Test, Gespräch im Tierheim oder Buch: was hilft dir weiter?

Der Test grenzt ein, welche Gruppen zu deinem Alltag passen. Den einzelnen Hund kennt er nicht. Den lernst du im Tierheim, bei einer Pflegestelle oder bei der Züchterin kennen.

Schutzgebühren und Preise unterscheiden sich stark. Wir nennen deshalb keine Durchschnittswerte.
Test auf dieser SeiteGespräch im Tierheim oder bei der ZuchtBuch zur Hundeerziehung
Kostenkostenloskostenlos, die Schutzgebühr oder der Kaufpreis kommen erst mit dem Hundje nach Buch
Zeitaufwandwenige Minuten, ein Klick pro Antwortein oder mehrere Besucheeinige Abende
Was du bekommstzwei bis drei passende Rassegruppen mit Begründung, Links zu ihren Rasseneinen konkreten Hund mit seinem CharakterWissen über Erziehung und Alltag mit Hund
Kennt jemand den Hund?neinjanein
Passt gut, wenndu noch keine Rasse im Kopf hastdu schon weißt, welche Gruppen infrage kommendu dich vor dem Einzug gründlich vorbereiten willst

Am besten nutzt du alles nacheinander: erst der Test, dann die Seiten zu den Gruppen, die bei dir oben stehen, dann der Besuch bei einem Hund, der dazu passt.

Ist der Hund eingezogen, hilft dir der Welpen-Wochenplan durch die ersten Wochen.

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Buch zur Hundeerziehung

Wenn du dich vor dem Einzug in Ruhe einlesen willst. Den passenden Hund findest du damit nicht, aber du weißt besser, was auf dich zukommt. Wir haben das Buch noch nicht selbst durchgearbeitet.

Buch: Der große Hunde-Guide

von Conny Sporrer (hundetraining.me)

Nachschlagewerk zur Hundeerziehung als Buch.

Das ist ein Partnerlink. Wenn du darüber kaufst, bekommen wir eine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts. Wir haben die Kurse noch nicht selbst durchgearbeitet. Mehr dazu auf der Seite Über uns.

Dein Test

Jetzt herausfinden, welcher Hund zu dir passt

Gleiche Fragen, gleiche Regeln. Fang mit deiner Wohnung an, nach ein paar kurzen Fragen siehst du deine Rassegruppen.

Wie wohnst du?

Fragen und Antworten

Häufige Fragen

Welcher Hund passt zu mir?

Das hängt vor allem von deiner Zeit am Tag, den Stunden, die der Hund allein wäre, deiner Erfahrung und deiner Wohnung ab. Der Test vergleicht deine Antworten mit neun Rassegruppen und zeigt dir die zwei oder drei, die am besten passen, mit Begründung.

Welche Hunderasse passt zu mir?

Der Test nennt bewusst Gruppen statt einer einzelnen Rasse, weil sich Hunde innerhalb einer Rasse stark unterscheiden. Zu jeder Gruppe führt ein Link auf eine Seite mit ihren Rassen. Dort grenzt du weiter ein.

Wie zuverlässig ist ein Hunde-Test?

Er ist eine Orientierung, kein Urteil. Die Gruppenwerte beschreiben, wofür Rassen gezüchtet wurden, und sind unsere Einschätzung. Lern den Hund vor dem Einzug kennen und sprich mit dem Tierheim oder der Zucht offen über deinen Alltag.

Welcher Hund ist für Anfänger geeignet?

Oft Hunde, die gern mit Menschen zusammenarbeiten und Fehler verzeihen, etwa viele Begleithunde und Retriever aus Familienzuchten. Wichtiger ist der einzelne Hund. Ein ruhiger, erwachsener Hund aus dem Tierheim kann für Anfänger leichter sein als ein Welpe.

Welcher Hund passt zu mir, wenn ich berufstätig bin?

Mehr als sechs Stunden allein an jedem Arbeitstag sind für die meisten Hunde zu lang, egal welcher Rasse. Kläre vorher, wer mittags mit dem Hund rausgeht. Ein Welpe braucht bis 20 Wochen laut Tierschutz-Hundeverordnung mindestens vier Stunden Umgang am Tag.

Welcher Hund passt in eine Stadtwohnung?

Entscheidend sind Bewegungsbedarf und Wachsamkeit, nicht die Quadratmeter. Hunde, die jedes Geräusch melden, haben es in hellhörigen Häusern schwer. Kläre außerdem vorher mit deinem Vermieter, ob ein Hund erlaubt ist.

Gibt es Hunde für Allergiker?

Eine völlig allergenfreie Rasse gibt es nicht, schreibt der Allergieinformationsdienst. Die Menge der Allergene schwankt von Hund zu Hund. Lass dich allergologisch beraten und teste, wie du auf genau den Hund reagierst, der einziehen soll.

Ist ein Mischling besser als ein Rassehund?

Weder noch. Ein Rassehund ist in Größe und Wesen etwas besser vorherzusagen, ein Mischling vereint Eigenschaften mehrerer Gruppen. Bei einem erwachsenen Hund aus dem Tierheim kennst du den Charakter schon, das ist oft der größte Vorteil.

Welcher Hund passt zu mir, wenn ich segle oder paddle?

Am ehesten ein Hund, der für die Arbeit im Wasser gezüchtet wurde, etwa Labrador Retriever, Lagotto Romagnolo oder Neufundländer. Laut FCI-Standard ist der Labrador ein ausgezeichneter Wasserhund und der Lagotto ein Wasser-Apportierhund. Nicht jeder Hund mag Wasser, auch nicht jeder Labrador. Gewöhn ihn in kleinen Schritten an Boot oder Board.

Was kostet der Test?

Nichts. Den ersten Teil mit deinen Rassegruppen siehst du sofort. Den vollständigen Plan schaltest du mit Vorname und E-Mail-Adresse frei.