Jagdhunderassen: welche es gibt und ob sie als Familienhund taugen
Jagdhunderassen stehen bei der FCI vor allem in drei Gruppen: Laufhunde und Schweißhunde (Gruppe 6, 70 Rassen), Vorstehhunde (Gruppe 7, 36 Rassen) sowie Apportier-, Stöber- und Wasserhunde (Gruppe 8, 22 Rassen). Bekannt sind Beagle, Weimaraner, Deutsch Kurzhaar, Vizsla und die Retriever. Als Familienhund taugen viele, wenn ihr Jagdtrieb und ihr Bewegungsbedarf im Alltag Platz haben.
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Welche Jagdhunderassen gibt es?
Die meisten Jagdhunderassen gehören zu drei Gruppen der Fédération Cynologique Internationale (FCI), des internationalen Dachverbands, dem auch der deutsche VDH angehört. Zusammen stehen dort 128 Rassen (Stand 13.10.2026). Die Gruppen sind nach der Arbeit geordnet, für die die Rassen gezüchtet wurden.
Was ist ein Jagdhund? Eine eigene FCI-Gruppe „Jagdhunde“ gibt es nicht. Gemeint sind meist Rassen, die gezüchtet wurden, um Jägern zu helfen: Wild aufspüren, verfolgen, anzeigen, aufscheuchen, verletztes Wild nachsuchen oder erlegtes Wild bringen. Die Standards beschreiben viele davon ausdrücklich als „vielseitig einsetzbaren Jagdgebrauchshund“, etwa beim Deutsch Kurzhaar und beim Kleinen Münsterländer.
| FCI-Gruppe | Sektionen | Ursprüngliche Aufgabe | Rassen | Beispiele |
|---|---|---|---|---|
| 6: Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen | Laufhunde, Schweißhunde, verwandte Rassen | Wild mit der Nase verfolgen, verletztes Wild nachsuchen | 70 | Beagle, Basset Hound, Bluthund, Hannoverscher Schweißhund, Dalmatiner |
| 7: Vorstehhunde | kontinentale sowie britische und irische Vorstehhunde | Wild suchen und durch Stehenbleiben anzeigen | 36 | Deutsch Kurzhaar, Weimaraner, Vizsla, Münsterländer, Setter, Pointer |
| 8: Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde | Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde | Wild aufscheuchen und erlegtes Wild bringen, auch aus dem Wasser | 22 | Labrador und Golden Retriever, Cocker Spaniel, Deutscher Wachtelhund |
Jagdlich gezüchtet sind auch Rassen anderer Gruppen: Dackel (Gruppe 4) und viele Terrier (Gruppe 3) arbeiten unter der Erde, Windhunde (Gruppe 10) jagen auf Sicht. Mehr dazu steht in den Ratgebern Terrier-Rassen und Windhunde. Zwei Überraschungen in Gruppe 6: Dalmatiner und Rhodesian Ridgeback zählen dort zu den „verwandten Rassen“.
Welche Jagdhunde sind bekannt und wie groß werden sie?
Die kleinsten bekannten Jagdhunde, Beagle und Basset Hound, messen ab 33 Zentimeter Schulterhöhe. Große Rüden von Weimaraner, Pointer und Rhodesian Ridgeback kommen auf 69 bis 70 Zentimeter. Die Tabellen zeigen die Angaben aus dem jeweils gültigen FCI-Standard. Viele Standards nennen nur die Schulterhöhe. Wo ein Gewicht fehlt, schätzen wir keins.
Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen (FCI-Gruppe 6)
| Rasse | Größe und Gewicht laut Standard | Aufgabe und Wesen laut Standard |
|---|---|---|
| Beagle | 33 bis 40 cm | jagt vor allem Hasen auf der Spur; fröhlich, kühn, sehr aktiv und ausdauernd |
| Basset Hound | 33 bis 38 cm | jagt mit der Nase in der Meute, tiefe Stimme; gelassen, anhänglich, nie aggressiv |
| Kleiner Basset Griffon Vendéen | 34 bis 38 cm | „ein Teufel im Gelände, ein Engel zu Hause“; voller Jagdpassion, gehorsam, aber eigensinnig |
| Bluthund | Rüden ideal 68 cm und etwa 46 bis 54 kg, Hündinnen ideal 62 cm und etwa 40 bis 48 kg | Fährtenhund, laut Standard auch Familienhund; sanftmütig, ruhig, eher zurückhaltend und eigensinnig |
| Hannoverscher Schweißhund | Rüden 50 bis 55 cm und 30 bis 40 kg, Hündinnen 48 bis 53 cm und 25 bis 35 kg | Nachsuche auf verletztes Hochwild; ruhig, sicher, zurückhaltend gegenüber Fremden |
| Bayerischer Gebirgsschweißhund | Rüden 47 bis 52 cm und 20 bis 30 kg, Hündinnen 44 bis 48 cm und 17 bis 25 kg | Nachsuche auf Schalenwild; ruhig, ausgeglichen, anhänglich, zurückhaltend gegenüber Fremden |
| Dalmatiner | Rüden 56 bis 62 cm, Hündinnen 54 bis 60 cm | Jagd-, Gesellschafts- und Familienhund; freundlich, frei von Nervosität, selbständig, leicht zu erziehen |
| Rhodesian Ridgeback | Rüden 63 bis 69 cm und 36,5 kg, Hündinnen 61 bis 66 cm und 32 kg | geschätzt als Wachhund und Familienmitglied; würdevoll, Fremden gegenüber zurückhaltend |
Vorstehhunde (FCI-Gruppe 7)
| Rasse | Größe und Gewicht laut Standard | Aufgabe und Wesen laut Standard |
|---|---|---|
| Deutsch Kurzhaar | Rüden 62 bis 66 cm, Hündinnen 58 bis 63 cm | vielseitiger Jagdgebrauchshund; ausgeglichen, zuverlässig, gezügeltes Temperament |
| Deutsch Drahthaar | Rüden 61 bis 68 cm, Hündinnen 57 bis 64 cm | Arbeit in Feld, Wald und Wasser; fest, beherrscht, ausgeglichen |
| Weimaraner | Rüden 59 bis 70 cm und etwa 30 bis 40 kg, Hündinnen 57 bis 65 cm und etwa 25 bis 35 kg | vielseitiger Jagdhund; leichtführig, wesensfest, passioniert, nicht übermäßig temperamentvoll |
| Magyar Vizsla, kurzhaarig | Rüden 58 bis 64 cm, Hündinnen 54 bis 60 cm | Jagd in Feld, Wald und Wasser; lebhaft, freundlich, leicht erziehbar, verträgt keine grobe Behandlung |
| Kleiner Münsterländer | Rüden 54 cm, Hündinnen 52 cm, jeweils 2 cm mehr oder weniger | vielseitiger Jagdgebrauchshund; ausgeglichen, lernfähig, laut Standard familientauglich |
| Großer Münsterländer | Rüden 60 bis 65 cm, Hündinnen 58 bis 63 cm, um 30 kg | vielseitiger Jagdhund; führig, gelehrig, lebhaft ohne Nervosität |
| Bretonischer Spaniel (Epagneul Breton) | ideal 49 bis 50 cm bei Rüden, 48 bis 49 cm bei Hündinnen | Vorstehhund; ausgeglichen, umgänglich, passt sich allen Lebensbedingungen an |
| Irish Red Setter | Rüden 58 bis 67 cm, Hündinnen 55 bis 62 cm | laut Standard Jagd- und Familienhund; voller Tatendrang, liebevoll und ergeben |
| English Setter | Rüden 65 bis 68 cm, Hündinnen 61 bis 65 cm | Vorstehhund; sehr aktiv, mit ausgeprägtem Jagdsinn, äußerst freundlich |
| English Pointer | Rüden 63 bis 69 cm, Hündinnen 61 bis 66 cm | Vorstehhund; aufmerksam, ausdauernd, freundlich und ausgeglichen |
Apportierhunde, Stöberhunde und Wasserhunde (FCI-Gruppe 8)
| Rasse | Größe und Gewicht laut Standard | Aufgabe und Wesen laut Standard |
|---|---|---|
| Labrador Retriever | ideal 56 bis 57 cm bei Rüden, 54 bis 56 cm bei Hündinnen | Apportierhund, liebt Wasser; gutmütig, anpassungsfähig, will gefallen |
| Golden Retriever | Rüden 56 bis 61 cm, Hündinnen 51 bis 56 cm | Apportierhund; gelehrig, intelligent, freundlich und selbstsicher |
| Flat Coated Retriever | Rüden 59 bis 61,5 cm und 27 bis 36 kg, Hündinnen 56,5 bis 59 cm und 25 bis 32 kg | Apportierhund; freundlich, optimistisch, selbstsicher |
| Nova Scotia Duck Tolling Retriever | Rüden 48 bis 51 cm und 20 bis 23 kg, Hündinnen 45 bis 48 cm und 17 bis 20 kg | lockt Enten an und apportiert; sehr intelligent, gelehrig, ausdauernd |
| Englischer Cocker Spaniel | Rüden 39 bis 41 cm, Hündinnen 38 bis 39 cm, etwa 13 bis 14,5 kg | Stöberhund; fröhlich, sanft und anhänglich, voller Leben |
| English Springer Spaniel | etwa 51 cm | Stöber- und Apportierhund; freundlich, fröhlich, gelehrig |
| Deutscher Wachtelhund | Rüden 48 bis 54 cm, Hündinnen 45 bis 52 cm, etwa 18 bis 25 kg | Stöberhund; jagdlich sehr passioniert, freundlich, gelehrig |
| Lagotto Romagnolo | Rüden 43 bis 48 cm und 13 bis 16 kg, Hündinnen 41 bis 46 cm und 11 bis 14 kg | Trüffelsuchhund mit sehr guter Nase |
Die Angaben beschreiben das Zuchtziel, nicht jeden einzelnen Hund. Innerhalb einer Rasse gibt es oft Linien aus jagdlicher Zucht und Linien, die vor allem für Ausstellung und Familie gezüchtet werden. Hunde aus Arbeitslinien bringen meist deutlich mehr Jagdpassion und Bewegungsdrang mit.

Was machen Lauf-, Schweiß-, Vorsteh- und Stöberhunde?
Jagdhunde unterscheiden sich vor allem darin, wie sie mit dem Wild umgehen. Das erklärt viel von dem, was du später im Alltag erlebst: Ein Laufhund folgt einer Spur oft weit und mit Stimme, ein Vorstehhund bleibt stehen, ein Apportierhund bringt dir etwas.
| Arbeitsweise | Was der Hund bei der Jagd tut | Beispiele | Was du im Alltag merkst |
|---|---|---|---|
| Laufhund | verfolgt die Spur von Wild, oft ausdauernd und laut | Beagle, Basset Hound | Nase am Boden, folgt Spuren, oft mit Stimme |
| Schweißhund | sucht verletztes Wild nach dem Schuss auf seiner Fährte | Hannoverscher Schweißhund, Bayerischer Gebirgsschweißhund | hochspezialisiert, braucht echte Fährtenarbeit |
| Vorstehhund | sucht Wild und zeigt es an, indem er regungslos stehen bleibt | Deutsch Kurzhaar, Weimaraner, Setter | sehr viel Laufbedarf, sucht weiträumig |
| Stöberhund | sucht im dichten Bewuchs und scheucht Wild auf | Cocker Spaniel, Deutscher Wachtelhund | durchkämmt Büsche, verschwindet gern im Gestrüpp |
| Apportierhund | bringt erlegtes Wild, auch aus dem Wasser | Labrador, Golden Retriever | trägt gern Dinge, liebt Wasser, arbeitet eng mit dir |
Die Schweißhunde sind ein Sonderfall. Ihr Standard verlangt, dass sie für erschwerte Nachsuchen auf Hochwild brauchbar sind. Ohne jagdliche Aufgabe ist so ein Spezialist kaum auszulasten. Wer nicht jagt, fährt mit einer anderen Rasse besser.
Ist ein Jagdhund ein guter Familienhund?
Viele Jagdhunde sind freundliche, menschenbezogene Familienhunde, wenn die Familie viel draußen ist und den Jagdtrieb ernst nimmt. Einige Standards sagen das ausdrücklich: Beim Irish Red Setter steht „Jagd- und Familienhund“, beim Bluthund und beim Dalmatiner „Familienhund“, der Kleine Münsterländer wird als „familientauglich“ beschrieben. Das Zuchtziel bleibt trotzdem die Jagd.
Ob ein Jagdhund zu euch passt, entscheidet weniger die Rasse als drei Fragen:
- Habt ihr jeden Tag Zeit für lange Runden und Nasenarbeit? Vorsteh- und Laufhunde sind mit einem Spaziergang um den Block nicht ausgelastet.
- Könnt ihr damit leben, dass der Hund in Wald und Feld oft an der Leine bleibt? Bei vielen Jagdhunden ist das dauerhaft so.
- Leben Katzen oder Kleintiere im Haushalt? Mit Katzen kann es bei guter Gewöhnung klappen, ein Selbstläufer ist es nicht. Kleintiere brauchen einen Raum, in den der Hund nicht kommt.
Mit Kindern gelten dieselben Regeln wie bei jedem Hund: Rückzugsort, Ruhe beim Fressen und Schlafen, nie kleine Kinder mit dem Hund allein. Die Einzelheiten stehen im Ratgeber Familienhunde. Große Vorstehhunde können kleine Kinder im Spiel umrennen, Kinder können sie an der Leine selten sicher halten.

Kann ein Jagdhund ohne Leine laufen?
Manche ja, viele nur eingeschränkt. Bei Rassen mit starkem Jagdtrieb bleibt die Schleppleine in Wald und Feld oft dauerhaft die sicherste Lösung. Das ist kein Versagen in der Erziehung, sondern Verantwortung für den Hund, für das Wild und für dich.
Dazu kommt das Recht. Das Bundesjagdgesetz zählt in § 23 den Schutz des Wildes vor wildernden Hunden ausdrücklich zum Jagdschutz, die Einzelheiten regeln die Länder. Außerdem gibt es Leinenpflichten der Länder, etwa in der Brut- und Setzzeit. In Niedersachsen zum Beispiel müssen Hunde in der freien Landschaft vom 1. April bis zum 15. Juli angeleint sein (§ 33 NWaldLG). Was bei dir gilt, erfährst du bei deiner Gemeinde.
- Rückruf von Anfang an üben, mit einem festen Signal und einer Belohnung, die mit dem Wild mithalten kann. Wie das Schritt für Schritt geht, steht im Ratgeber Rückruf üben.
- Schleppleine am Brustgeschirr statt Freilauf, solange der Rückruf nicht auch bei Ablenkung sitzt.
- Jagderfolge verhindern. Jedes Mal, wenn dein Hund einem Reh oder Hasen hinterherrennt, lernt er, dass sich das lohnt.
Antijagdtraining heißt der Teil der Erziehung, der den Jagdtrieb nicht abtrainiert, sondern in sichere Bahnen lenkt: Wild anzeigen statt losrennen, Abbruchsignal, erlaubte Ersatzjagd. Die Grundzüge stehen im Ratgeber Rückruf üben. Hat dein Hund schon Wild gehetzt, hol dir eine Trainerin mit Erfahrung bei jagdlich motivierten Hunden dazu.
Wie lastest du einen Jagdhund ohne Jagd aus?
Am besten mit Aufgaben, die zu seiner Arbeitsweise passen: Nasenarbeit für Lauf- und Schweißhunde, Such- und Apportierspiele für Retriever und Stöberhunde, gemeinsames Laufen und Suchen für Vorstehhunde. Nur Bewegung, ohne Aufgabe für Kopf und Nase, macht viele Jagdhunde eher fitter als ruhiger.
| Arbeitsweise | Passende Beschäftigung |
|---|---|
| Laufhund und Schweißhund | Fährtenarbeit, Mantrailing, Futter- oder Spielzeugsuche |
| Vorstehhund | Suchspiele auf großen Wiesen an der Schleppleine, lange Wanderungen, Apportieren |
| Stöberhund | Suchen im Gelände, Verlorensuche, Nasenspiele im Garten |
| Apportierhund | Dummytraining, Apportieren aus dem Wasser, Tragen von Gegenständen |
Genauso wichtig wie Beschäftigung ist Ruhe. Ein junger Jagdhund, der den ganzen Tag beschäftigt wird, lernt nicht abzuschalten. Ideen für Kopfarbeit im Haus findest du bei den Denkspielen für Hunde. Wenn ein Welpe einzieht, hilft der Welpen-Wochenplan mit Ruhezeiten und ersten Übungen, und Gassi mit Welpen zeigt, wie viel Bewegung am Anfang genug ist.
Wie ordnet der Rassetest Jagdhunde ein?
Im Rassetest „Welcher Hund passt zu mir?“ sind die Jagdhunde auf zwei Gruppen verteilt: „Laufhunde und Vorstehhunde“ (FCI-Gruppen 6 und 7) und „Apportier-, Stöber- und Wasserhunde“ (FCI-Gruppe 8). Die Retriever stehen dort getrennt, weil sie meist enger mit dem Menschen arbeiten und Freilauf leichter gelingt. Die Werte von 1 (wenig) bis 3 (viel) sind eine grobe Einschätzung des Tests, keine Messung.
| Merkmal | Laufhunde und Vorstehhunde | Apportier-, Stöber- und Wasserhunde |
|---|---|---|
| Bewegung und Beschäftigung | 3 von 3 | 2 von 3 |
| Eignung ohne Hundeerfahrung | 1 von 3 | 3 von 3 |
| Freilauf | 1 von 3 | 2 von 3 |
| Freude an Aufgaben | 3 von 3 | 3 von 3 |
| Wachsamkeit und Melden | 2 von 3 | 1 von 3 |
Wer im Test angibt, wenig Zeit oder keine Hundeerfahrung zu haben, oder wem Freilauf wichtig ist, bekommt Lauf- und Vorstehhunde deshalb selten vorgeschlagen. Als Beispielrassen nennt der Test Beagle, Basset Hound, Magyar Vizsla und Deutsch Kurzhaar, bei den Retrievern Englischer Cocker Spaniel, Lagotto Romagnolo, Labrador Retriever und Golden Retriever.
Quellen
- Fédération Cynologique Internationale: Rassennomenklatur, Gruppe 6 Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen (70 Rassen). Geprüft am 13.10.2026.
- Fédération Cynologique Internationale: Rassennomenklatur, Gruppe 7 Vorstehhunde (36 Rassen). Geprüft am 13.10.2026.
- Fédération Cynologique Internationale: Rassennomenklatur, Gruppe 8 Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde (22 Rassen). Geprüft am 13.10.2026.
- FCI-Standard Nr. 161, Beagle, englische Originalfassung. Geprüft am 13.10.2026.
- FCI-Standard Nr. 84, Bluthund. Geprüft am 13.10.2026.
- FCI-Standard Nr. 213, Hannoverscher Schweißhund. Geprüft am 13.10.2026.
- FCI-Standard Nr. 153, Dalmatiner. Geprüft am 13.10.2026.
- FCI-Standard Nr. 119, Deutsch Kurzhaar. Geprüft am 13.10.2026.
- FCI-Standard Nr. 99, Weimaraner. Geprüft am 13.10.2026.
- FCI-Standard Nr. 102, Kleiner Münsterländer. Geprüft am 13.10.2026.
- FCI-Standard Nr. 120, Irish Red Setter. Geprüft am 13.10.2026.
- FCI-Standard Nr. 122, Labrador Retriever, englische Originalfassung. Geprüft am 13.10.2026.
- FCI-Standard Nr. 104, Deutscher Wachtelhund. Geprüft am 13.10.2026.
- Weitere FCI-Standards der Tabellen, je Rasse über die Rassenliste abrufbar: Nr. 163 Basset Hound, Nr. 67 Kleiner Basset Griffon Vendéen, Nr. 217 Bayerischer Gebirgsschweißhund, Nr. 146 Rhodesian Ridgeback, Nr. 98 Deutsch Drahthaar, Nr. 57 Magyar Vizsla, Nr. 118 Großer Münsterländer, Nr. 95 Bretonischer Spaniel, Nr. 2 English Setter, Nr. 1 English Pointer, Nr. 111 Golden Retriever, Nr. 121 Flat Coated Retriever, Nr. 312 Nova Scotia Duck Tolling Retriever, Nr. 5 English Cocker Spaniel, Nr. 125 English Springer Spaniel, Nr. 298 Lagotto Romagnolo. Geprüft am 13.10.2026.
- Bundesjagdgesetz: § 23 BJagdG, Inhalt des Jagdschutzes. Geprüft am 13.10.2026.
- Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: Mit dem Hund in der freien Landschaft (FAQ), Leinenpflicht vom 1. April bis 15. Juli nach § 33 NWaldLG. Geprüft am 13.10.2026.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Welche Jagdhunderassen gibt es?
Die FCI führt Jagdhunde vor allem in drei Gruppen: Laufhunde und Schweißhunde (Gruppe 6, 70 Rassen), Vorstehhunde (Gruppe 7, 36 Rassen) sowie Apportier-, Stöber- und Wasserhunde (Gruppe 8, 22 Rassen). Dazu kommen jagdlich gezüchtete Dackel, Terrier und Windhunde in eigenen Gruppen.
Welcher Jagdhund eignet sich als Familienhund?
Am ehesten Retriever wie Labrador und Golden Retriever sowie Rassen, deren Standard ausdrücklich die Familie nennt, etwa Irish Red Setter oder Kleiner Münsterländer. Sie alle brauchen viel Bewegung und Beschäftigung. Achte außerdem darauf, ob der Hund aus einer Arbeitslinie stammt.
Kann man einen Jagdhund halten, ohne zu jagen?
Ja, viele Jagdhunde leben in Familien ohne Jäger. Sie brauchen dann Ersatzaufgaben wie Nasenarbeit, Fährtensuche oder Dummytraining und viel Bewegung. Hochspezialisierte Schweißhunde, deren Standard die Nachsuche auf Hochwild verlangt, sind ohne Jagd kaum auszulasten.
Welcher Jagdhund ist für Anfänger geeignet?
Für Menschen ohne Hundeerfahrung sind Retriever meist leichter als Lauf- und Vorstehhunde, weil sie eng mit dem Menschen arbeiten wollen. Ein erwachsener Hund mit bekanntem Charakter aus dem Tierschutz kann ebenfalls passen.
Darf ein Jagdhund frei laufen?
Nur, wo es erlaubt ist und der Rückruf sicher sitzt. Manche Länder schreiben in der Brut- und Setzzeit eine Leine vor, Niedersachsen etwa vom 1. April bis zum 15. Juli. Wildernde Hunde sind nach dem Bundesjagdgesetz ein Thema des Jagdschutzes.
Was ist der Unterschied zwischen Vorstehhund und Stöberhund?
Ein Vorstehhund sucht Wild und zeigt es an, indem er regungslos stehen bleibt. Ein Stöberhund sucht im dichten Bewuchs und scheucht das Wild auf. Deutsch Kurzhaar und Weimaraner sind Vorstehhunde, Cocker Spaniel und Deutscher Wachtelhund Stöberhunde.
Ist der Beagle ein Jagdhund?
Ja. Der Beagle ist ein Laufhund der FCI-Gruppe 6. Sein Standard beschreibt ihn als fröhlichen Hund, dessen Aufgabe es ist, vor allem Hasen auf der Spur zu jagen. Entsprechend folgt er draußen gern seiner Nase.
Ist der Labrador ein Jagdhund?
Ja. Der Labrador Retriever ist ein Apportierhund der FCI-Gruppe 8, gezüchtet, um erlegtes Wild zu bringen, auch aus dem Wasser. Viele Labradore leben heute als Familienhunde, haben aber oft noch Jagdinteresse.
Warum gehört der Dalmatiner zu den Laufhunden?
Die FCI führt ihn in Gruppe 6 unter den verwandten Rassen. Sein Standard nennt als Verwendung Jagdhund sowie Gesellschafts- und Familienhund.
Was ist Antijagdtraining?
Antijagdtraining lenkt den Jagdtrieb in sichere Bahnen, statt ihn wegzutrainieren. Der Hund lernt, Wild anzuzeigen statt loszurennen, und bekommt eine erlaubte Ersatzjagd. Bis das sitzt, sichert eine Schleppleine ihn draußen.

