Terrier: Rassen, Charakter und für wen sie passen

Die FCI führt 34 Terrier-Rassen in ihrer Gruppe 3, aufgeteilt in hochläufige, niederläufige, bullartige und Zwerg-Terrier. Bekannt sind etwa Jack Russell, West Highland White, Border, Airedale und Yorkshire Terrier. Gemeinsam ist ihnen die Herkunft als selbstständige Jäger von Fuchs und Ratten: mutig, lebhaft, oft mit starkem Jagdtrieb und eigenem Kopf.

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  1. Welche Terrier-Rassen gibt es?
  2. Wie groß und wie schwer werden Terrier?
  3. Welche Nachteile haben Terrier?
  4. Sind Terrier gute Familienhunde?
  5. Welcher Terrier ist für Anfänger geeignet?
  6. Welche Terrier sind Listenhunde?
  7. Wie ordnet der Rassetest Terrier ein?
  8. Wie erziehe ich einen Terrier?
  9. Woran erkenne ich eine verantwortungsvolle Terrier-Zucht?

Welche Terrier-Rassen gibt es?

In der Rassenliste der Fédération Cynologique Internationale (FCI) stehen 34 Terrier-Rassen (Stand 13.10.2026). Die FCI ist der internationale Dachverband, dem auch der deutsche VDH angehört. Sie teilt die Gruppe 3 in vier Sektionen ein, nach Körperbau und Herkunft.

Was ist ein Terrier? Als Terrier bezeichnet die FCI die Rassen ihrer Gruppe 3. Die meisten wurden gezüchtet, um Raubwild wie Fuchs und Dachs sowie Ratten zu jagen, viele davon auch unter der Erde im Bau. Der Standard des Glatthaar-Foxterriers beschreibt ihn als Hund, der „immer bereit ist, es mit Ratten, Kaninchen und natürlich Füchsen aufzunehmen“. Der Jack Russell Terrier entstand laut seinem Standard nach 1800 in England, um Füchse aus ihren Bauen zu treiben.

Die vier Sektionen der FCI-Gruppe 3 mit Beispielen
SektionKörperbauBeispieleRassen in der FCI-Liste
1: Hochläufige Terrierhochbeinig, von klein bis großAiredale, Fox Terrier, Border, Parson Russell, Irish Terrier, Deutscher Jagdterrier15
2: Niederläufige Terrierkurze Beine, klein und kompaktJack Russell, West Highland White, Cairn, Scottish, Norfolk12
3: Bullartige Terrierkräftig, muskulös, breiter KopfBull Terrier, Miniature Bull Terrier, Staffordshire Bull Terrier, American Staffordshire Terrier4
4: Zwerg-Terriersehr klein, oft als Begleithund gehaltenYorkshire Terrier, English Toy Terrier, Australian Silky Terrier3

Der Pitbull, der in Gesprächen über Terrier oft fällt, steht nicht in der Rassenliste der FCI. Dazu mehr im Abschnitt über Listenhunde. Andere Hunde mit „Terrier“ im Namen gehören zu anderen Gruppen: Tibet Terrier und Boston Terrier etwa führt die FCI als Gesellschafts- und Begleithunde in ihrer Gruppe 9.

Wie groß und wie schwer werden Terrier?

Der kleinste Terrier, der Yorkshire Terrier, wiegt laut Standard höchstens 3,2 Kilogramm. Der größte, der Airedale, misst rund 60 Zentimeter Schulterhöhe. Die Tabelle zeigt die Angaben aus dem jeweils gültigen FCI-Standard. Viele Standards nennen nur die Höhe oder nur das Gewicht. Wo eine Angabe fehlt, steht das so in der Tabelle, statt dass wir einen Wert schätzen.

Bekannte Terrier-Rassen: Größe, Gewicht und Wesen laut FCI-Standard (geprüft am 13.10.2026). Das Wesen ist aus dem Standard übersetzt und beschreibt das Zuchtziel, nicht jeden einzelnen Hund.
Rasse (Sektion)Größe und Gewicht laut StandardWesen laut Standard
Airedale Terrier (1)Rüden etwa 58 bis 61 cm, Hündinnen etwa 56 bis 59 cm, kein Gewicht genanntaufgeschlossen, selbstsicher, freundlich, mutig und intelligent, nicht aggressiv
Bedlington Terrier (1)etwa 41 cm, 8 bis 10 kgselbstsicher, mit ausgeprägtem Jagdinstinkt, gutmütig und anhänglich
Border Terrier (1)Rüden 5,9 bis 7,1 kg, Hündinnen 5,1 bis 6,4 kg, keine Höhe genanntaktiv und unerschrocken
Fox Terrier Glatthaar (1)Rüden höchstens 39 cm und 7,5 bis 8 kg, Hündinnen 7 bis 7,5 kgwachsam, flink, freundlich, aufgeschlossen und furchtlos
Fox Terrier Drahthaar (1)Rüden höchstens 39 cm und etwa 8,25 kg, Hündinnen etwas wenigerwachsam, flink, freundlich, aufgeschlossen und furchtlos
Parson Russell Terrier (1)ideal 36 cm bei Rüden, 33 cm bei Hündinnenselbstsicher, voller Energie, fröhlich, kühn und freundlich
Welsh Terrier (1)höchstens 39 cm, 9 bis 9,5 kganhänglich, gehorsam, gut zu lenken, nicht aggressiv
Irish Terrier (1)etwa 45,5 cm, Rüden 12,25 kg, Hündinnen 11,4 kgtreu, gutmütig, dem Menschen sehr zugetan, behauptet sich gegenüber anderen Hunden
Irish Soft Coated Wheaten Terrier (1)Rüden 46 bis 48 cm und 18 bis 20,5 kg, Hündinnen etwas wenigertemperamentvoll, gutmütig, seinem Menschen sehr ergeben, frei von Aggressivität
Deutscher Jagdterrier (1)33 bis 40 cm, Gewicht passend zur Größemutig, hart, arbeitsfreudig und temperamentvoll, gut zu führen; ein Jagdgebrauchshund
Jack Russell Terrier (2)25 bis 30 cm, etwa 1 kg je 5 cm Höhe, also etwa 5 bis 6 kglebhaft, wachsam, aktiv, kühn und furchtlos, freundlich mit ruhigem Selbstvertrauen
West Highland White Terrier (2)etwa 28 cm, kein Gewicht genanntaktiv, mutig, selbstbewusst, aber freundlich
Cairn Terrier (2)etwa 28 bis 31 cm, ideal 6 bis 7,5 kgaktiv, zäh, furchtlos, durchsetzungsstark, aber nicht aggressiv
Scottish Terrier (2)25 bis 28 cm, 8,5 bis 10,5 kgtreu, würdevoll, unabhängig und zurückhaltend, mutig, nie aggressiv
Norfolk Terrier (2)ideal 25 cmliebenswert, nicht streitsüchtig, wachsam und furchtlos
Australian Terrier (2)etwa 25 cm, Rüden etwa 6,5 kgursprünglich Arbeitsterrier, treu und ausgeglichen, auch als Begleithund geeignet
Bull Terrier (3)keine Grenzen für Größe und Gewichtmutig, ausgeglichen, lässt sich erziehen, eigensinnig, aber besonders menschenfreundlich
Staffordshire Bull Terrier (3)35,5 bis 40,5 cm, Rüden 12,7 bis 17 kg, Hündinnen 11 bis 15,4 kgmutig und hartnäckig, intelligent, anhänglich, besonders gegenüber Kindern
American Staffordshire Terrier (3)Rüden etwa 46 bis 48 cm, Hündinnen 43 bis 46 cmsehr kräftig für seine Größe, an allem um ihn herum interessiert
Yorkshire Terrier (4)bis 3,2 kgaufmerksam, intelligent, temperamentvoll und ausgeglichen

Die Größenangaben sind das Zuchtziel. Einzelne Hunde liegen darüber oder darunter, und viele Terrier im Alltag sind Mischlinge. Wenn du bei einem Züchter oder im Tierheim nach einem bestimmten Terrier fragst, lass dir die Elterntiere oder den Hund selbst zeigen.

Junger West Highland White Terrier sitzt vor einem Fenster mit Blick ins Grüne

Welche Nachteile haben Terrier?

Die typischen Nachteile von Terriern sind Jagdtrieb, Eigenständigkeit und lautes Melden. Das folgt aus ihrer ursprünglichen Aufgabe: Ein Hund, der allein in einen Fuchsbau geht, muss mutig sein und selbst entscheiden, ohne auf Anweisungen zu warten. Diese Eigenschaften verschwinden nicht, nur weil der Hund heute auf dem Sofa lebt.

Typische Herausforderungen mit Terriern und was im Alltag hilft
HerausforderungWas du im Alltag merkstWas hilft
JagdtriebEr reagiert schnell auf Katzen, Kaninchen, Eichhörnchen oder Mäuse im GartenFreilauf nur, wo es sicher ist, Schleppleine, Rückruf von Anfang an üben
EigenständigkeitEr hört gut, solange nichts Spannenderes passiertkurze, abwechslungsreiche Übungen, viel Belohnung, kein Druck
Melden und BellenEr kündigt Besuch, Geräusche im Treppenhaus und Hunde vor dem Fenster laut anfrüh Ruhe belohnen, Auslöser verringern, siehe Ratgeber zum Bellen
Selbstbewusstsein gegenüber HundenManche Terrier lassen sich von großen Hunden nichts gefallengut ausgewählte Hundekontakte, nicht jeden fremden Hund begrüßen lassen
GrabenLöcher im Garten oder Kratzen an Deckenerlaubte Buddelstelle, Such- und Grabspiele

Wie stark diese Punkte ausgeprägt sind, hängt vom einzelnen Hund und seiner Zuchtlinie ab. Hunde aus jagdlicher Zucht, etwa der Deutsche Jagdterrier, dessen Standard ihn ausdrücklich als Jagdgebrauchshund beschreibt, bringen meist mehr Jagdpassion mit als Hunde aus reiner Begleithundezucht. Selbst beim Yorkshire Terrier, dessen Standard ihn als Begleithund einordnet, nennt derselbe Standard den Jagdinstinkt, ob auf ein Spielzeug im Haus oder ein Nagetier im Garten.

Wenn dein Terrier draußen bei jedem Hund oder jedem Geräusch laut wird, findest du Hilfe in den Ratgebern Hund bellt andere Hunde an und Hund bellen abgewöhnen.

Sind Terrier gute Familienhunde?

Viele Terrier können gute Familienhunde sein, wenn die Familie aktiv ist und klare Regeln hat. Der Standard des Staffordshire Bull Terriers beschreibt ihn als besonders anhänglich gegenüber Kindern, der des Australian Terriers als treu, ausgeglichen und auch als Begleithund geeignet. Für ruhige Familien, die vor allem einen gemütlichen Hund suchen, passt ein Begleithund meist besser.

Worauf es mit Kindern ankommt, gilt für Terrier wie für jeden anderen Hund: ein Rückzugsort, Ruhe beim Fressen und Schlafen und nie kleine Kinder mit dem Hund allein. Die Regeln im Einzelnen stehen im Ratgeber Familienhunde. Speziell bei Terriern kommt hinzu:

  • Wildes Spiel bremsen. Terrier steigen schnell auf Zerr- und Rennspiele ein und werden dabei hitzig. Kurze Spielrunden mit Pausen sind besser als langes Toben.
  • Kleintiere schützen. Kaninchen, Meerschweinchen oder Hamster sind für viele Terrier Beute. Plant sichere Räume, in die der Hund nicht kommt.
  • Kleine Rassen nicht hochheben lassen. Ein Westie oder Yorkshire Terrier kann sich verletzen, wenn er aus Kinderarmen fällt.

Welcher Terrier ist für Anfänger geeignet?

Für Anfänger passt ein Terrier am ehesten, wenn er aus einer Zucht mit Blick auf Familie und Begleitung stammt oder als erwachsener Hund mit bekanntem Charakter einzieht. Rassen, deren Standard ein ausgeglichenes, freundliches Wesen betont, etwa Border, Norfolk oder Welsh Terrier, sind ein besserer Start als ausgesprochene Arbeitsrassen wie der Deutsche Jagdterrier.

Ehrlich gesagt: Terrier gelten nicht als klassische Anfängerhunde. Sie verzeihen Fehler in der Erziehung weniger leicht als ein Retriever oder Pudel, weil sie Dinge lieber selbst regeln. Wer bereit ist, von Anfang an mit einer Hundeschule zu üben und jeden Tag Zeit für Bewegung und Kopfarbeit hat, kann aber auch als Ersthalter mit einem Terrier glücklich werden. Was einen Hund allgemein leichter oder schwerer macht, steht im Ratgeber Anfängerhunde.

Jack Russell Terrier mit blauem Halsband schaut aufmerksam nach vorn

Welche Terrier sind Listenhunde?

Welche Terrier als Listenhunde gelten, regeln die Bundesländer unterschiedlich. Bundesweit gilt nur ein Einfuhrverbot: Hunde der Rassen Pitbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier und Bullterrier sowie ihre Kreuzungen dürfen nach § 2 des Hundeverbringungs- und -einfuhrbeschränkungsgesetzes nicht nach Deutschland eingeführt werden.

Zwei Beispiele zeigen, wie weit die Länder auseinanderliegen:

  • Nordrhein-Westfalen: Nach § 3 Absatz 2 des Landeshundegesetzes gelten Pittbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Bullterrier sowie ihre Kreuzungen als gefährliche Hunde. Wer so einen Hund halten will, braucht eine Erlaubnis, und die gibt es nach § 4 nur bei einem besonderen privaten oder einem öffentlichen Interesse. Bei Mischlingen müssen Halterin oder Halter im Zweifel nachweisen, dass keine solche Kreuzung vorliegt.
  • Niedersachsen: Das Niedersächsische Hundegesetz kennt keine Rasseliste. Ob ein Hund gefährlich ist, wird im Einzelfall geprüft. Das Landesamt LAVES begründet das damit, dass eine Einstufung nach Rasse laut wissenschaftlichen Untersuchungen, etwa der Tierärztlichen Hochschule Hannover, nicht gerechtfertigt ist.

Vor dem Einzug eines bullartigen Terriers oder eines Mischlings, der so aussieht, fragst du deshalb bei deiner Gemeinde nach, was in deinem Bundesland gilt. Das kann Erlaubnis, Sachkunde, Leine und Maulkorb betreffen. Zieht ihr später in ein anderes Bundesland, können dort andere Regeln gelten.

Wie ordnet der Rassetest Terrier ein?

Im Rassetest „Welcher Hund passt zu mir?“ sind Terrier eine eigene Gruppe. Jede Gruppe hat dort feste Werte von 1 (wenig) bis 3 (viel), mit denen der Test deine Antworten vergleicht. Die Werte sind eine grobe Einschätzung des Tests nach der ursprünglichen Aufgabe der Rassen, keine Messung und keine Angabe aus einer Quelle.

So rechnet der Test mit Terriern (Werte direkt aus der Test-Logik)
MerkmalWert im TestWas das für dich heißt
Bewegung und Beschäftigung2 von 3täglich Spaziergänge plus Spiel und Kopfarbeit
Eignung ohne Hundeerfahrung2 von 3machbar mit Geduld und Hundeschule, kein Selbstläufer
Freilauf1 von 3Jagdtrieb und Eigenständigkeit machen Freilauf oft schwierig
Freude an Aufgaben2 von 3gern beschäftigt, aber nicht so arbeitswillig wie Hütehunde
Wachsamkeit und Melden3 von 3meldet viel, in hellhörigen Häusern ein Thema

Wer im Test angibt, dass ihm Freilauf wichtig ist, oder in einer Stadtwohnung lebt, bekommt Terrier deshalb seltener vorgeschlagen. Als Beispielrassen nennt der Test Border Terrier, West Highland White Terrier, Jack Russell Terrier und Airedale Terrier.

Wie erziehe ich einen Terrier?

Einen Terrier erziehst du am besten mit kurzen, freundlichen Übungen, viel Belohnung und klaren Regeln vom ersten Tag an. Strenge und Druck bringen bei diesen selbstbewussten Hunden wenig, eher bekommst du Widerstand. Wichtiger ist, dass sich Zusammenarbeit für deinen Hund lohnt.

  1. Rückruf früh aufbauen. Am besten schon im Welpenalter, mit einem festen Signal und großer Belohnung. Wie das Schritt für Schritt geht, steht im Ratgeber Rückruf üben.
  2. Ruhe lernen. Terrier drehen schnell auf. Feste Ruhezeiten und ein eigener Liegeplatz helfen, dass dein Hund auch abschalten kann.
  3. Jagdtrieb in sichere Bahnen lenken. Such- und Apportierspiele, Futterbeutel oder Nasenarbeit geben dem Trieb ein erlaubtes Ziel. Ideen findest du bei den Denkspielen für Hunde.
  4. Hundebegegnungen gestalten. Lass deinen Terrier nicht zu jedem Hund rennen, sondern übe ruhiges Vorbeigehen an der Leine.
  5. Konsequent bleiben. Was heute verboten ist, ist es auch morgen. Terrier testen gern, ob eine Regel wirklich gilt.

Ziehst du einen Terrier-Welpen auf, hilft dir der Welpen-Wochenplan bei Schlaf, ersten Übungen und Ruhezeiten. Für das Beißen im Spiel, das bei Terrier-Welpen oft heftig ausfällt, gibt es den Plan Welpe beißt.

Woran erkenne ich eine verantwortungsvolle Terrier-Zucht?

Eine verantwortungsvolle Zucht zeigt dir Mutterhündin und Welpen in ihrer gewohnten Umgebung, beantwortet Fragen zu Gesundheit und Wesen der Elterntiere und stellt dir selbst Fragen zu deinem Alltag. Das Tierschutzgesetz verbietet in § 11b Zucht, bei der erblich bedingte Schmerzen, Leiden oder Schäden bei den Nachkommen zu erwarten sind. Frag deshalb gezielt nach den Gesundheitsuntersuchungen, die für die Rasse üblich sind.

Viele Terrier und Terrier-Mischlinge warten auch im Tierheim. Bei einem erwachsenen Hund weißt du, wie stark sein Jagdtrieb ist und wie er mit anderen Hunden umgeht. Worauf du beim Kauf eines Welpen achtest, steht im Ratgeber Welpen kaufen, alles zur Adoption im Ratgeber Hund aus dem Tierschutz.

Quellen

Fragen und Antworten

Häufige Fragen

Wie viele Terrier-Rassen gibt es?

Die FCI führt in ihrer Gruppe 3 derzeit 34 Terrier-Rassen, aufgeteilt in hochläufige, niederläufige, bullartige und Zwerg-Terrier. Der Pitbull steht nicht in der Rassenliste der FCI.

Welcher Terrier ist der ruhigste?

Eine ruhige Terrier-Rasse im eigentlichen Sinn gibt es kaum, alle wurden für eine aktive Aufgabe gezüchtet. Die FCI-Standards beschreiben etwa den Norfolk Terrier als nicht streitsüchtig und den Welsh Terrier als gehorsam und gut zu lenken. Ruhig wird ein Terrier vor allem durch genug Auslastung und feste Ruhezeiten.

Welcher Terrier ist am besten für Familien?

Für aktive Familien kommen etwa Border, Welsh oder Staffordshire Bull Terrier in Frage, deren Standards ein freundliches, anhängliches Wesen betonen. Beim Staffordshire Bull Terrier prüfst du vorher, ob er in deinem Bundesland als Listenhund gilt. Entscheidend ist der einzelne Hund.

Wie groß wird ein Jack Russell Terrier?

Laut FCI-Standard ideal 25 bis 30 Zentimeter Schulterhöhe. Als Faustregel nennt der Standard 1 Kilogramm je 5 Zentimeter Höhe, also etwa 5 Kilogramm bei 25 und 6 Kilogramm bei 30 Zentimetern.

Was ist der Unterschied zwischen Jack Russell und Parson Russell Terrier?

Beide gehen auf die Fox Terrier von Reverend John Russell zurück. Der Parson Russell ist größer und quadratischer gebaut, ideal 36 Zentimeter bei Rüden. Der Jack Russell ist kleiner und etwas länger, 25 bis 30 Zentimeter.

Welcher ist der größte Terrier?

Der Airedale Terrier. Sein FCI-Standard nennt ihn den größten aller Terrier, Rüden messen etwa 58 bis 61 Zentimeter, Hündinnen etwa 56 bis 59 Zentimeter Schulterhöhe.

Sind Terrier Listenhunde?

Nur einige bullartige Terrier, und das je nach Bundesland. In Nordrhein-Westfalen gelten etwa American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Bullterrier als gefährliche Hunde, Niedersachsen hat keine Rasseliste. Bundesweit dürfen diese Rassen nicht nach Deutschland eingeführt werden.

Haben alle Terrier einen starken Jagdtrieb?

Die meisten wurden für die Jagd auf Fuchs, Dachs oder Ratten gezüchtet, deshalb ist Jagdtrieb häufig. Wie stark er ist, hängt von Rasse, Zuchtlinie und dem einzelnen Hund ab. Selbst der Standard des kleinen Yorkshire Terriers nennt den Jagdinstinkt.

Bellen Terrier viel?

Viele Terrier sind wachsam und melden laut, was um sie herum passiert. Mit frühem Training, Ruhe als Belohnung und weniger Auslösern lässt sich das meist gut steuern.

Kann ein Terrier allein bleiben?

Ja, wenn er es in kleinen Schritten gelernt hat und vorher ausgelastet ist. Ein unterforderter Terrier sucht sich sonst eigene Aufgaben, etwa Bellen oder Graben.