Hund oder Welpe aus dem Tierschutz: worauf du achten solltest
Lerne den Hund vor der Adoption mehrmals persönlich kennen, am besten im Tierheim oder in einer Pflegestelle in Deutschland. Bei Hunden aus dem Ausland prüfst du außerdem den Verein: Er braucht eine Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz, meldet Transporte über TRACES, testet auf Reisekrankheiten und nimmt den Hund zurück, wenn es nicht passt.
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Auf dieser Seite
- Worauf solltest du bei einem Hund aus dem Tierschutz achten?
- Tierheim vor Ort oder Auslandstierschutz: was ist der Unterschied?
- Wie läuft die Vermittlung im Tierheim ab?
- Woran erkennst du einen seriösen Tierschutzverein?
- Welche Fragen solltest du dem Verein oder Tierheim stellen?
- Welche Papiere braucht ein Hund aus dem Ausland?
- Welche Krankheiten können Hunde aus dem Ausland mitbringen?
- Was steht im Schutzvertrag, und wofür ist die Schutzgebühr?
- Welpe aus dem Tierschutz: was ist anders?
- Wie gelingt die Eingewöhnung eines Tierschutzhundes?
Worauf solltest du bei einem Hund aus dem Tierschutz achten?
Viele Tierheime und Tierschutzvereine arbeiten sorgfältig. Unter dem Deckmantel des Tierschutzes treten aber auch Vermittler auf, die Hunde ohne Kennenlernen an Raststätten übergeben oder rechtliche Vorgaben umgehen. Darauf weist der Deutsche Tierschutzbund hin und nennt Kriterien, an denen du seriöse Arbeit erkennst. Die Tabelle fasst sie zusammen.
| Punkt | Darauf achtest du | Warnzeichen |
|---|---|---|
| Kennenlernen | Mehrere Treffen und Spaziergänge, bevor du dich entscheidest | Du sollst nach Fotos oder einem Video zusagen |
| Übergabe | Im Tierheim oder in einer Pflegestelle | Übergabe am Flughafen, auf einem Parkplatz oder an einer Raststätte |
| Beratung | Fragen zu deinem Alltag, Vorkontrolle bei dir zu Hause | Niemand will wissen, wie du lebst |
| Erlaubnis | Bei Hunden aus dem Ausland: Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Nr. 5 Tierschutzgesetz | Der Verein weicht der Frage aus |
| Transport | Meldung über TRACES, keine Flugpaten | Urlauber sollen den Hund im Flugzeug mitnehmen |
| Gesundheit | Blutuntersuchung auf Reisekrankheiten in einem Fachlabor, Behandlung gegen Parasiten | „Der Hund ist gesund“ ohne Befund |
| Vertrag | Schriftlicher Vertrag, Rücknahme oder Hilfe bei der Weitervermittlung | Kein Vertrag oder keine Rücknahme |
| Zeitdruck | Du entscheidest in Ruhe | „Der Hund muss bis Freitag raus, sonst stirbt er“ |
Treffen mehrere Warnzeichen zu, rät der Tierschutzbund, sich nach einem anderen Verein umzusehen. Grundsätzlich empfiehlt er, zuerst im Tierheim in deiner Nähe zu schauen.
Tierheim vor Ort oder Auslandstierschutz: was ist der Unterschied?
Beide Wege können zu einem wunderbaren Hund führen. Sie unterscheiden sich aber darin, wie gut du den Hund vorher kennst und wie viel du selbst prüfen musst.
| Tierheim vor Ort | Verein mit Hunden aus dem Ausland | |
|---|---|---|
| Kennenlernen | mehrere Besuche und Spaziergänge vor Ort | möglich, wenn der Hund schon in einer Pflegestelle oder einem Tierheim in Deutschland lebt, sonst oft nur Fotos |
| Wissen über den Hund | Pflegerinnen und Pfleger kennen ihn aus dem Alltag | je nach Verein, manchmal nur aus dem Tierheim im Herkunftsland |
| Gesundheit | tierärztlich untersucht und geimpft | zusätzlich Reisekrankheiten und Parasiten aus dem Herkunftsland möglich |
| Rechtliches | Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz für den Betrieb eines Tierheims | Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Nr. 5 für Einfuhr und Vermittlung, Meldung über TRACES |
| Wenn es nicht passt | Rückgabe ans Tierheim nach Vertrag | nur, wenn der Verein eine Rücknahme anbietet |
Der Deutsche Tierschutzbund sieht den Schwerpunkt im Auslandstierschutz bei der Hilfe vor Ort, etwa durch Kastrationen. Hunde sollten nach seiner Position nur im Einzelfall nach Deutschland gebracht werden. Ein Verein, der vor allem Hunde exportiert und kaum vor Ort hilft, ist deshalb kein gutes Zeichen.

Wie läuft die Vermittlung im Tierheim ab?
Meist füllst du zuerst einen Fragebogen aus. Danach folgt ein Gespräch im Tierheim, bei dem ihr über deinen Alltag sprecht und Hunde anschaut, die passen könnten. Bei Hunden schließen sich mehrere Kennenlerntermine und Spaziergänge an, manchmal auch ein Besuch bei dir zu Hause. Am Ende steht ein schriftlicher Vertrag.
Das dauert länger als ein Kauf über eine Anzeige, und das ist gewollt. Das Tierheim möchte, dass der Hund dauerhaft bleibt, denn eine Rückgabe nach wenigen Wochen kann ihn stark belasten. Lehnt ein Tierheim eine Vermittlung ab, hat das nach Angaben des Tierschutzbunds gute Gründe, etwa zu wenig Platz oder Zeit für genau diesen Hund. Manchmal schlagen die Mitarbeiter dann einen anderen Hund vor.
Frag bei jedem Hund nach seinem Verhalten im Alltag: mit Fremden, mit Kindern, mit anderen Hunden, beim Alleinbleiben, im Straßenverkehr. Gute Tierheime sagen dir auch, was nicht so gut klappt. Für Ersthalter ist ein ruhiger, erwachsener Hund oft leichter als ein Welpe. Mehr dazu steht im Ratgeber zu Anfängerhunden.
Woran erkennst du einen seriösen Tierschutzverein?
Bei Vereinen, die Hunde aus dem Ausland vermitteln, ist die Prüfung wichtiger, weil du den Hund oft erst spät siehst. Nach den Kriterien des Deutschen Tierschutzbunds arbeitet ein Verein seriös, wenn er:
- als gemeinnützig anerkannt ist,
- eine Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Nr. 5 Tierschutzgesetz hat. Das Gesetz verlangt sie von jedem, der Hunde gegen eine Gebühr aus dem Ausland nach Deutschland bringt oder ihre Abgabe vermittelt,
- eine Website mit vollständigem Impressum, Angaben zum Vorstand, zur Satzung, zum Ablauf der Vermittlung und zu Reisekrankheiten betreibt,
- vor Ort hilft, etwa mit Kastrationen und Aufklärung, und mit Behörden und Tierärzten im Herkunftsland zusammenarbeitet,
- Transporte über TRACES meldet, das Meldesystem der Veterinärbehörden, und auf Flugpaten verzichtet,
- Hunde nur über Tierheime oder Pflegestellen vermittelt, nie direkt an einem Treffpunkt,
- dich berät, ein Kennenlernen ermöglicht, dein Zuhause vorher und nachher besucht und auch nach der Vermittlung ansprechbar bleibt,
- den Hund zurücknimmt oder bei der Weitervermittlung hilft, wenn du ihn nicht mehr halten kannst.
Vorsicht auch bei starkem Druck. Der Tierschutzbund beschreibt, dass Interessenten oft gedrängt werden, schnell zu handeln, etwa um einen Hund vor einer Frist in einer Tötungsstation zu retten. Ein seriöser Verein lässt dir Zeit für eine Entscheidung, die viele Jahre trägt.
Welche Fragen solltest du dem Verein oder Tierheim stellen?
| Frage | Warum sie wichtig ist |
|---|---|
| Haben Sie eine Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz? | Ohne sie darf ein Verein keine Hunde aus dem Ausland gegen Gebühr vermitteln |
| Wo lebt der Hund gerade, und kann ich ihn besuchen? | Nur im Kennenlernen siehst du, ob ihr zusammenpasst |
| Wie verhält er sich mit Fremden, Kindern, Hunden und Katzen? | Damit du weißt, ob er in deinen Alltag passt |
| Kann er allein bleiben? Wie reagiert er auf Verkehr und Lärm? | Ein Hund, der das nicht kennt, braucht dafür Zeit und Übung |
| Wurde er auf Reisekrankheiten getestet, und in welchem Labor? | Schnelltests können falsche Ergebnisse liefern |
| Welche Impfungen, Entwurmungen und Behandlungen hatte er? | Die Einträge sollten im EU-Heimtierausweis stehen |
| Ist er kastriert oder hat er bekannte Krankheiten? | Das muss im Vertrag stehen |
| Was passiert, wenn es nicht klappt? | Ein guter Verein nimmt zurück oder hilft bei der Weitervermittlung |
Welche Papiere braucht ein Hund aus dem Ausland?
Bringt ein Verein einen Hund aus dem Ausland, gilt der Transport rechtlich nicht als private Reise, sondern als gewerblich, weil der Hund in Deutschland an jemand anderen geht. Für einen Hund aus einem anderen EU-Land gilt deshalb:
- Mikrochip, die Nummer steht im EU-Heimtierausweis,
- EU-Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung,
- Tollwutimpfung frühestens mit zwölf Wochen, gültig erst 21 Tage danach. Deshalb ist der Hund bei der Einreise mindestens 15 Wochen alt,
- Gesundheitszeugnis: eine tierärztliche Untersuchung höchstens 48 Stunden vor dem Transport,
- TRACES-Meldung an das Veterinäramt am Zielort.
Für Hunde aus Ländern außerhalb der EU gelten strengere Regeln. Kommt der Hund aus einem Land, das bei Tollwut nicht auf der EU-Liste steht, braucht er zusätzlich eine Blutuntersuchung auf Tollwut-Antikörper und muss mindestens sieben Monate alt sein. Lass dir alle Papiere vor der Übergabe zeigen und eine Kopie geben.
Welche Krankheiten können Hunde aus dem Ausland mitbringen?
Hunde aus dem Ausland können Krankheiten mitbringen, die von Mücken oder Zecken übertragen werden. Der Tierschutzbund nennt vor allem Leishmaniose, Babesiose und Ehrlichiose. Das betrifft nicht nur Mittelmeerländer. Manche dieser Erkrankungen und Parasiten können auch für Menschen gefährlich werden.
Ein Hund kann gesund wirken und trotzdem Erreger in sich tragen. Krankheitszeichen zeigen sich manchmal erst nach Tagen oder Wochen. Darauf solltest du achten:
- Der Verein lässt den Hund schon im Herkunftsland mit einer vollständigen Blutuntersuchung in einem größeren Fachlabor testen. Schnelltests können falsche Ergebnisse liefern.
- Der Hund wird vor dem Transport gegen Parasiten innen und außen behandelt.
- Nach der Ankunft kommt er zuerst in Quarantäne, am besten in einem Tierheim, weil sich dort Räume gut reinigen lassen.
- Er hat neben der Tollwutimpfung eine Grundimmunisierung gegen Staupe, Leberentzündung (H.c.c.), Parvovirose, Zwingerhusten und Leptospirose. Vorgeschrieben ist das nicht, verantwortungsvolle Vereine machen es trotzdem.
Was steht im Schutzvertrag, und wofür ist die Schutzgebühr?
Tierheime und Vereine vermitteln gegen eine Schutzgebühr. Sie spiegelt nach Angaben des Tierschutzbunds nicht den Wert des Hundes wider, sondern deckt einen Teil der Kosten für Futter, Pflege, Tierarzt, Impfungen und Kastration. Wie hoch sie ist, hängt vom Hund und vom Tierheim ab.
Rechtlich ist eine Vermittlung gegen Schutzgebühr ein Kaufvertrag. Das steht so in der Tierheimordnung des Tierschutzbunds. Der Vertrag, oft Schutzvertrag oder Vermittlungsvertrag genannt, regelt unter anderem:
- den Übergang von Besitz und Eigentum und die Schutzgebühr,
- deine Pflicht, den Hund artgerecht zu halten, und Pflichten wie die Hundesteuer,
- Rückkauf, Vorkauf und Rücktritt,
- bekannte Krankheiten, nötige Behandlungen und Besonderheiten im Verhalten. Die Tierheimordnung empfiehlt dafür eine tierärztliche Untersuchung direkt vor der Abgabe, die dem Vertrag beiliegt.
Sichert dir der Verein Eigenschaften zu, die der Hund nicht hat, kannst du ihn zurückgeben oder die Schutzgebühr mindern. Deshalb formulieren gute Tierheime vorsichtig: Ein „kinderlieb“ oder „stubenrein“ in der Beschreibung ist eine Beobachtung, keine Garantie. Frag nach, worauf die Einschätzung beruht.
Welpe aus dem Tierschutz: was ist anders?
Auch Tierheime vermitteln Welpen, zum Beispiel aus Transporten des illegalen Welpenhandels, die von Behörden beschlagnahmt wurden. Für sie gilt dasselbe wie für jeden Welpen: Er darf erst im Alter von über acht Wochen von der Mutter getrennt werden. Kommt ein Welpe aus dem Ausland, ist er bei der Einreise wegen der Tollwutimpfung mindestens 15 Wochen alt. Wird dir ein jüngerer Welpe aus dem Ausland angeboten, stimmt etwas nicht.
Bei einem Welpen weißt du weniger über den späteren Charakter als bei einem erwachsenen Hund, vor allem wenn die Eltern unbekannt sind. Frag, was über Mutter und Herkunft bekannt ist und wie groß der Welpe ungefähr wird. Zieht er ein, hilft dir der Welpen-Wochenplan bei Schlaf, ersten Übungen und den ersten Nächten. Wie du Warnzeichen im Welpenhandel erkennst, steht im Ratgeber Welpen kaufen.

Wie gelingt die Eingewöhnung eines Tierschutzhundes?
Viele Hunde aus dem Tierschutz brauchen Zeit, bis sie Vertrauen fassen. Das gilt besonders für Hunde, die bisher auf der Straße oder im Zwinger gelebt haben. Plane die ersten Wochen ruhig: wenig Besuch, kurze Wege, feste Abläufe.
- Sichern gegen Entlaufen. Der Tierschutzbund warnt, dass gestresste Hunde bei der Übergabe leicht aus Halsband oder Geschirr schlüpfen. Das gilt auch in den ersten Wochen. Nutze ein gut sitzendes Geschirr, das sich nicht abstreifen lässt, und lass den Hund nicht frei laufen, bis er zuverlässig zu dir zurückkommt.
- Ruhe statt Programm. Ein eigener Rückzugsort, an dem ihn niemand stört, hilft mehr als viele Ausflüge.
- Alleinbleiben langsam üben. Geh nicht davon aus, dass dein Hund es schon kann. Fang mit wenigen Minuten an. Unser Plan zum Alleinbleiben zeigt die Schritte.
- Angst ernst nehmen. Geräusche, Verkehr oder fremde Menschen können einen Hund überfordern, der das nie erlebt hat. Bei starker Angst hilft die Seite zu Angst vor Silvester und Gewitter bei der Einordnung.
- Hilfe holen. Der Verein oder das Tierheim bleibt dein erster Ansprechpartner. Bei Verhaltensproblemen hilft eine Hundeschule oder eine Tierarztpraxis mit Schwerpunkt Verhalten.
Quellen
- Deutscher Tierschutzbund: Auslandstierschutz: Worauf muss ich achten, wenn ich einen Hund oder eine Katze aus dem Ausland adoptieren möchte?, Stand 07/2025, mit Checkliste. Geprüft am 13.10.2026.
- Deutscher Tierschutzbund: Fragen zu Tierheimen und zur Tiervermittlung. Geprüft am 13.10.2026.
- Deutscher Tierschutzbund: Tierheimordnung, Stand Mai 2026, Abschnitt „Rechtliche Aspekte bei der Vermittlung“. Geprüft am 13.10.2026.
- Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH): Welpenhandel: leider oft keine saubere Sache, mit Tabelle der Anforderungen nach Herkunft, erschienen am 12.12.2025. Geprüft am 13.10.2026.
- BMLEH: Tollwutimpfung. Geprüft am 13.10.2026.
- Tierschutzgesetz: § 11 TierSchG, Erlaubnispflicht. Geprüft am 13.10.2026.
- Tierschutz-Hundeverordnung: § 2 TierSchHuV, Absatz 4 zur Trennung vom Muttertier. Geprüft am 13.10.2026.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Worauf muss ich bei einem Hund aus dem Tierschutz achten?
Lerne den Hund mehrmals persönlich kennen, frag nach seinem Verhalten im Alltag und lass dir einen schriftlichen Vertrag geben. Bei Hunden aus dem Ausland prüfst du zusätzlich die Erlaubnis des Vereins nach § 11 Tierschutzgesetz, die TRACES-Meldung und Tests auf Reisekrankheiten.
Ist ein Hund aus dem Tierschutz für Anfänger geeignet?
Oft ja, besonders ein erwachsener, ausgeglichener Hund, den das Tierheim gut kennt. Sag dort offen, dass es dein erster Hund ist. Ein ehrliches Tierheim sagt dir, welcher Hund passt und welcher eher nicht.
Woran erkenne ich einen seriösen Tierschutzverein?
Er ist gemeinnützig, hat eine Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Nr. 5 Tierschutzgesetz, ein vollständiges Impressum, meldet Transporte über TRACES, verzichtet auf Flugpaten, vermittelt über Tierheime oder Pflegestellen und nimmt den Hund zurück, wenn es nicht passt.
Wie alt muss ein Hund aus dem Ausland mindestens sein?
Aus einem anderen EU-Land mindestens 15 Wochen, weil die Tollwutimpfung frühestens mit zwölf Wochen erlaubt ist und erst nach 21 Tagen gilt. Aus Ländern, die bei Tollwut nicht auf der EU-Liste stehen, mindestens sieben Monate.
Welche Papiere braucht ein Hund aus dem Ausland?
Einen Mikrochip, einen EU-Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung, ein tierärztliches Gesundheitszeugnis aus den letzten 48 Stunden vor dem Transport und eine Meldung über TRACES. Für Länder außerhalb der EU gelten weitere Regeln.
Welche Krankheiten haben Hunde aus dem Ausland?
Nicht jeder Hund ist krank. Möglich sind vor allem Reisekrankheiten wie Leishmaniose, Babesiose und Ehrlichiose sowie Parasiten. Seriöse Vereine lassen vor dem Transport in einem Fachlabor testen. Bring die Befunde zum ersten Termin in deiner Tierarztpraxis mit.
Was ist ein Schutzvertrag?
Der Vertrag, mit dem ein Tierheim oder Verein einen Hund gegen Schutzgebühr abgibt. Rechtlich ist das ein Kaufvertrag. Er regelt Eigentum, Schutzgebühr, Haltung, Rücknahme sowie bekannte Krankheiten und Besonderheiten.
Darf ein Tierschutzverein mich zur Kastration verpflichten?
Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbunds sind Vorgaben im Vermittlungsvertrag, wonach der Hund kastriert werden muss oder im Eigentum des Vereins bleibt, rechtlich nicht korrekt. Sprich solche Klauseln vor der Unterschrift an.
Was ist ein Flugpate, und warum ist das problematisch?
Ein Urlauber, der einen Hund auf dem Heimflug mitnimmt. Wird er als Besitzer eingetragen, gilt der Transport als privat, und Gesundheitszeugnis sowie TRACES-Meldung entfallen. Der Tierschutzbund rät davon ab.

