Welpen kaufen: seriösen Züchter erkennen und Welpenhandel vermeiden
Kauf einen Welpen nur vor Ort bei der Züchterin oder dem Züchter, sieh dir die Mutterhündin und den Ort an, an dem die Welpen aufwachsen, und nimm ihn frühestens mit über acht Wochen mit. Lass dir Impfnachweise und einen Kaufvertrag mit Namen geben. Lieferung nach Hause, Übergabe auf einem Parkplatz und Vorkasse sind Warnzeichen für illegalen Handel.
Zuletzt aktualisiert am
Auf dieser Seite
- Worauf solltest du beim Welpenkauf achten?
- Woran erkennst du einen seriösen Züchter?
- Sollte der Züchter in einem Zuchtverein sein?
- Woran erkennst du illegalen Welpenhandel?
- Ab welchem Alter darf ein Welpe abgegeben werden?
- Welche Papiere bekommst du beim Welpenkauf?
- Welche Impfnachweise sollte ein Welpe beim Kauf haben?
- Was gehört in den Kaufvertrag für einen Welpen?
- Was tust du, wenn du einen Verdacht hast oder schon gekauft hast?
- Züchter oder Tierheim: was passt zu dir?
Worauf solltest du beim Welpenkauf achten?
Ein seriöser Kauf zeigt sich nicht an einem einzelnen Merkmal, sondern am Gesamtbild. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat dafür zusammen mit der Bundestierärztekammer und der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz eine Checkliste veröffentlicht. Die folgende Tabelle fasst sie zusammen und ergänzt die Warnzeichen, die der Deutsche Tierschutzbund und das Europäische Verbraucherzentrum nennen.
| Punkt | Darauf achtest du | Warnzeichen |
|---|---|---|
| Ort | Du besuchst die Züchterin oder den Züchter zu Hause, gern mehrmals | Lieferung nach Hause, Übergabe auf einem Parkplatz, an einer Raststätte oder einem anderen Treffpunkt |
| Mutterhündin | Du siehst die Mutter mit ihren Welpen und wie sie miteinander umgehen | „Sie wird gerade ausgeführt“, keine Fotos der Mutter, ein erwachsener Hund, der sich nicht wie die Mutter verhält |
| Aufzucht | Saubere Wurfkiste oder abgegrenzter Bereich, Liegeplatz, Spielzeug, Kontakt zu Menschen | Die Welpen werden dir in einem Raum gezeigt, in dem sie offensichtlich nicht leben |
| Alter | Älter als acht Wochen, aus dem EU-Ausland mindestens 15 Wochen | Der Welpe wirkt jünger als angegeben, schwach oder krank |
| Impfungen | Impfnachweise und Angaben zur Entwurmung | Keine Nachweise oder Einträge, die nicht zum Alter passen |
| Angebot | Eine, höchstens wenige Rassen, ausführliche Beschreibung des Welpen | Ein Anbieter mit vielen Rassen, Pseudonym, kopierte Texte oder Fotos |
| Bezahlung | Du zahlst bei der Übergabe vor Ort, gegen Kaufvertrag | Vorkasse für Transport, Futter oder Versicherung |
| Gespräch | Der Züchter beantwortet Fragen und stellt selbst welche | Es geht nur darum, schnell zu verkaufen |
Kommen mehrere Warnzeichen zusammen, geh wieder. Das fällt schwer, wenn ein Welpe vor dir steht. Doch wer aus Mitleid kauft, unterstützt nach Einschätzung des Ministeriums genau das System, das Käufer bewusst täuscht.
Woran erkennst du einen seriösen Züchter?
Ein guter Züchter hat ein Interesse daran, dass seine Welpen in gute Hände kommen. Das merkst du daran, wie er mit dir umgeht. Er nimmt sich Zeit, zeigt dir die Mutterhündin und den Ort, an dem die Welpen leben, und lädt dich zu weiteren Besuchen ein. Ein gutes Zeichen ist auch, wenn er dich zwischen den Besuchen auf dem Laufenden hält, wie sich „dein“ Welpe entwickelt.
Gleichzeitig fragt er dich aus: wie du wohnst, wie viel Zeit du hast, ob du schon einen Hund hattest. Das ist kein Misstrauen, sondern ein gutes Zeichen. Wer dagegen nur wissen will, wann du bezahlst, verkauft Ware, keinen Familienhund.
Achte auch auf die Größe der Zucht. Bei mehr als drei Würfen im Jahr oder mehr als drei fortpflanzungsfähigen Hündinnen gilt eine Zucht als gewerbsmäßig. Dann braucht der Züchter eine Erlaubnis der Veterinärbehörde nach § 11 Tierschutzgesetz. Du darfst danach fragen und dir die Erlaubnis zeigen lassen.
Diese Fragen solltest du dem Züchter stellen
| Frage | Eine gute Antwort |
|---|---|
| Darf ich die Mutterhündin kennenlernen? | Ja, ohne Ausrede. Oft kannst du auch etwas über den Vater erfahren |
| Wo wachsen die Welpen auf? | Im Haus oder in einem sauberen, abgegrenzten Bereich, den du selbst sehen kannst |
| Wann sind die Welpen geboren, und wann ziehen sie aus? | Ein klares Geburtsdatum, Auszug frühestens mit über acht Wochen |
| Welche Impfungen und Entwurmungen hat der Welpe bekommen? | Datum, Impfstoff und Tierarztpraxis stehen im Impfpass oder EU-Heimtierausweis |
| Wie viele Würfe und welche Rassen haben Sie? | Eine oder wenige Rassen, wenige Würfe. Bei gewerbsmäßiger Zucht eine Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz |
| In welchem Zuchtverein züchten Sie? | Ein bestimmter Verein, den du nachprüfen kannst. Bei Vereinen im VDH bekommen die Welpen eine Ahnentafel mit den Logos von VDH und FCI |
| Welche Gesundheitsuntersuchungen hatten die Eltern? | Die Untersuchungen, die der Zuchtverein für die Rasse verlangt, etwa Röntgen der Hüften. Den schriftlichen Befund darfst du sehen |
| Woran hat sich der Welpe schon gewöhnt? | Er kennt Menschen, Geräusche im Haushalt und erste neue Dinge |
| Bekomme ich einen Kaufvertrag? | Ja, mit Namen und Adresse der Züchterin oder des Züchters |
| Darf ich mich nach dem Kauf bei Fragen melden? | Ja. Gute Züchter bleiben ansprechbar |
Bevor du dich auf eine Rasse festlegst, lohnt sich ein Blick darauf, was sie im Alltag braucht. Der Ratgeber zu Anfängerhunden erklärt, welche Rassegruppen eher leicht und welche eher anspruchsvoll sind, der zu Familienhunden, worauf es mit Kindern ankommt.
Sollte der Züchter in einem Zuchtverein sein?
Ja, das ist ein gutes Zeichen, aber keine Garantie. Wer in einem Rassehunde-Zuchtverein des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH) züchtet, muss sich an feste Regeln halten und wird kontrolliert. Der VDH vertritt Deutschland in der Fédération Cynologique Internationale (FCI), dem internationalen Dachverband, in dem jedes Land nur einen Verband hat. Der VDH selbst rät, einen Welpen bei einem Züchter aus einem seiner Mitgliedsvereine zu kaufen.
Die Zucht-Ordnung des VDH legt dafür Mindestregeln fest:
- Zuchtzulassung: Ein Hund darf nur in die Zucht, wenn er die Gesundheitsvorgaben seines Vereins erfüllt und eine Beurteilung von Verhalten und Körperbau bestanden hat.
- Untersuchungen der Eltern: Kommt in einer Rasse eine Erbkrankheit gehäuft vor, muss der Verein Untersuchungen vorschreiben, etwa Röntgenbilder von Hüfte und Ellenbogen (HD und ED), Augenuntersuchungen oder Gentests. Welche, hängt von der Rasse ab.
- Zuchtwart: Ein Zuchtwart des Vereins kontrolliert jeden Wurf, die Mutterhündin und die Aufzucht, prüft Chip und Entwurmung und hält alles in einem Protokoll fest.
- Schutz der Hündin: Sie bekommt frühestens mit 15 Monaten zum ersten Mal Welpen und soll in 24 Monaten höchstens zwei Würfe aufziehen. Geschwister oder Eltern und Kinder dürfen nicht miteinander verpaart werden.
- Ahnentafel: Die Welpen bekommen eine Ahnentafel mit den Logos von VDH und FCI.
Einen gesunden Hund garantiert dir das alles nicht. Die FCI schreibt in ihrem Zuchtreglement ausdrücklich, dass eine Ahnentafel die Abstammung belegt, aber keine bestimmten Eigenschaften des Hundes garantiert. Die Checkliste oben gilt deshalb auch für Züchter im Verein.
Es gibt auch Zuchtvereine außerhalb des VDH mit eigenen Papieren. Diese Papiere sind keine Ahnentafel von VDH und FCI. Ein VDH-Verein übernimmt einen solchen Hund nicht einfach, sondern trägt ihn zum Beispiel erst nach einer Begutachtung durch einen Zuchtrichter in ein eigenes Register ein. Steht auf den Papieren kein VDH- oder FCI-Logo, frag, welcher Verein sie ausstellt, nach welchen Regeln dort gezüchtet wird und welche Untersuchungen die Eltern hatten.
So prüfst du, ob der Züchter wirklich im Verein ist
- Frag nach dem Verein und such ihn in der Liste der Mitgliedsvereine auf der Website des VDH. Dort sind 172 Rassehunde-Zuchtvereine aufgeführt.
- Ruf bei der Welpenvermittlung des Vereins an. Die Zuchtvereine wissen laut VDH, welcher Züchter gerade Welpen hat oder einen Wurf erwartet.
- Lass dir die Ahnentafeln der Eltern zeigen und frag, ob die Welpen eine Ahnentafel mit VDH- und FCI-Logo bekommen.
- Lass dir die Befunde der Eltern und das Protokoll der Wurfabnahme zeigen. Auch das empfiehlt der VDH vor dem Kauf.
Woran erkennst du illegalen Welpenhandel?
Illegaler Welpenhandel läuft vor allem über Kleinanzeigen im Internet. Die Welpen stammen laut Deutschem Tierschutzbund meist aus Massenzuchten in Osteuropa, werden zu früh von der Mutter getrennt und oft ohne ausreichende Impfung über weite Strecken transportiert. Der Tierschutzbund hat für 2025 bundesweit 257 Fälle illegalen Heimtierhandels mit insgesamt 2.250 Tieren erfasst, die meisten davon Hunde. In über 75 Prozent der Fälle waren kranke Tiere dabei.
Diese Anzeichen nennen Ministerium, Tierschutzbund und Verbraucherzentrum:
- Die Anzeige beschreibt den Welpen kaum, der Anbieter tritt unter einem Fantasienamen auf.
- Derselbe Anbieter hat verschiedene Rassen im Angebot.
- Texte, Telefonnummern oder Fotos tauchen in mehreren Anzeigen auf. Das kannst du mit einer Bildersuche oder der Suche nach Sätzen aus der Anzeige prüfen.
- Fotos der Mutterhündin fehlen, oder du darfst sie vor Ort nicht sehen.
- Der Anbieter bietet an, den Welpen zu liefern, oder schlägt einen Treffpunkt vor.
- Du sollst vorab Geld für Transport, Futter oder eine Versicherung überweisen. Das Verbraucherzentrum nennt das einen klassischen Vorschussbetrug: Das Geld ist weg, ein Welpe kommt nie an.
- Papiere fehlen, oder das eingetragene Alter passt nicht zum Welpen.
Ein Verbot gibt es übrigens nicht: Tiere über das Internet zu verkaufen ist in Deutschland nicht grundsätzlich untersagt. Wer gewerblich verkauft, braucht aber eine behördliche Erlaubnis. Eine Anzeige ist also kein Beweis für Betrug, aber ein Grund, besonders genau hinzusehen.
Ab welchem Alter darf ein Welpe abgegeben werden?
Die Tierschutz-Hundeverordnung schreibt vor: Ein Welpe darf erst im Alter von über acht Wochen von der Mutter getrennt werden. Eine Ausnahme gibt es nur, wenn eine Tierärztin oder ein Tierarzt die frühere Trennung zum Schutz von Mutter oder Welpe für nötig hält. In dieser Zeit lernen Welpen von Mutter und Geschwistern die Grundregeln des Hundelebens.
Für Welpen aus dem Ausland gelten strengere Regeln. Sie brauchen eine gültige Tollwutimpfung, und die ist frühestens mit zwölf Wochen erlaubt. Gültig wird sie erst 21 Tage später. Deshalb darf ein Welpe aus einem anderen EU-Land frühestens mit 15 Wochen nach Deutschland gebracht werden. Deutschland lässt für jüngere Hunde ohne gültigen Tollwutschutz keine Ausnahme zu.
| Herkunft | Mindestalter | Kennzeichnung | Papiere | Tollwut |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | über 8 Wochen | nicht bundesweit vorgeschrieben | Impfpass mit schlüssigen Einträgen | nicht vorgeschrieben |
| anderes EU-Land | 15 Wochen | Mikrochip | EU-Heimtierausweis und tierärztliches Gesundheitszeugnis | Tollwutimpfung frühestens mit 12 Wochen, mindestens 21 Tage vor dem Grenzübertritt |
| Drittland, bei Tollwut gelistet | 15 Wochen | Mikrochip | Heimtierausweis oder Tiergesundheitsbescheinigung nach EU-Recht | wie bei EU-Ländern |
| Drittland, nicht gelistet | 7 Monate | Mikrochip | Heimtierausweis oder Tiergesundheitsbescheinigung nach EU-Recht | Impfung und zusätzlich Blutuntersuchung auf Tollwut-Antikörper |
Praktisch heißt das: Wird dir ein Welpe aus dem Ausland mit zehn oder zwölf Wochen angeboten, ist er entweder nicht legal eingereist oder sein Alter stimmt nicht.

Welche Papiere bekommst du beim Welpenkauf?
Welche Papiere Pflicht sind, hängt davon ab, woher der Welpe kommt. Für Welpen aus deutscher Zucht sind EU-Heimtierausweis und Chip nicht bundesweit vorgeschrieben. Seriöse Züchter lassen ihre Welpen nach Angaben des Ministeriums aber freiwillig kennzeichnen und von der Tierarztpraxis einen Heimtierausweis ausstellen. Ob dein Bundesland eine Kennzeichnung verlangt, erfährst du bei deiner Gemeinde.
| Papier | Was es belegt | Wann du es bekommen solltest |
|---|---|---|
| Impfpass oder EU-Heimtierausweis | Impfungen und Entwurmungen mit Datum, Impfstoff und Tierarztpraxis | immer |
| Chipnummer | Identität des Welpen, steht im Heimtierausweis | Pflicht bei Welpen aus dem Ausland, bei deutschen Welpen von seriösen Züchtern üblich |
| Tierärztliches Gesundheitszeugnis | Untersuchung kurz vor dem Transport | Pflicht bei Welpen aus einem anderen EU-Land |
| Kaufvertrag | Wer verkauft, was vereinbart ist, Rechte und Pflichten beider Seiten | immer |
| Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz | Die Behörde hat die gewerbsmäßige Zucht oder den Handel erlaubt | bei gewerbsmäßiger Zucht, bei Händlern und bei Welpen aus dem Ausland |
| Ahnentafel | Die Abstammung, nicht die Gesundheit | nur bei Welpen aus einem Zuchtverein, im VDH mit den Logos von VDH und FCI |
Wirkt ein Dokument unvollständig oder passen die Daten nicht zusammen, frag nach. Ein Impfeintrag, der vor dem Geburtsdatum liegt, oder ein Ausweis aus einem anderen Land bei einem angeblich deutschen Wurf sind Gründe, den Kauf abzubrechen.
Welche Impfnachweise sollte ein Welpe beim Kauf haben?
Lass dir den Impfpass oder den EU-Heimtierausweis zeigen. Darin stehen alle Impfungen und Entwurmungen, die der Welpe schon bekommen hat, jeweils mit Datum und Tierarztpraxis. Für Welpen aus Deutschland nennt das Ministerium einen Impfpass mit schlüssigen Einträgen als Begleitpapier. Passen die Einträge nicht zum Alter des Welpen oder fehlen sie, frag nach.
Welche Impfungen dein Welpe noch braucht und wann, legt deine Tierarztpraxis fest. Was schon gemacht ist, gehört außerdem in den Kaufvertrag. Bei Welpen aus dem Ausland ist die Tollwutimpfung Pflicht. Fehlt sie im Heimtierausweis, ist der Welpe nicht legal eingereist.
Was gehört in den Kaufvertrag für einen Welpen?
Bestehe auf einem schriftlichen Kaufvertrag. Darin muss die Züchterin oder der Züchter namentlich genannt sein, und die Rechte und Pflichten beider Seiten sollten klar geregelt sein. Hast du Zweifel, wer dir gegenübersitzt, lass dir einen Ausweis zeigen. Das empfiehlt das Ministerium ausdrücklich.
Damit der Vertrag im Streitfall hilft, sollte er außerdem enthalten:
- Name und Adresse beider Seiten
- Rasse oder Mischung, Geschlecht, Geburtsdatum, Fellfarbe und Chipnummer, falls vorhanden
- Preis, Tag der Übergabe und Ort
- Impfungen und Entwurmungen, die schon gemacht sind
- bekannte Krankheiten oder Besonderheiten
- was gilt, wenn du den Hund später nicht mehr halten kannst
Kaufst du als Privatperson bei einem gewerblichen Züchter oder Händler, schützt dich das Gesetz zusätzlich: Zeigt sich innerhalb von sechs Monaten nach der Übergabe ein Mangel, wird vermutet, dass er schon beim Kauf bestand (§ 477 BGB). Bei einem illegalen Händler ohne Namen und Adresse hilft dir das allerdings wenig, weil du niemanden belangen kannst.

Was tust du, wenn du einen Verdacht hast oder schon gekauft hast?
Wirkt eine Anzeige unseriös, kauf nicht und melde sie. Das Ministerium rät, Verdachtsfälle dem zuständigen Veterinäramt oder der Polizei zu melden und zusätzlich direkt auf der Verkaufsplattform. Hast du schon Geld überwiesen und kein Welpe ist gekommen, geh zur Polizei.
Hast du einen Welpen gekauft und erst danach Zweifel bekommen, bring ihn zuerst zur Tierarztpraxis. Eine Tierärztin oder ein Tierarzt kann das Alter grob einschätzen, den Chip auslesen und prüfen, ob der Welpe gesund ist. Bewahre Anzeige, Nachrichten, Zahlungsbelege und alle Papiere auf.
Züchter oder Tierheim: was passt zu dir?
Das Ministerium regt an, vor dem Kauf auch über einen Hund aus dem Tierheim nachzudenken. Dort lernst du den Hund mehrmals kennen, und die Pflegerinnen und Pfleger können dir sagen, wie er im Alltag ist. Auch Welpen werden manchmal vermittelt. Worauf du dabei achten solltest, besonders bei Hunden aus dem Ausland, steht in unserem Ratgeber Hund aus dem Tierschutz.
Einen Vergleich von Tierheim, Auslandstierschutz und Züchter findest du auf der Seite Welcher Hund passt zu mir?.
Entscheidest du dich für einen Welpen vom Züchter, nimm dir Zeit, frag nach dem Zuchtverein und lass dich nicht drängen. Wenn dein Welpe eingezogen ist, helfen dir der Welpen-Wochenplan und die Seite zur Stubenreinheit durch die ersten Wochen.
Quellen
- Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH): Welpenhandel: leider oft keine saubere Sache, mit Checkliste und Tabelle der Anforderungen nach Herkunft, erschienen am 12.12.2025. Geprüft am 13.10.2026.
- BMLEH: Tollwutimpfung, Mindestalter, Wartezeit und Ausnahmen für junge Hunde. Geprüft am 13.10.2026.
- Tierschutz-Hundeverordnung: § 2 TierSchHuV, Absatz 4 zur Trennung vom Muttertier. Geprüft am 13.10.2026.
- Tierschutzgesetz: § 11 TierSchG, Erlaubnispflicht. Geprüft am 13.10.2026.
- Bürgerliches Gesetzbuch: § 477 BGB, Beweislastumkehr beim Kauf lebender Tiere. Geprüft am 13.10.2026.
- Deutscher Tierschutzbund: So funktioniert der illegale Welpenhandel im Internet, mit Checkliste und Zahlen für 2025. Geprüft am 13.10.2026.
- Europäisches Verbraucherzentrum Deutschland: Online-Tierkauf: Wie man illegalen Tierhandel in der EU erkennt, aktualisiert am 10.03.2026. Geprüft am 13.10.2026.
- Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH): VDH-Zucht-Ordnung mit allen Durchführungsbestimmungen, Stand 01.09.2024, §§ 3 bis 8 und Durchführungsbestimmung „Zuchtprogramme/Zuchtstrategien“ (PDF). Geprüft am 15.10.2026.
- VDH: FAQ, Abschnitt Welpenkauf, seriöse Züchter, Ahnentafel mit VDH-Logo, Nachweise vor dem Kauf. Geprüft am 15.10.2026.
- VDH: VDH-Mitgliedsvereine, Zahl der Rassehunde-Zuchtvereine, und Einteilung in FCI-Gruppen, Rolle des VDH in der FCI. Geprüft am 15.10.2026.
- Fédération Cynologique Internationale (FCI): Internationales Zuchtreglement der FCI, Präambel und Nummer 16 zur Aussagekraft von Ahnentafeln (PDF). Geprüft am 15.10.2026.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Worauf muss ich beim Welpenkauf achten?
Kauf nur vor Ort beim Züchter, sieh dir Mutterhündin und Aufzuchtort an, nimm den Welpen frühestens mit über acht Wochen mit und lass dir Impfnachweise und einen Kaufvertrag mit Namen geben. Lieferung, Treffpunkte und Vorkasse sind Warnzeichen.
Wie erkenne ich einen seriösen Hundezüchter?
Er zeigt dir die Mutterhündin und den Ort, an dem die Welpen leben, lädt dich mehrmals ein, beantwortet deine Fragen und stellt selbst welche. Er hat eine oder wenige Rassen, gibt dir einen Kaufvertrag und bleibt nach dem Kauf ansprechbar.
Ab wann darf ein Welpe von der Mutter weg?
Nach der Tierschutz-Hundeverordnung erst im Alter von über acht Wochen. Ausnahmen gibt es nur auf tierärztliches Urteil. Welpen aus einem anderen EU-Land dürfen frühestens mit 15 Wochen nach Deutschland gebracht werden.
Welche Papiere braucht ein Welpe?
Immer einen Impfpass oder EU-Heimtierausweis und einen Kaufvertrag. Welpen aus dem Ausland brauchen zusätzlich einen Mikrochip, eine gültige Tollwutimpfung im EU-Heimtierausweis und ein tierärztliches Gesundheitszeugnis.
Sollte ein Züchter im VDH sein?
Vorgeschrieben ist das nicht, aber es ist ein gutes Zeichen. In einem Zuchtverein des VDH brauchen die Eltern eine Zuchtzulassung, ein Zuchtwart nimmt jeden Wurf ab, und die Welpen bekommen eine Ahnentafel mit den Logos von VDH und FCI. Eine Garantie für einen gesunden Hund ist das nicht, der Besuch vor Ort bleibt wichtig.
Muss ein Welpe aus Deutschland gechippt sein?
Bundesweit ist das für Welpen aus deutscher Zucht nicht vorgeschrieben. Seriöse Züchter lassen ihre Welpen nach Angaben des Ministeriums trotzdem kennzeichnen. Ob dein Bundesland eine Kennzeichnung verlangt, erfährst du bei deiner Gemeinde.
Darf man Welpen im Internet kaufen?
Ein grundsätzliches Verbot gibt es in Deutschland nicht. Der illegale Welpenhandel läuft aber nach Angaben des Ministeriums in der Regel über Kleinanzeigen. Nutze eine Anzeige höchstens für den ersten Kontakt und kauf erst nach einem Besuch vor Ort.
Ist ein günstiger Welpe ein Warnzeichen?
Ein auffällig niedriger Preis kann eins sein, ein hoher Preis ist aber kein Schutz. Illegale Händler verlangen heute oft so viel wie seriöse Züchter. Entscheidend sind Ort, Mutterhündin, Papiere und das Gespräch.
Was tun, wenn ich einen kranken Welpen gekauft habe?
Geh sofort zur Tierarztpraxis und bewahre Anzeige, Nachrichten, Zahlungsbelege und Papiere auf. Bei Verdacht auf illegalen Handel informiere das Veterinäramt oder die Polizei. Bei einem gewerblichen Verkäufer gilt für Mängel eine Vermutung zu deinen Gunsten für sechs Monate.
Sollte ich vorab eine Anzahlung leisten?
Nie an jemanden, den du nicht persönlich besucht hast. Vorkasse für Transport, Futter oder Versicherung ist eine bekannte Masche. Vereinbarst du mit einem Züchter, den du besucht hast, eine Reservierung, lass sie dir schriftlich bestätigen.

