Retriever-Rassen: die sechs Retriever und die Wasserhunde

Es gibt sechs Retriever-Rassen: Labrador, Golden, Flat Coated, Curly Coated, Chesapeake Bay und Nova Scotia Duck Tolling Retriever. Die FCI führt sie in Gruppe 8 als Apportierhunde, zusammen mit den Stöberhunden und sieben Wasserhunden wie Lagotto Romagnolo und Portugiesischem Wasserhund. Alle wurden gezüchtet, um eng mit dem Jäger zu arbeiten und Wild zu bringen, oft aus dem Wasser.

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  1. Welche Retriever-Rassen gibt es?
  2. Was unterscheidet die sechs Retriever?
  3. Was sind Wasserhunde und welche Rassen gehören dazu?
  4. Gibt es bei Retrievern Arbeitslinien und Showlinien?
  5. Wie viel Beschäftigung braucht ein Retriever?
  6. Sind Retriever gute Familienhunde und Anfängerhunde?
  7. Welche Krankheiten sind bei Retrievern häufig?
  8. So ordnet der Rassetest Retriever ein
  9. Was ist bei einem Retriever-Welpen wichtig?

Welche Retriever-Rassen gibt es?

In der Rassenliste der Fédération Cynologique Internationale (FCI) stehen genau sechs Retriever (Stand 13.10.2026). Die FCI ist der internationale Dachverband, dem auch der deutsche VDH angehört. Vier der Retriever stammen aus Großbritannien, einer aus Kanada und einer aus den USA.

Ein Retriever ist ein Apportierhund: ein Jagdhund, der erlegtes Wild nach dem Schuss sucht und dem Jäger bringt. Das englische „to retrieve“ heißt zurückholen. Die FCI fasst die sechs Rassen in Sektion 1 „Apportierhunde“ der Gruppe 8 zusammen. Der Standard des Labradors nennt als Verwendung schlicht „Retriever“ und betont ein „weiches Maul“, also Wild, das unbeschädigt ankommt.

Die sechs Retriever: Herkunft, Fell und Farben laut FCI-Standard (geprüft am 13.10.2026)
RetrieverHerkunft laut FCIFell laut StandardErlaubte Farben
Labrador RetrieverGroßbritannienkurz, dicht, ohne Wellen und Befederung, wetterfeste Unterwolleschwarz, gelb (hellcreme bis fuchsrot), leberbraun
Golden RetrieverGroßbritannienglatt oder wellig, gut befedert, dichte wasserabweisende Unterwollealle Gold- und Cremetöne, weder rot noch mahagoni
Flat Coated RetrieverGroßbritanniendicht, möglichst flach anliegend, Läufe und Rute befedertnur schwarz oder leberbraun
Curly Coated RetrieverGroßbritannienMasse kleiner, fester Locken ohne Unterwolleschwarz oder leberbraun
Chesapeake Bay RetrieverUSAkurz und dicht, nirgends länger als 4 cm, fettiges Deckhaar mit wolliger Unterwollejedes Braun, Binsen- oder Trockengrasfarben
Nova Scotia Duck Tolling RetrieverKanadawasserabweisend, doppelt, mittellang und weichRot- und Orangetöne, meist mit weißen Abzeichen

Größe und Gewicht von Labrador, Golden, Flat Coated und Toller stehen in der Gruppe-8-Tabelle im Ratgeber Jagdhunderassen. Die beiden anderen: Der Curly Coated Retriever ist mit idealen 69 Zentimetern bei Rüden und 64 bei Hündinnen der größte Retriever. Der Chesapeake misst 58 bis 66 Zentimeter bei Rüden und 53 bis 61 bei Hündinnen und wiegt 29,5 bis 36,5 beziehungsweise 25 bis 32 Kilogramm.

Was unterscheidet die sechs Retriever?

Die sechs Retriever unterscheiden sich vor allem im Fell, in der Größe und darin, wie offen sie auf Fremde zugehen. Gemeinsam ist allen die enge Arbeit mit dem Menschen, oft am und im Wasser.

Labrador Retriever

Laut Standard stammt der Labrador vermutlich von der Küste Neufundlands, wo Fischer ähnliche Hunde zum Apportieren von Fischen einsetzten. Typisch ist die dicke „Otterrute“. Als Rasse ist er vergleichsweise jung, sein Rasseclub wurde 1916 gegründet. Der Standard beschreibt ihn als gutmütig, anpassungsfähig, mit starkem Wunsch zu gefallen und ohne Spur von Aggression oder übertriebener Scheu.

Golden Retriever

Der Golden ist laut Standard ein Jagdhund mit natürlicher Veranlagung zur Arbeit: gelehrig, intelligent, freundlich und selbstsicher. Sein Fell ist länger als das des Labradors und braucht mehr Pflege.

Flat Coated Retriever

Der Standard des Flat Coated Retriever hebt seinen Optimismus und seine Freundlichkeit hervor, sichtbar an der „begeistert wedelnden Rute“. Erlaubt sind nur Schwarz und Leberbraun. Wer einen Flat sucht, sollte den Abschnitt zur Gesundheit weiter unten lesen.

Curly Coated Retriever

Der Curly ist der größte Retriever und trägt am Körper dichte, kleine Locken ohne Unterwolle. Sein Standard beschreibt ihn als intelligent, beständig und verlässlich, aber auch als unabhängig: Er könne „distanziert wirken“. Darin unterscheidet er sich vom Labrador, dessen Standard keine Spur von Aggression oder übertriebener Scheu zulässt.

Chesapeake Bay Retriever

Der Chesapeake aus den USA wurde laut Standard für die Jagd bei widrigem Wetter gezüchtet, oft in Schnee und Eis. Sein fettiges Deckhaar hält kaltes Wasser ab, seine Farbe soll der Umgebung gleichen, in der er arbeitet. Der Standard nennt ihn aufgeweckt und fröhlich, aber auch „anhänglich beschützerisch“.

Nova Scotia Duck Tolling Retriever

Der Toller ist der kleinste Retriever und hat eine besondere Aufgabe: Er rennt und spielt am Ufer, der Jäger wirft ihm dabei Stöcke oder Bälle zu. Das macht die Enten neugierig, sie schwimmen näher heran. Danach apportiert der Toller das Wild. Sein Standard nennt ihn sehr intelligent, sehr gelehrig und ausdauernd, mit ausgeprägtem Spieltrieb.

In der Rassenliste der FCI ist bei allen sechs Retrievern eine Arbeitsprüfung vorgeschrieben. Die jagdliche Eignung bleibt damit Teil der Rasse, auch wenn viele Retriever in Familien leben.

Schwarzer Labrador rennt durch flaches Wasser, das um seine Beine spritzt

Was sind Wasserhunde und welche Rassen gehören dazu?

Wasserhunde sind Hunde, die für die Arbeit im und am Wasser gezüchtet wurden: Wasservögel aufstöbern und bringen oder Fischern helfen. Die FCI führt sieben von ihnen als Sektion 3 der Gruppe 8. Typisch ist dichtes, lockiges oder krauses Fell.

Die sieben Wasserhunde der FCI-Gruppe 8: Verwendung und Größe laut Standard (geprüft am 13.10.2026)
RasseHerkunftVerwendung laut StandardWiderristhöhe laut Standard
Barbet (Französischer Wasserhund)FrankreichWasserhund für die Jagd auf Wasservögel, sucht, stöbert und apportiertRüden 58 bis 65 cm, Hündinnen 53 bis 61 cm
Irischer WasserspanielIrlandvielseitiger Jagdhund, vor allem für FederwildRüden 53 bis 59 cm, Hündinnen 51 bis 56 cm
Lagotto RomagnoloItalienTrüffelhund, früher Wasser-ApportierhundRüden 43 bis 48 cm, Hündinnen 41 bis 46 cm
Wetterhoun (Friesischer Wasserhund)NiederlandeJagdhund, Wasserhund, früher Otterjagd, bewacht den HofRüden ideal 59 cm, Hündinnen 55 cm
Portugiesischer WasserhundPortugalHelfer beim Fischen und Apportieren, BegleithundRüden 50 bis 57 cm, Hündinnen 43 bis 52 cm
Spanischer WasserhundSpanienHütehund, Jagdhund, FischerhundRüden 44 bis 50 cm, Hündinnen 40 bis 46 cm
Amerikanischer WasserspanielUSAvielseitiger Jagdhund, apportiert aus Booten und Kanus15 bis 18 Zoll, etwa 38 bis 46 cm

Einige Standards erzählen viel über den Alltag dieser Hunde. Der Portugiesische Wasserhund springt laut Standard ins Meer und taucht, um entwischte Fische zurückzubringen, und bewacht die Boote der Fischer. Der Spanische Wasserhund hütet in Andalusien bis heute Herden. Beim Lagotto wurde der Jagdinstinkt laut Standard durch Zucht so verändert, dass ihn Wildgeruch nicht von der Trüffelsuche ablenkt.

Und der Pudel? Er stammt laut seinem Standard vom Barbet ab und wurde für die Jagd auf Wildgeflügel eingesetzt. Die FCI führt ihn heute aber in Gruppe 9 bei den Gesellschafts- und Begleithunden. Mehr dazu im Ratgeber Begleithunde.

Die dritte Sektion der Gruppe 8 sind die neun Stöberhunde, vor allem Spaniel und der Deutsche Wachtelhund. Das Kooikerhondje aus den Niederlanden lockt wie der Toller Enten an. Cocker, Springer und Wachtelhund stehen im Ratgeber Jagdhunderassen.

Gibt es bei Retrievern Arbeitslinien und Showlinien?

Ja. Bei Labrador, Golden Retriever und Cocker Spaniel haben sich Linien für die Jagd und Linien für Ausstellung und Familie auseinanderentwickelt. Der FCI-Standard des Englischen Cocker Spaniel sagt das offen: Es gebe heute einen Unterschied zwischen Hunden für die Arbeit und Hunden für die Ausstellung, der Ausstellungscocker sei kräftiger und schwerer.

Beim Verhalten ist es weniger eindeutig, als viele denken. Eine Studie der Universität Linköping in Schweden (Sundman und andere, 2016) hat die Ergebnisse eines standardisierten Verhaltenstests von 902 Golden Retrievern und 1.672 Labradoren ausgewertet. In beiden Rassen unterschieden sich Jagdlinie und Ausstellungs- und Familienlinie, aber nicht in dieselbe Richtung. Bei den Labradoren war die Familienlinie neugieriger als die Jagdlinie, bei den Golden Retrievern war es umgekehrt.

Eine Regel wie „Arbeitslinie heißt in jeder Rasse mehr Temperament“ lässt sich aus dieser Studie nicht ableiten. Frag beim Züchter deshalb konkret, wofür die Elterntiere eingesetzt werden, ob sie jagen, Prüfungen ablegen oder als Familienhunde leben, und lern beide Eltern kennen, wenn es geht. Worauf du beim Kauf außerdem achtest, steht im Ratgeber Welpen kaufen.

Wie viel Beschäftigung braucht ein Retriever?

Ein Retriever braucht jeden Tag Bewegung und eine Aufgabe, bei der er mit dir zusammenarbeitet: suchen, tragen, bringen. Nur spazieren gehen reicht vielen nicht. Wie viele Stunden das sind, hängt von Linie, Alter und Einzeltier ab, eine belegte Zahl gibt es dafür nicht.

Beschäftigung, die zur Arbeitsweise der Retriever und Wasserhunde passt
BeschäftigungWas der Hund dabei tutMehr dazu
Dummytrainingsucht und bringt einen Stoffbeutel, wie bei der Jagd, nur ohne WildHundetricks beibringen
Nasenarbeitsucht Futter, Spielzeug oder eine SpurNasenarbeit
Apportieren aus dem Wasserbringt ein Dummy aus Teich oder See, wo Baden für Hunde erlaubt istRückruf üben
Kopfarbeit im Hauslöst kleine Aufgaben, trägt GegenständeDenkspiele

Viele Retriever arbeiten gern für Futter, und das macht das Training leicht. Bei Labradoren gibt es dafür einen genetischen Hinweis: Forschende der Universität Cambridge (Raffan und andere, 2016) fanden bei Labradoren eine Genveränderung, die mit höherem Gewicht und stärkerem Interesse an Futter einhergeht. Unter den anderen untersuchten Rassen trat sie nur beim eng verwandten Flat Coated Retriever auf. Zieh die Belohnungen deshalb von der Tagesration ab.

Viele Retriever haben Jagdinteresse, und Labradore lieben laut Standard das Wasser. Übe den Rückruf von Anfang an, bevor du die Leine abmachst.

Rotbrauner Hund mit halblangem Fell steht mit heraushängender Zunge im Heidekraut

Sind Retriever gute Familienhunde und Anfängerhunde?

Oft ja. Der Standard beschreibt den Labrador als gutmütig und ohne jede Aggression, den Golden als freundlich und selbstsicher, und beide arbeiten gern mit Menschen zusammen. Im Rassetest stehen Retriever deshalb bei Menschen ohne Hundeerfahrung weit oben. Zwei Dinge solltest du trotzdem bedenken.

  • Größe und Kraft. Erwachsene Labradore wogen in einer britischen Studie im Schnitt 33 Kilogramm (McGreevy und andere, 2018). So ein Hund kann kleine Kinder im Spiel umwerfen, und an der Leine halten ihn Kinder selten sicher. Die Regeln für Kinder und Hund stehen im Ratgeber Familienhunde.
  • Nicht jeder Retriever ist ein Labrador. Chesapeake und Curly beschreiben ihre Standards als beschützerisch oder distanziert. Das passt zu Menschen mit Erfahrung besser als zu einer Familie, die den ersten Hund sucht.

Was Anfänger vor dem ersten Hund klären sollten, steht im Ratgeber Anfängerhunde. Labrador und Golden gehören zu den großen Hunden, die praktischen Folgen für Auto, Wohnung und Kosten beschreibt der Ratgeber Große Hunderassen.

Welche Krankheiten sind bei Retrievern häufig?

Beim Labrador sind Ohrentzündungen, Übergewicht und Gelenkverschleiß die häufigsten Befunde in der Tierarztpraxis. Das zeigt eine Auswertung von 2.074 Labradoren aus britischen Tierarztpraxen im Programm VetCompass des Royal Veterinary College (McGreevy, O'Neill und andere, 2018).

Häufige Befunde bei Labradoren in britischen Tierarztpraxen (McGreevy und andere, 2018)
BefundAnteil der Labradore
Entzündung des äußeren Gehörgangs10,4 %
Übergewicht8,8 %
Gelenkverschleiß5,5 %

Die Fellfarbe spielte in dieser Studie eine Rolle. Braune Labradore hatten häufiger Ohrentzündungen: 23,4 Prozent gegenüber 12,8 Prozent bei schwarzen und 17,0 Prozent bei gelben. Ihr mittleres Sterbealter lag bei 10,7 Jahren, bei allen anderen Farben bei 12,1 Jahren. Über alle Labradore lag es bei 12,0 Jahren. Eine größere Auswertung mit über 584.000 britischen Hunden (McMillan und andere, 2024) kam für Labradore auf 13,1 Jahre. Solche Werte unterscheiden sich je nach Datenquelle.

Flat Coated Retriever. Bei dieser Rasse hängen die meisten Todesfälle mit Krebs zusammen. Eine Studie der Universität Utrecht (Erich und andere, 2013) fand bei mindestens 63,8 Prozent der gestorbenen Flats in den Niederlanden einen Zusammenhang mit bösartigen Tumoren. Mehr als jeder siebte starb an einer besonders bösartigen Krebsform, dem histiozytären Sarkom.

„Silver Labrador“. Der FCI-Standard erlaubt beim Labrador nur Schwarz, Gelb und Leberbraun. Silberne Labradore tragen eine aufgehellte Farbe, die mit einem erblichen Haarausfall verbunden sein kann. Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) nennt den „silver Labrador“ in ihrem Merkblatt Nr. 141 ausdrücklich als Beispiel, bei dem diese Erkrankung verbreitet ist. Zucht, die erblich bedingte Schäden in Kauf nimmt, verbietet § 11b des Tierschutzgesetzes.

Frag beim Kauf nach den Röntgenbefunden von Hüften und Ellenbogen beider Elterntiere und nach Gentests. Wie große Welpen gesund aufwachsen, auch beim Treppensteigen, steht im Ratgeber Große Hunderassen.

So ordnet der Rassetest Retriever ein

Im Test „Welcher Hund passt zu mir?“ stehen Retriever, Stöber- und Wasserhunde als eigene Gruppe „Apportier-, Stöber- und Wasserhunde“ (FCI-Gruppe 8). Als Beispielrassen nennt der Test Englischer Cocker Spaniel, Lagotto Romagnolo, Labrador Retriever und Golden Retriever. Die Stufen von 1 bis 3 sind unsere eigene grobe Einschätzung ohne Quelle, keine Messung.

Stufen der Gruppe Retriever im Test (1 = wenig, 3 = viel). Eigene Einschätzung ohne Quelle.
EigenschaftStufe im Test
Bewegung und Beschäftigung pro Tag2 von 3 (mittel)
Eignung für Menschen ohne Hundeerfahrung3 von 3
Wie leicht Freilauf meist gelingt2 von 3
Freude an Aufgaben und Training3 von 3 (viel)
Wachsamkeit und Melden1 von 3

Aus deinen Antworten rechnet der Test Punkte je Gruppe. Die nächste Tabelle zeigt, wie sich die Punkte der Retriever ändern, wenn eine einzige Antwort anders ausfällt. Verglichen wird mit jemandem, der in einer Wohnung mit Grün in der Nähe lebt, ein bis zwei Stunden am Tag Zeit hat, schon einen eigenen Hund hatte und gern wandert.

Punkte der Retriever im Test, gerechnet mit der Logik des Tests
Wenn du stattdessen antwortestPunkte für Retriever
Es wäre mein erster Hundplus 2
Trainieren, Suchspiele, Tricks statt Wandernplus 1
Gemütliche Runden und viel Nähe statt Wandernminus 2
Weniger als eine Stunde Zeit am Tagminus 3
Freilauf ist mir sehr wichtigkeine Änderung
Wohnung in der Stadtkeine Änderung

Retriever stehen im Ergebnis deshalb oft bei Ersthaltern und bei Menschen, die gern trainieren. Wer wenig Zeit hat, bekommt sie seltener. Im Test steht dazu der Hinweis: „Sie wollen nicht nur spazieren gehen, sondern etwas tun: suchen, tragen, apportieren. Viele haben trotzdem Jagdinteresse. Frag beim Züchter, wofür die Elterntiere eingesetzt werden, und lern sie kennen, wenn es geht.“

Was ist bei einem Retriever-Welpen wichtig?

Am wichtigsten sind ein schlanker Körper, viel Schlaf und früh geübte Ruhe. Viele Retriever fressen gern, und Übergewicht gehört bei erwachsenen Labradoren zu den häufigsten Befunden. Wie viel dein Welpe nach Alter und erwartetem Endgewicht bekommt, rechnet dir die Seite Welpen füttern.

Retriever sind zum Tragen gezüchtet, mit „weichem Maul“. Wenn dein Welpe trotzdem in Hände und Hosenbeine zwickt, hilft die Seite Welpe beißt. Einen Tagesablauf mit Ruhezeiten und ersten Übungen nach Alter gibt dir der Welpen-Wochenplan, und für die ersten Runden draußen lohnt sich Gassi mit Welpen.

Quellen

Fragen und Antworten

Häufige Fragen

Wie viele Retriever-Rassen gibt es?

Sechs: Labrador, Golden, Flat Coated, Curly Coated, Chesapeake Bay und Nova Scotia Duck Tolling Retriever. Die FCI führt sie als Apportierhunde in Gruppe 8.

Welcher Retriever ist der kleinste?

Der Nova Scotia Duck Tolling Retriever. Sein Standard nennt für Rüden 48 bis 51 Zentimeter, für Hündinnen 45 bis 48 Zentimeter, jeweils mit 2,5 Zentimetern Spielraum.

Welcher Retriever ist der größte?

Der Curly Coated Retriever mit einer Idealgröße von 69 Zentimetern bei Rüden und 64 Zentimetern bei Hündinnen laut FCI-Standard.

Was ist der Unterschied zwischen Labrador und Golden Retriever?

Vor allem das Fell. Der Labrador hat kurzes, dichtes Haar ohne Befederung und darf schwarz, gelb oder leberbraun sein. Der Golden trägt längeres, befedertes Fell in Gold- und Cremetönen und braucht mehr Pflege. Beide gelten laut Standard als freundlich und arbeitswillig.

Was ist ein Wasserhund?

Ein Hund, der für die Arbeit im und am Wasser gezüchtet wurde, etwa um Wasservögel zu bringen oder Fischern zu helfen. Die FCI führt sieben Wasserhunde, darunter Lagotto Romagnolo, Portugiesischer und Spanischer Wasserhund und Barbet.

Gehört der Pudel zu den Wasserhunden?

Der Herkunft nach ja, er stammt laut Standard vom Barbet ab und wurde für die Jagd auf Wildgeflügel eingesetzt. Die FCI führt ihn heute aber bei den Gesellschafts- und Begleithunden in Gruppe 9.

Sind Retriever für Anfänger geeignet?

Labrador und Golden Retriever oft, weil sie gern mit Menschen zusammenarbeiten. Sie brauchen aber täglich Bewegung und Aufgaben. Chesapeake und Curly beschreiben ihre Standards als beschützerisch oder distanziert, sie passen eher zu erfahrenen Haltern.

Warum sind Labradore so verfressen?

Zum Teil liegt es an den Genen. Forschende der Universität Cambridge fanden 2016 bei Labradoren eine Veränderung im POMC-Gen, die mit mehr Gewicht und stärkerem Interesse an Futter verbunden ist. Sie kommt auch beim Flat Coated Retriever vor.

Was ist ein Silver Labrador?

Ein Labrador mit aufgehellter, silbriger Farbe. Der FCI-Standard erlaubt nur Schwarz, Gelb und Leberbraun. Die TVT nennt den silver Labrador als Beispiel für eine Farbzucht, bei der erblicher Haarausfall verbreitet ist.

Wann sollte ich mit meinem Retriever zur Tierarztpraxis?

Lass deinen Hund in der Tierarztpraxis untersuchen, wenn er lahmt, nach dem Liegen steif aufsteht, oft den Kopf schüttelt oder sich an den Ohren kratzt oder wenn du einen neuen Knoten unter der Haut ertastest.