Sennenhunde, Schnauzer und Molosser: die Rassen der FCI-Gruppe 2

Es gibt vier Sennenhund-Rassen: Großer Schweizer, Berner, Appenzeller und Entlebucher Sennenhund. Zusammen mit Pinschern, Schnauzern und Molossern wie Boxer, Rottweiler und Neufundländer bilden sie die FCI-Gruppe 2 mit 53 Rassen. Gemeinsam ist den meisten ihre Herkunft als Hof-, Wach- oder Arbeitshund.

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  1. Welche Rassen gehören zu Sennenhunden, Schnauzern und Molossern?
  2. Welche Sennenhund-Rassen gibt es?
  3. Was ist der Unterschied zwischen Pinscher und Schnauzer?
  4. Was sind Molosser?
  5. Wie groß und schwer werden Boxer, Rottweiler und andere Molosser?
  6. Wie stark ist der Wach- und Schutztrieb dieser Rassen?
  7. Welche Rassen der Gruppe 2 sind Listenhunde?
  8. Welche Rassen passen zu Familien und Anfängern?
  9. Welche Gesundheitsprobleme gibt es bei diesen Rassen?
  10. Wie ordnet der Rassetest diese Gruppe ein?
  11. Worauf achte ich bei Auswahl und Erziehung?

Welche Rassen gehören zu Sennenhunden, Schnauzern und Molossern?

Die Fédération Cynologique Internationale (FCI), der internationale Dachverband, dem auch der deutsche VDH angehört, führt in ihrer Gruppe 2 insgesamt 53 Rassen (Stand 13.10.2026). Sie heißt „Pinscher und Schnauzer, Molossoide und Schweizer Sennenhunde“ und ist in drei Sektionen geteilt.

Die drei Sektionen der FCI-Gruppe 2 mit Beispielen (Rassenliste der FCI, geprüft am 13.10.2026)
SektionBeispieleRassen in der FCI-Liste
1: Pinscher und SchnauzerZwergpinscher, Deutscher Pinscher, Dobermann, Affenpinscher, Zwergschnauzer, Schnauzer, Riesenschnauzer11
2.1: Molossoide, doggenartige HundeBoxer, Rottweiler, Deutsche Dogge, Bordeauxdogge, Cane Corso, Englische Bulldogge, Mastiff, Shar Pei18
2.2: Molossoide, BerghundeHovawart, Leonberger, Neufundländer, Bernhardiner, Landseer, Pyrenäen-Berghund, Kangal20
3: Schweizer SennenhundeGroßer Schweizer, Berner, Appenzeller und Entlebucher Sennenhund4

Was ist ein Sennenhund? Sennenhunde sind die vier Rassen der Sektion 3. Sie stammen aus der Schweiz und waren Bauernhunde. Der FCI-Standard des Berner Sennenhundes beschreibt ihn als Bauernhund alter Herkunft, der rund um Bern als Wach-, Zug- und Treibhund gehalten wurde. Appenzeller und Entlebucher hüteten und trieben außerdem das Vieh. Alle vier sind dreifarbig, meist schwarz mit rotbraunen und weißen Abzeichen.

Welche Sennenhund-Rassen gibt es?

Es gibt vier Sennenhund-Rassen. Der größte ist der Große Schweizer Sennenhund mit bis zu 72 Zentimetern Schulterhöhe, der kleinste der Entlebucher mit 44 bis 50 Zentimetern bei Rüden. Die Angaben stammen aus den FCI-Standards.

Die vier Sennenhund-Rassen laut FCI-Standard (Rüde / Hündin), geprüft am 13.10.2026
RasseSchulterhöheFellWesen laut Standard
Großer Schweizer Sennenhund65 bis 72 / 60 bis 68 cmStockhaar, mittellang mit Unterwollesicher, wachsam, gutmütig mit vertrauten Personen, selbstsicher gegenüber Fremden, mittleres Temperament
Berner Sennenhund64 bis 70 / 58 bis 66 cmlang und glänzendsicher, wachsam, gutmütig, friedlich gegenüber Fremden, mittleres Temperament, gute Führigkeit
Appenzeller Sennenhund52 bis 56 / 50 bis 54 cm, 2 cm SpielraumStockhaar, fest anliegendlebhaft, temperamentvoll, leicht misstrauisch gegenüber Fremden, unbestechlicher Wächter
Entlebucher Sennenhund44 bis 50 / 42 bis 48 cm, Spielraum bis 52 / 50 cmStockhaar, kurz und hartlebhaft, temperamentvoll, gegenüber Fremden leicht misstrauisch, unbestechlicher Wächter

Ein Gewicht nennt keiner der vier Standards. Die Tabelle zeigt einen Unterschied, der oft untergeht: Berner und Großer Schweizer haben laut Standard ein mittleres Temperament, Appenzeller und Entlebucher gelten als lebhaft, temperamentvoll und wachsam. Wer einen ruhigen Familienhund sucht, landet eher bei den großen beiden, wer Bewegung und Aufgaben bieten kann, auch bei den kleinen.

Sennenhunde sind keine Hütehunde im Sinne der FCI, auch wenn mehrere von ihnen Vieh getrieben haben. Die Hütehunde bilden die FCI-Gruppe 1, mehr dazu im Ratgeber Hütehunde.

Was ist der Unterschied zwischen Pinscher und Schnauzer?

Vor allem das Fell: Deutscher Pinscher und Zwergpinscher sind glatthaarig, die Schnauzer rauhaarig. Laut FCI-Standard des Deutschen Pinschers haben beide die gleichen Vorfahren, der Schnauzer hieß früher „rauhhaariger Pinscher“. Der Schnauzer-Standard erzählt, dass er im süddeutschen Raum als Stallhund Ratten jagte und deshalb im Volksmund „Rattler“ hieß.

Beide gibt es in mehreren Größen. Der Mittelschnauzer heißt bei der FCI schlicht „Schnauzer“. Auch der Dobermann gehört in diese Sektion.

Pinscher und Schnauzer laut FCI-Standard, geprüft am 13.10.2026
RasseSchulterhöhe und GewichtVerwendung laut Standard
Zwergpinscher25 bis 30 cm, 4 bis 6 kgHaus- und Begleithund
Affenpinscher25 bis 30 cm, etwa 4 bis 6 kgHaus- und Begleithund
Zwergschnauzer30 bis 35 cm, etwa 4 bis 8 kgHaus- und Begleithund, laut Standard auch für eine kleine Wohnung
Deutscher Pinscher45 bis 50 cm, 14 bis 20 kgWach- und Begleithund
Mittelschnauzer (FCI: Schnauzer)45 bis 50 cm, 14 bis 20 kgWach- und Begleithund
Riesenschnauzer60 bis 70 cm, 35 bis 47 kgGebrauchs- und Begleithund
DobermannRüden 68 bis 72 cm und etwa 40 bis 45 kg, Hündinnen 63 bis 68 cm und etwa 32 bis 35 kgBegleit-, Schutz- und Gebrauchshund

Das drahtige Schnauzerfell haart wenig, braucht aber regelmäßige Pflege. Mehr dazu steht im Ratgeber Hunde, die nicht haaren. Zwergpinscher und Zwergschnauzer findest du auch bei den kleinen Hunderassen.

Schnauzer in Pfeffer-Salz liegt auf einer Decke und schaut mit offenem Maul in die Kamera

Was sind Molosser?

Molosser sind die Rassen, die die FCI als „Molossoide“ in der Sektion 2 ihrer Gruppe 2 führt, meist große und kräftige Hunde. Die FCI teilt sie in zwei Typen: doggenartige Hunde wie Boxer, Rottweiler, Deutsche Dogge und Mastiff, und Berghunde wie Bernhardiner, Neufundländer, Leonberger und Hovawart.

Der Name erinnert an die Molosserhunde der Antike. Der Standard des Mastino Napoletano nennt ihn einen Nachfahren des großen römischen Molosserhundes, den der Schriftsteller Columella im ersten Jahrhundert beschrieben hat.

Zu den Berghunden gehören auch Herdenschutzhunde wie der Pyrenäen-Berghund und der Kangal. Sie wurden gezüchtet, um Herden gegen Raubtiere zu schützen. Der Standard des Pyrenäen-Berghundes beschreibt einen Hang zur Unabhängigkeit und Eigeninitiative, der von seinem Menschen eine gewisse Autorität erfordert.

Wie groß und schwer werden Boxer, Rottweiler und andere Molosser?

Die meisten Molosser sind groß: In der Tabelle reichen die Rüden laut Standard von 57 Zentimetern beim Boxer bis 90 Zentimeter bei Deutscher Dogge und Bernhardiner. Die höchsten Gewichtsangaben hat der Mastino Napoletano mit 60 bis 70 Kilogramm bei Rüden. Wo der Standard kein Gewicht nennt, steht das so in der Tabelle.

Bekannte Molosser laut FCI-Standard (Rüde / Hündin), geprüft am 13.10.2026
Rasse (Typ)SchulterhöheGewichtVerwendung laut Standard
Boxer (doggenartig)57 bis 63 / 53 bis 59 cmüber 30 / etwa 25 kgBegleit-, Schutz- und Gebrauchshund
Rottweiler (doggenartig)61 bis 68 / 56 bis 63 cmetwa 50 / 42 kgBegleit-, Dienst- und Gebrauchshund
Bordeauxdogge (doggenartig)60 bis 68 / 58 bis 66 cmmindestens 50 / 45 kgBewachung, Schutz und Abschreckung
Cane Corso (doggenartig)64 bis 68 / 60 bis 64 cm45 bis 50 / 40 bis 45 kgvielseitiger Gebrauchshund
Mastino Napoletano (doggenartig)65 bis 75 / 60 bis 68 cm60 bis 70 / 50 bis 60 kgSchutz- und Wachhund
Englische Bulldogge (doggenartig)nicht festgelegt25 / 23 kgAbschreckung und Begleitung
Deutsche Dogge (doggenartig)80 bis 90 / 72 bis 84 cmnicht festgelegtBegleit-, Wach- und Schutzhund
Hovawart (Berghund)63 bis 70 / 58 bis 65 cmnicht festgelegtGebrauchshund
Neufundländer (Berghund)im Schnitt 71 / 66 cmim Schnitt etwa 68 / 54 kgZughund für schwere Lasten, Wasserhund
Leonberger (Berghund)72 bis 80 / 65 bis 75 cmnicht festgelegtWach-, Begleit- und Familienhund
Bernhardiner (Berghund)70 bis 90 / 65 bis 80 cmnicht festgelegtBegleit-, Wach- und Hofhund
Pyrenäen-Berghund (Berghund)70 bis 80 / 65 bis 75 cmnicht festgelegtHerdenschutz in den Bergen
Kangal (Berghund)72 bis 78 / 65 bis 73 cm48 bis 60 / 40 bis 50 kgHerdenschutz bei Schafen

Die Werte beschreiben das Zuchtziel, nicht jeden einzelnen Hund. Ein Hund ab 40 Zentimetern oder 20 Kilogramm gilt in Nordrhein-Westfalen als großer Hund mit eigenen Pflichten, das betrifft alle Rassen dieser Tabelle. Die Einzelheiten stehen bei den großen Hunderassen.

Wie stark ist der Wach- und Schutztrieb dieser Rassen?

Bei vielen Rassen der Gruppe 2 ist er deutlich, denn er war ihr Zuchtziel. Die FCI-Standards sagen das offen: Appenzeller und Entlebucher sollen „unbestechliche Wächter“ sein, der Dobermann soll „mittlere Schärfe“ zeigen, der Hovawart „Schutztrieb“ und die Bordeauxdogge dient laut Standard der „Bewachung, Schutz und Abschreckung“.

Wachsamkeit und Schutztrieb laut FCI-Standard, sinngemäß zitiert
RasseWas der Standard sagtWas das im Alltag heißt
Berner Sennenhundwachsam, aber friedlich gegenüber Fremdenmeldet, bleibt bei Besuch meist gelassen
Schnauzerwachsam und dennoch kein Kläffer, sehr lieb zu Kindernpasst auf, sollte aber nicht dauernd bellen
Appenzeller, Entlebucherleicht misstrauisch gegenüber Fremden, unbestechlicher Wächtermeldet viel, braucht früh Übung mit Besuch
Boxerharmlos in der Familie, misstrauisch gegenüber Fremden, natürliche Schärfeverteidigt, wenn er es für nötig hält
Dobermannfreundlich und anhänglich, mittlere Schärfe und Reizschwellebraucht Führung, die das lenken kann
Hovawartausgeglichen, Schutztrieb, besondere Bindung an die Familiebewacht Haus und Familie aus eigenem Antrieb
Pyrenäen-Berghund, KangalHerdenschutz, Hang zur Unabhängigkeit, der Kangal bei der Arbeit Fremden gegenüber misstrauischtrifft eigene Entscheidungen, auch an der Haustür

Mehrere Rassen der Gruppe, darunter Dobermann, Boxer, Rottweiler, Riesenschnauzer, Hovawart und Cane Corso, führt die FCI mit Arbeitsprüfung, ihre Standards nennen sie Gebrauchs-, Dienst- oder Schutzhunde. Das verschwindet nicht, nur weil der Hund in einer Familie lebt.

Brauche ich einen Wachhund?

Die meisten Familien brauchen einen Hund, der Besuch freundlich annimmt. Ein wachsamer Hund meldet ohnehin. Schutztrieb dagegen ist eine Aufgabe für dich: Du musst ihn früh lenken und mit deinem Hund viele Menschen und Situationen kennenlernen. Wenn dein Hund schon heute Menschen anknurrt oder bedroht, hilft der Ratgeber Hund aggressiv weiter, bei viel Bellen der Plan Hund bellen abgewöhnen.

Kopf eines Rottweilers mit Halsband im Profil, im Hintergrund ein See

Welche Rassen der Gruppe 2 sind Listenhunde?

Das hängt vom Bundesland ab. Das bundesweite Einfuhrverbot nach § 2 des Hundeverbringungs- und -einfuhrbeschränkungsgesetzes nennt namentlich nur vier bullartige Terrier. Dazu dürfen Hunde weiterer Rassen nicht aus dem Ausland in ein Bundesland gebracht werden, wenn dieses Land bei ihnen eine Gefährlichkeit vermutet. Welche Rassen das sind, regeln die Länder selbst.

  • Nordrhein-Westfalen: § 10 des Landeshundegesetzes nennt als „Hunde bestimmter Rassen“ unter anderem Rottweiler, Bullmastiff, Mastiff, Mastino Napoletano, Mastín Español, Fila Brasileiro, Dogo Argentino und Tosa sowie ihre Kreuzungen. Wer so einen Hund hält, braucht eine Erlaubnis. Dafür musst du mindestens 18 Jahre alt sein, Sachkunde und Zuverlässigkeit nachweisen, den Hund sicher an der Leine halten können, ihn chippen und besonders versichern. Außerhalb des eigenen Grundstücks gelten Leine und Maulkorb. Nach einer bestandenen Verhaltensprüfung kann die Behörde auf Antrag davon befreien.
  • Niedersachsen: Das Niedersächsische Hundegesetz kennt keine Rasseliste. Das Landesamt LAVES begründet das damit, dass eine Einstufung nach Rasse laut wissenschaftlichen Untersuchungen, etwa der Tierärztlichen Hochschule Hannover, nicht gerechtfertigt ist.

Frag vor dem Einzug eines Molossers deshalb bei deiner Gemeinde nach, was bei dir gilt. Zieht ihr später um, können im neuen Bundesland andere Regeln gelten. Was bei bullartigen Terriern gilt, steht im Ratgeber Terrier-Rassen.

Welche Rassen passen zu Familien und Anfängern?

Am ehesten Rassen, deren Standard Gelassenheit, Kinderfreundlichkeit und gute Führigkeit betont. In der Gruppe 2 sind das zum Beispiel Berner Sennenhund, Leonberger, Schnauzer und Zwergschnauzer. Der Leonberger-Standard nennt ausdrücklich seine „ausgesprochene Kinderfreundlichkeit“, der Schnauzer-Standard nennt ihn „sehr lieb zu Kindern“.

Eher für Menschen mit Hundeerfahrung sind Rassen mit ausgeprägtem Schutztrieb oder großer Eigenständigkeit: Dobermann, Rottweiler, Cane Corso, Bordeauxdogge und die Herdenschutzhunde. Dazu kommt die Kraft: Einen Hund mit 40 oder 50 Kilogramm musst du auch halten können, wenn er plötzlich in die Leine springt.

Die Regeln für Hund und Kinder im Haus stehen im Ratgeber Familienhunde, was einen Hund für Ersthalter leichter macht, bei den Anfängerhunden.

Welche Gesundheitsprobleme gibt es bei diesen Rassen?

Am deutlichsten dort, wo die Zucht ein Merkmal übertrieben hat. Nach § 11b Tierschutzgesetz ist Zucht verboten, wenn die Nachkommen dadurch erblich bedingt Schmerzen, Leiden oder Schäden haben. Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) nennt in ihrem Merkblatt Nr. 141 dazu auch Rassen dieser Gruppe:

  • Kurze Nase: Englische Bulldogge, mit Atemproblemen und Missbildungen der Rute
  • Übermäßige Hautfalten: Mastino Napoletano und Shar Pei, die Falten begünstigen Hautentzündungen
  • Gliedmaßen: Fila Brasileiro mit überbauter Hinterhand
  • Weißer Kopf: Dogo Argentino, mit höherem Risiko für angeborene Taubheit
  • Fellfarbe: Albinismus beim Dobermann. Die Farbe „Blau“ hat die FCI beim Dobermann aus dem Standard gestrichen.
  • Riesenwuchs: nennt die TVT allgemein als Merkmal, das unter § 11b fallen kann

Das betrifft nicht jeden Hund dieser Rassen. Sieh dir die Elterntiere an: Ein gesunder Hund atmet ruhig durch die Nase und läuft locker. Magendrehung und das langsame Wachstum großer Welpen erklärt der Ratgeber große Hunderassen.

Lebenserwartung: Eine britische Studie mit Daten aus Tierarztpraxen hat für 18 häufige Rassen berechnet, wie alt ein Hund bei der Geburt im Schnitt wird (Teng und andere, 2022). Zwei davon gehören zur Gruppe 2: der Boxer mit 10,0 Jahren und die Englische Bulldogge mit 7,4 Jahren, bei allen Hunden der Studie waren es 11,2 Jahre. Für die übrigen Rassen nennen wir keine Zahl, weil uns keine vergleichbar belastbare Studie vorliegt. Dass schwere Hunde im Schnitt kürzer leben, steht bei den großen Hunderassen.

Wie ordnet der Rassetest diese Gruppe ein?

Im Rassetest „Welcher Hund passt zu mir?“ bilden Pinscher, Schnauzer, Molosser und Sennenhunde eine gemeinsame Gruppe. Der Test vergleicht deine Antworten mit festen Werten von 1 (wenig) bis 3 (viel). Sie sind eine grobe eigene Einschätzung nach der ursprünglichen Aufgabe der Rassen, keine Messung und keine Angabe aus einer Quelle.

So rechnet der Test mit dieser Gruppe (Werte direkt aus der Test-Logik)
MerkmalWert im TestWas das für dich heißt
Bewegung und Beschäftigung2 von 3tägliche Spaziergänge, dazu etwas Kopfarbeit
Eignung ohne Hundeerfahrung2 von 3machbar mit Hundeschule, je nach Rasse sehr verschieden
Freilauf2 von 3gelingt oft, wenn der Rückruf sitzt
Freude an Aufgaben2 von 3gern beschäftigt, Gebrauchshunde deutlich mehr
Wachsamkeit und Melden3 von 3meldet viel, in hellhörigen Häusern ein Thema

Wegen der hohen Wachsamkeit schlägt der Test diese Gruppe seltener vor, wenn du in einer Stadtwohnung lebst. Als Beispielrassen nennt er Zwergschnauzer, Mittelschnauzer, Boxer, Berner Sennenhund und Neufundländer. Wählst du eine Größe, zeigt er nur die passenden.

Worauf achte ich bei Auswahl und Erziehung?

Wähl zuerst nach Aufgabe, dann nach Aussehen: Ein Herdenschutzhund und ein Leonberger sind beide groß und flauschig, brauchen aber ein völlig anderes Leben. Beginn die Erziehung am ersten Tag, denn viele dieser Welpen werden schnell schwer und kräftig.

  1. Menschen kennenlernen: In den ersten Monaten viele freundliche Begegnungen mit Besuch, Kindern und Fremden. So lernt dein Hund, dass nicht jeder bewacht werden muss.
  2. Leine früh üben: Ziehen, das bei 10 Kilogramm noch niedlich wirkt, hältst du bei 40 Kilogramm kaum noch.
  3. Beißen im Spiel abgewöhnen: Bei großen Welpen tut es schnell weh. Dafür gibt es den Plan Welpe beißt.

Durch die ersten Wochen führt dich der Welpen-Wochenplan. Woran du eine gute Zucht erkennst, steht unter Welpen kaufen. Viele Molosser und Mischlinge warten auch im Tierheim, mehr dazu im Ratgeber Hund aus dem Tierschutz.

Quellen

Fragen und Antworten

Häufige Fragen

Welche Hunde gehören zur FCI-Gruppe 2?

Pinscher und Schnauzer, Molosser und die Schweizer Sennenhunde, zusammen 53 Rassen. Bekannte Beispiele sind Zwergschnauzer, Dobermann, Boxer, Rottweiler, Deutsche Dogge, Hovawart, Neufundländer, Bernhardiner und Berner Sennenhund.

Wie viele Sennenhund-Rassen gibt es?

Vier: Großer Schweizer Sennenhund, Berner Sennenhund, Appenzeller Sennenhund und Entlebucher Sennenhund. Sie bilden die Sektion 3 der FCI-Gruppe 2 und stammen alle aus der Schweiz.

Was ist der Unterschied zwischen Berner und Großem Schweizer Sennenhund?

Vor allem das Fell: Der Berner hat langes Haar, der Große Schweizer Stockhaar mit mittellangem Deckhaar. Der Große Schweizer ist etwas größer, Rüden messen 65 bis 72 statt 64 bis 70 Zentimeter.

Was ist ein Molosser?

Ein Hund aus der Sektion 2 der FCI-Gruppe 2, meist groß und kräftig. Die FCI unterscheidet doggenartige Hunde wie Boxer, Rottweiler und Mastiff und Berghunde wie Bernhardiner, Neufundländer und Leonberger.

Wie groß wird ein Riesenschnauzer?

Laut FCI-Standard 60 bis 70 Zentimeter Schulterhöhe bei 35 bis 47 Kilogramm. Der Mittelschnauzer misst 45 bis 50 Zentimeter, der Zwergschnauzer 30 bis 35 Zentimeter.

Ist der Rottweiler ein Listenhund?

In Nordrhein-Westfalen ja: Er steht in § 10 des Landeshundegesetzes, du brauchst eine Erlaubnis, Sachkunde und eine besondere Versicherung. Niedersachsen hat keine Rasseliste. Frag bei deiner Gemeinde nach, was bei dir gilt.

Sind Sennenhunde gute Familienhunde?

Berner und Großer Schweizer Sennenhund beschreibt ihr Standard als gutmütig mit mittlerem Temperament, das passt zu vielen Familien. Appenzeller und Entlebucher sind lebhafter und wachsamer und brauchen mehr Beschäftigung. Alle vier melden, wenn jemand kommt.

Welche Rassen der Gruppe 2 sind gute Wachhunde?

Als „unbestechliche Wächter“ beschreibt der Standard Appenzeller und Entlebucher, Schutztrieb nennt er beim Hovawart, mittlere Schärfe beim Dobermann. Ein starker Schutztrieb braucht erfahrene Halter und frühe Erziehung.

Wann muss ein kurznasiger Hund wegen der Atmung zur Tierarztpraxis?

Atmet dein Hund auch in Ruhe röchelnd oder schnarchend oder fast nur durch das Maul, lass das in der Tierarztpraxis abklären. Bekommt er sichtbar schlecht Luft, bricht zusammen oder erholt sich nach Wärme oder Bewegung nicht, fahr sofort in die Tierarztpraxis oder Tierklinik.